Institutionen für Menschen mit Behinderungen

Die Institutionen für Personen mit Behinderungen bieten eine Vielzahl an stationären und ambulanten Wohn- und Ausbildungsleistungen sowie Berufs- und Beschäftigungsplätze an.

Informationen und Unterlagen zu den Leistungen dieser Institutionen, zu finanziellen Fragen im Zusammenhang mit diesen Leistungen und zum Vorgehen im Hinblick auf die Inanspruchnahme.

Institutionen für Menschen mit Behinderungen: Informationen für Partnerinnen und Partner

Das Sozialvorsorgeamt SVA plant, subventioniert und beaufsichtigt die sonder- und sozialpädagogischen Institutionen für Erwachsene mit Behinderungen.

Bedarfsplanung

Die Planung des Angebots der institutionellen Leistungen für Erwachsene mit Behinderungen wird alle vier Jahre erstellt. Sie wird vom Staatsrat beschlossen.

Planung 2016‒2020 des Netzwerks der sonder- und sozialpädagogischen Institutionen für Erwachsene mit Behinderungen im Kanton Freiburg.

Für den Zeitraum 2016‒2020 hat die quantitative und qualitative Analyse des stationären Angebots im Kanton Freiburg und der ergänzenden Indikatoren ergeben, dass 192 Plätze fehlen, die auf die Beherbergungs- (79) und die Beschäftigungsstrukturen (113) zu verteilen sind. Rund 20 % dieser Plätze müssen für deutschsprachige Personen reserviert werden. Die ambulanten Betreuungsleistungen dürften insgesamt 70 Stunden pro Woche erreichen.

Diese Zahlen sind jedoch als Richtwerte zu betrachten, da eine Fehlerquote von +/- 10 % nicht ausgeschlossen werden kann. Die Gründe für diese Fehlerquote sind Menschen mit Behinderungen, die derzeit zu Hause leben und den Freiburger sonder- und sozialpädagogischen Institutionen noch nicht bekannt sind, der Ausbau der ambulanten Leistungen oder aber der Begriff Mensch mit Behinderungen, wie er im Entwurf des Gesetzes über Menschen mit Behinderungen (BehG) aufgenommen wurde.

Der Staatsrat hat diesen Bericht am 15. Mai 2017 zur Kenntnis genommen.

Planungskommission

Eine vom Staatsrat ernannte Kommission hat den Auftrag, die Planungsprojekte für den Ausbau bestehender oder neuer Angebote zu begutachten und Vorschläge zur Verbesserung der Koordination des institutionellen Dispositivs auszuarbeiten.

Die Kommission besteht aus Stellen, welche sich für die Rechte der Erwachsenen mit Behinderungen einsetzen, aus Leistungserbringenden und aus anderen betroffenen Kreisen.

Betriebsbewilligung

Seit Inkrafttreten des Gesetzes vom 16. November 2017 über die sonder- und sozialpädagogischen Institutionen und die professionellen Pflegefamilien (SIPG) muss jede Institution, die mehr als fünf Menschen mit Behinderungen betreut, bei der Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) eine Betriebsbewilligung beantragen. Die Institution muss insbesondere über Räumlichkeiten und Ausstattungen verfügen, die bestimmten Sicherheits- und Hygieneanforderungen der aufgenommenen Personen gerecht werden. Ausserdem muss sie die Tätigkeiten, die sie ausführen möchte, durch ein verpflichtendes Betreuungskonzept transparent offenlegen. Auch muss sie die Qualitätskriterien erfüllen. Schliesslich werden gewisse Anforderungen an die Leitungen der Institutionen gestellt.

Anerkennung

Um von der öffentlichen Hand Subventionen zu erhalten, muss eine sonder- und sozialpädagogische Institution neben der Betriebsbewilligung zusätzlich im Besitz einer von der Direktion für Gesundheit und Soziales erteilten Anerkennung sein. Die Anerkennung wird für eine Dauer von fünf Jahren gewährt, wenn die Leistungen der sonder- und sozialpädagogischen Institution spezifischen Kriterien bei der Qualitäts-, Ausbildung und der Geschäftsführung entsprechen. Ausserdem muss sie dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit einhalten und die angebotenen Leistungen müssen Teil der kantonalen Bedarfsplanung sein.

Kontrolle und Überwachung der Leistungen der Institutionen

Der Kanton muss den Menschen, die in seinem Gebiet wohnhaft sind, garantieren können, dass ihnen angemessene institutionelle Betreuungsleistungen zur Verfügung stehen, welche ihren Kompetenzen und Bedürfnissen entsprechen.

Die Angemessenheit  der Leistungen wird durch allgemeine und individuelle Kontrollen überprüft. Die allgemeine Kontrolle erfolgt anhand einer Analyse der Daten, die von den sonder- und sozialpädagogischen Institutionen geliefert werden. Die individuellen Kontrollen wiederum erfolgen mittels Besuchen der Betreuungs- und Beschäftigungsstätten.

Verbindungsstelle des Kantons Freiburg

In seiner Funktion als Verbindungsstelle des Kantons Freiburg für Leistungen der anerkannten sonder- und sozialpädagogischen Institutionen verwaltet das SVA die Anträge auf Unterbringungen und/oder Beschäftigung in den ausserkantonalen Institutionen. Es kontrolliert, ob die einschlägigen gesetzlichen Anforderungen eingehalten werden und gibt sein Einverständnis für die Finanzierung des Aufenthalts. Als Verbindungsstelle verwaltet das SVA ausserdem die Dossiers der ausserhalb des Kantons wohnhaften Personen, die in einer Freiburger Institution untergebracht sind. Weiter  behandelt sie die Streitfälle, die zwischen Kantonen, Institutionen und unterbringenden Diensten auftreten können.

Hier finden Sie die anerkannten Institutionen sowie die Interkantonale Vereinbarung.

Kontakt

Sozialvorsorgeamt SVA

Route des Cliniques 17
Postfach
1701 Freiburg

T +41 26 305 29 68

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