Alle Informationen zur Tabakprävention

Tabakkonsum verursacht im Kanton Freiburg jährlich circa 350 Millionen Franken soziale Kosten und ist die am einfachsten vermeidbare Krankheits- und Todesursache. Die Prävalenz des Tabakkonsums liegt im Kanton Freiburg bei 24 % (17 % rauchen täglich, 7 % gelegentlich). Am meisten Rauchende findet man in der französischsprachigen Bevölkerung (27 %, hingegen 22 % in der deutschsprachigen Bevölkerung) und in der Alterskategorie 35 bis 44 Jahre (27 %). Auch unter den Erwerbstätigen hat es mehr Rauchende als unter Nichterwerbstätigen. Die Tabakprävalenz korreliert negativ mit dem Bildungsniveau. Zwischen 2009 und 2012 ist die Zahl der Rauchenden im Kanton leicht zurückgegangen. Hingegen ist die Zahl der Zigaretten, die täglich geraucht werden, von 12 auf 13 angestiegen.
Der Kanton führt eine aktive Politik der Tabakprävention. Alle Informationen finden Sie hier.

Informationen über das Rauchverbot in Unternehmen

Seit dem 1. Mai 2010 ist das Rauchen in Räumen, "die mehreren Personen als Arbeitsplatz dienen", verboten.
Zum Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmenden gilt dieses Verbot für alle Arbeitsorte (Unternehmen und Geschäfte, Institutionen, öffentlich zugängliche Einrichtungen usw.). Zuständig für diesen Bereich ist das Arbeitsinspektorat.

Rauchverbot in Unternehmen

Laut Bundesgesetz vom 1. Mai 2010 müssen alle geschlossenen Räume, die mehreren Personen als Arbeitsplatz dienen, rauchfrei sein. Als Arbeitsplatz gelten alle Orte innerhalb oder ausserhalb eines Betriebes, an denen sich ein Arbeitnehmender zur Ausführung der ihm zugewiesenen Arbeit aufhalten muss. Als "Arbeitsplatz mehrerer Personen" gelten alle Büros, die von mehreren Personen - gleichzeitig oder nicht - dauernd oder vorübergehend genutzt werden. Gemeinsam genutzte Räume wie Sitzungszimmer, Cafeteria, Gänge usw. gelten ebenfalls als Arbeitsplatz für mehrere Personen.

Falls vom Firmenreglement erlaubt, ist es möglich, an einem Arbeitsplatz in einem geschlossenen und für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Raum zu rauchen - vorausgesetzt der Arbeitsplatz wird nur von einer einzigen Person benutzt.

Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit, Raucherräume (Fumoirs) einzurichten, wenn diese nicht als Arbeitsplatz benutzt werden. Wie bei den Einzelbüros, in denen geraucht wird, ist der Arbeitgeber auch bei den Raucherräumen verantwortlich, dass kein Rauch in die rauchfreien Räume gelangt (z. B. mit einer ausreichenden Lüftung). Im Unterschied zu den Restaurations- und Hotelbetrieben darf im Raucherraum eines Unternehmens niemand beschäftigt werden. Zudem darf der Raucherraum nicht als alleiniger Pausenraum dienen.

Kontakt

Arbeitsinspektorat
Boulevard de Pérolles 24
1705 Freiburg

Tel.: 026 305 96 75
Fax: 026 305 95 97
E-Mail: spe@fr.ch

Gesetzgebung

Bundesgesetz über das Passivrauchen

Verordnung vom 3. Juni 2009  über den Schutz vor dem Passivrauchen

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