Wie Sie Ihr Gesuch um Intervention formulieren können

Wie Sie Ihr Gesuch um Intervention formulieren können

Am besten ist es, wenn Sie Ihre Situation schriftlich und in chronologischer Reihenfolge kurz darlegen.

  • Ausarbeiten einer Beschwerde
  • Die Rolle der Zivil- und Strafgerichtsbehörden
  • Behandlung der Dossiers
  • Wie werden Sie über die Folgen unserer Untersuchung informiert?

Ausarbeiten einer Beschwerde
Folgende Informationen sind besonders nützlich, damit Ihr Dossier optimal behandelt werden kann:

  1. Kontaktdaten der betroffenen Person
    Name, Vorname, Adresse
    Telefonnummer
    Um Ihre Anzeige behandeln zu können, kann ein telefonischer Kontakt nötig sein: Bitte eine Telefon- oder Handynummer angeben, an der sie vertraulich kontaktiert werden können.
  2. Angaben zur Situation der betroffenen Person im Unternehmen
    Ausgeübte Funktion
    Stellung im Unternehmen (Organigramm)
    Laufbahn im Unternehmen 
  3. Gegenstand der Beschwerde
    Beschreibung der beanstandeten Tatsachen und Verhalten, implizierte Personen, allfällige Zeugen.
    Allgemeine Probleme in Funktionsweise, Organisation, Kommunikation, Arbeitsklima, die das beanstandete Verhalten gefördert haben können.
    Bereits unternommene Schritte (keine, mündliche bzw. schriftliche Reklamation, Beschwerde bei Vorgesetzten, Arztbesuch, Kontakt mit Gewerkschaft usw.)
    Was gibt Ihnen das Gefühl, dass es sich um Mobbing und nicht um einen normalen Arbeitskonflikt handelt?

Wir bitten Sie, uns die Kopien Ihres gesamten Briefaustauschs zu dieser Sache zukommen zu lassen.

Die Rolle der Zivil- und Strafgerichtsbehörden
Sie haben auch die Möglichkeit, sich an das Gewerbegericht zu wenden. Dieses ist in der Regel zuständig, wenn Sie Ansprüche wegen Auflösung des Arbeitsverhältnisses geltend machen, oder wenn Sie Schadenersatz oder Genugtuung verlangen.
Sie haben auch die Möglichkeit, eine Klage direkt beim Untersuchungsrichter einzureichen, der Strafen wegen Verstosses gegen die Vorschriften über den Gesundheitsschutz oder anderer Strafbestimmungen verhängen kann. Diese Vorgehensweise wird besonders angeraten, wenn isolierte Probleme auftreten, die nicht direkt in den Aufgabenbereich des Arbeitsinspektorats fallen, wie etwa Beschimpfung, Verleumdung, üble Nachrede, Tätlichkeiten usw.
Wir weisen Sie darauf hin, dass die Verjährungsfristen kurz sein können.

Behandlung des Dossiers                                 
Unsere Intervention ist oft wirksamer, wenn eine Beschwerde vorliegt. Wir unterstehen dem Amtsgeheimnis und behandeln Ihr Dossier mit höchster Vertraulichkeit.
Falls es zu einer gerichtlichen Klage gegen den Arbeitgeber kommt (z.B. vor dem Gewerbe- oder Strafgericht), kann es sein, dass wir den Gerichtsbehörden bestimmte Informationen weiterleiten müssen, die wir im Rahmen unserer Untersuchung gesammelt haben.

Wie werden Sie über die Folgen unserer Untersuchung informiert?
Falls Sie weiterhin im Unternehmen arbeiten, informieren wir Sie über die laufenden Schritte. Im Übrigen ist der Arbeitgeber verpflichtet, sein Personal über die Anforderungen des Arbeitsinspektorats und dessen Schlüsse aus seiner Untersuchung zu informieren.
Falls Sie nicht mehr im Unternehmen arbeiten, können wir Ihnen keine Informationen über unsere Interventionen weiterleiten.

Möchten Sie, nachdem Sie den obenstehenden Text gelesen haben, unsere Dienste in Anspruch nehmen, dann melden Sie sich bitte an folgender Adresse mit einem Vermerk "vertraulich":

AMA - Abteilung Arbeitsmarkt
Arbeitsinspektorat
Bd de Pérolles 25 - CP
1701 Freiburg
Tel. 026/305.96.75
Fax 026/305.95.97


Weitere Informationen:
www.mobbing-zentrale.ch
www.stressnostress.ch

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