Gefährliche Stoffe

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Asbest

Asbest ist ein natürliches Gestein, das gegenüber Temperaturen bis 1000 °C und einer Vielzahl chemischer Substanzen beständig ist. Es wurde in der Schweiz seit den 30er Jahren und bis zu seinem Verbot 1994 im Bauwesen eingesetzt.

Asbest wirkt nicht unmittelbar Gesundheitsschädlich, sondern kann Jahrzehnte später zu Krebs führen. Der kristalline Feinstaub setzt sich beim Einatmen in der Lunge ab und kann dort oder im Rippenfell zu boshaften Tumoren führen. Nach langen klinischen Studien wurde Asbestose (Fibrosierung des Lungenparenchyms, die zu Lungenkrebs führen kann) 1939 durch die SUVA als Berufskrankheit anerkannt.

Gebäudesanierung

Zwar ist durch die Verordnung zur Reduktion von Risiken (ChemRRV) beim Umgang mit bestimmten besonders gefährlichen Stoffen die allgemeine Nutzung von Asbest verboten, doch wird keinerlei Anordnung über bestehende Produkte oder Objekte mit Asbestfasern getroffen. Folglich existiert kein Zwang zur Sanierung von Gebäuden, z.B. mit Spritzasbest oder Asbestplatten. Trotz alledem verfügt der Kanton über Daten bezüglich von Gebäuden mit dieser Art der Isolierung. Da das Gros der betroffenen Gebäude professionell genutzt wird, ist hier die Abteilung Arbeitsmarkt des Amts für den Arbeitsmarkt zuständig. Die betroffenen Besitzer wurden bezüglich der Materialien spezifischen Risiken und Gefahren sensibilisiert, insbesondere in Anbetracht von möglichen Renovierungsarbeiten. Diese Vorgehensweise ermöglichte die Gebäudesanierung nach SUVA Richtlinien und half die Entsorgung der Abfälle gemäss Rechtsvorschriften sicher zu stellen.

Aufgaben des Amts für Umwelt

  • Festlegung von Asbestuntersuchungen im Rahmen von Abriss- und Umbauarbeiten, zum Zweck einer fachgerechten Entsorgung von Asbestabfällen.

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