Gefährliche Stoffe

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Persistente organische Schadstoffe

Persistente organische Schadstoffe (POP) sind gesundheitsschädlich für Menschen und Tiere. Unter den Stoffen, gemeinhin als das "dreckige Dutzend" bezeichnet, befinden sich nicht zuletzt polychlorierte Biphenyle (PCB), Dioxine und Furane.

PCB in Transformatoren und Kondensatoren

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Bundes bezüglich Transformatoren und Kondensatoren, hat der Kanton  1984 eine Bestandsaufnahme der Installationen welche möglicherweise in Ölen gebundene aromatische Chlorverbindungen, darunter PCB, enthalten erstellt. Zur Inventarisierung, Kontrolle und Sanierung von existierenden Anlagen wurde die Groupe E (ex EEF) hinzugezogen.

So wurden nicht weniger als 2700 Transformatoren und über 800 Kondensatoren im Hinblick auf Konformität mit den Bundesrichtlinien untersucht und bei Mängeln fachgerecht entsorgt.

Im Rahmen von Ortsbesichtigungen werden sporadisch Kontrollen durchgeführt, um die Richtigkeit der durch die Groupe E erstellten Positivliste zu überprüfen. Gegebenenfalls werden die Prozeduren zur fachgerechten Sanierung eingeleitet.

PCB in Arbeitsfugen

In den Jahren 1955 bis 1975 waren PCB als Weichmacher in Dichtungskitt, insbesondere in Betonfugen, weitverbreitet. Konstruktionen aus dieser Epoche und in Betonbauweise, weisen daher mit grosser Wahrscheinlichkeit PCB auf. Um die Tragweite dieses Problems zu erfassen, wurde 2001 eine nationale Analysekampagne durchgeführt.

In Zusammenarbeit mit der Direktion für Erziehung, Kultur und Sport, hat das Amt für Umwelt an dieser Studie teilgenommen und 12 öffentliche Gebäude, grösstenteils Schulen, untersucht. Nur bei zwei Arten von Fugenkitt, der insgesamt 15 entnommenen Proben, wurden relevante PCB-Gehalte gemessen.

Durch die Studie wurde weiter die Schwierigkeit eine eindeutige Verbindung zwischen Ursache und Wirkung aufzustellen verdeutlicht:  Hohe PCB-Gehalte in Fugenkitt, bringen nicht automatisch hohe Werte in der Raumluft mit sich. Die Luftqualität ist demnach stark von der Exponierung des PCB belasteten Materials abhängig. So bringt Sonneneinstrahlung PCB zum Freisetzen und Verdampfen, während eventuel vorhandene Schutzschiten, wie Lacke oder Farben den Austausch zur Raumluft vermindern können. In Anbetracht dieser Ergebnisse, bleibt regelmässige Lüftung eine der Problematik angepasste Massnahme.  Aufgrund dieser Erfahrungen und mangels Auftretens kritischer Situationen, sieht der Kanton von einer vertiefenden Untersuchung ab.

Aufgaben des Amts für Umwelt
  • Kontrolle von PCB-Analysewerten bei Abriss- und Umbauarbeiten, zur Bestimmung des geeigneten Entsorgungsweges dieser Sonderabfälle

 

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