Jugendliche: Niemand soll auf der Strecke bleiben

9. Dezember 2009 -10h00

Nicht weniger als drei Staatsrätinnen und Staatsräte haben heute gemeinsam mit Claude Grandjean, Präsident der « kantonalen Kommission für Jugendliche mit Schwierigkeiten bei der beruflichen Eingliederung», die Ergebnisse dieser Kommission vorgestellt. Die Situation der betroffenen Jugendlichen wird durch die Krise noch zusätzlich verschlechtert. Die Kommission nennt daher verschiedene Massnahmen, um bei den Betroffenen die Spirale Richtung gesellschaftlichem Ausschluss zu durchbrechen.

Seit etwa zwölf Jahren ist die Zahl der Jugendlichen, die am Ende der obligatorischen Schulzeit keinen Ausbildungsplatz finden, unaufhörlich gestiegen. Besorgt über diese Entwicklung hat der Staatsrat im Frühjahr 2007 eine «kantonale Kommission für Jugendliche mit Schwierigkeiten bei der beruflichen Eingliederung» unter dem Vorsitz von alt Staatsrat Claude Grandjean errichtet. Ihr Auftrag: Dem Staatsrat einen Aktionsplan vorschlagen, der die strategischen Leitlinien für die Betreuung der Jugendlichen mit Eingliederungsschwierigkeiten definiert.
 
Der Staatsrat möchte auf diese Weise den Jugendlichen mit Schwierigkeiten helfen, einen Platz in unserer Gesellschaft zu finden. Dies ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, der Verantwortung gegenüber den jungen Generationen und der wirtschaftlichen Notwendigkeit.
 
Die Schwierigkeiten, mit denen die Jugendlichen konfrontiert sind, reichen von schulischen Lücken über psychische Labilität, fehlende Selbständigkeit bis zu mangelnder Betreuung und fehlendem Engagement der Familie.
 
Der Schlussbericht der Kommission schlägt deshalb eine Reihe von Massnahmen vor, um diese für die Gesellschaft besonders schädliche Spirale zu durchbrechen. Dies ist der Grund, weshalb gleich drei Direktionen, mit der Unterstützung des gesamten Staatsrates, die Empfehlungen der Kommission umsetzen werden.
 
Es gilt namentlich das Weiterbestehen der «Plattform Jugendliche» zu gewährleisten und diese gleichzeitig zu verstärken. Die Plattform bleibt auch künftig die Drehscheibe des gesamten Integrationsprozesses. Zusätzliche Massnahmen zu den Motivationssemestern (SeMo) sind ausserdem vorgesehen, um Jugendliche zu betreuen und zu begleiten, die nicht direkt ein SeMo antreten können.

Die Einführung eines «Case Managements» ist ebenfalls geplant. Dieses soll die Dossierbetreuung ab dem Ende der obligatorischen Schulzeit bis zur Eingliederung in die Arbeitswelt gewährleisten. Das Ende der Ausbildung soll mit der Erlangung eines anerkannten Abschlusses auf Sekundarstufe II verbunden sein. Zur Ergänzung der Arbeit der Case Manager ist ausserdem vorgesehen, die Berufsberatung für Jugendliche mit Schwierigkeiten zu verstärken.
 
Der Staatsrat beabsichtigt, der „Kommission für Jugendliche mit Schwierigkeiten bei der beruflichen Eingliederung“ einen neuen Auftrag für die Umsetzung der vorgeschlagenen Massnahmen zu erteilen.

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