Das Gesetz über den Mittelschulunterricht (MSG) definiert im Sinne einer Rahmengesetzgebung die zentrale Ausrichtung der Schule und legt die wichtigen Grundsätze fest, namentlich die Ausrichtung und die Zielsetzungen des Unterrichts, die Rechte und Pflichten der Schülerinnen, Schüler und Eltern, die Rechtsstellung der Lehrpersonen, die Organisation der Schulen sowie ihre Finanzierung und die Rechtsmittel.

Um dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung zu tragen und die Schülerinnen und Schüler auf die Herausforderungen, die sich ihnen stellen werden, vorzubereiten, ermöglicht das MSG das Erproben von Innovationen. Gleichzeitig sieht es die notwendigen Steuermechanismen vor, um die Mittelschulen und den Unterricht weiterzuentwickeln. Die Steuerungsorgane und ihre Befugnisse werden im Gesetz klarer festgelegt.

Grundzüge des Gesetzesentwurfs

  • Der erste Teil der Gesetzesrevision besteht in der Aktualisierung der Aufgaben und Ziele des Mittelschulunterrichts, darunter insbesondere die Förderung der Zweisprachigkeit
  • Der zweite Teil der Revision betrifft die Aktualisierung der Ausbildungsgänge. Denn der Kanton Freiburg bietet seit Herbst 2010 die Fachmaturität in drei Berufsfeldern an: Gesundheit, Soziale Arbeit und Pädagogik. Im September 2011 wurde die Passerelle Berufsmaturität - universitäre Hochschulen ins Kollegium St. Michael integriert. Die Handelsmittelschulausbildung wurde ab dem Schuljahr 2011/12 angepasst, damit sie den Anforderungen für den Erwerb eines eidgenössisch anerkannten Titels entspricht.
  • Der dritte Teil der Revision zielt auf die Stärkung der Führungsstrukturen, wobei die Rolle der kantonalen Schulbehörden und der Schuldirektionen klarer festgelegt und die Organisation der Schulen genauer erläutert werden.
  • Im vierten Teil der Gesetzesrevision geht es um die Klärung der Rechte und Pflichten sämtlicher Schulpartner, also der Eltern, der Schülerinnen und Schüler und der Lehrpersonen.

 Der Entwurf des neuen MSG wird im Herbst 2018 im Grossen Rat behandelt und wird voraussichtlich am 1. August 2019 in Kraft treten.

 

 

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