Die "Fotografische Ermittlung: Thema Freiburg" erhält in Paris eine Auszeichnung

3. Oktober 2012 -16h00

Der nationale Jagdverband Saint-Hubert Club de France hat seinen Preis "Trophée des arts" 2012 der jungen Fotografin Anne Golaz für ihre Fotoreportage zum Thema der Jagd vergeben, die sie im Jahr 2010 im Rahmen der "Fotografischen Ermittlung: Thema Freiburg" realisiert hat. Der mit 2000 Euro dotierte Preis wird ihr am 26. September in Paris übergeben.

Anne Golaz
Anne Golaz © Tous droits réservés

Der Saint-Hubert Club de France (SHCF), der ältestes und angesehendste Jagdverband von Frankreich, hat beschlossen, ab 2012 "Trophäen" in den Bereichen Literatur, Kunst und Wissenschaft zu vergeben. Mit diesen Preisen will der Verband Arbeiten auszeichnen, die das Thema der Jagd aus einer modernen Sichtweise zeigen und die dazu beitragen, in der breiten Bevölkerung das Verständnis für die Jagd zu verbessern.

Die diesjährige "Trophée Saint-Hubert des Arts" mit einem Preisgeld von 2000 Euro geht an die junge Schweizer Fotografin Anne Golaz für ihre Arbeit mit dem Titel "Jägerei", die sie 2010 im Rahmen der "Fotografische Ermittlung: Thema Freiburg" realisiert hat. Die Arbeit illustriert die Praxis der Jagd im Kanton Freiburg und regt zudem zum Nachdenken über unser Verhältnis zur Natur, zu den Tieren und zum Tod an.

Anne Golaz, geboren 1983, schloss die Ecole Supérieure d'Arts Appliqués von Vevey mit einem Diplom ab. Anschliessend erwarb sie an der Hochschule für Kunst und Design in Helsinki einen Master. Derzeit kann sie dank eines Stipendiums eine persönliche Arbeit in New York durchführen. In der Saison 2009/10 begleitete sie auf dem Freiburger Kantonsgebiet sowie im Elsass rund dreissig Jagden. Das Ergebnis ihrer Arbeit, rund fünfzig Farbabzüge, wurde an einer Ausstellung in der Kantons- und Universitätsbibliothek und in einem Katalog präsentiert.

Fotografische Ermittlung: Thema Freiburg
Im Jahr 1996 rief der Staatsrat auf Vorschlag der Direktion für Erziehung, Kultur und Sport die "Fotografische Ermittlung: Thema Freiburg" ins Leben. Seither beauftragt der Kanton alle zwei Jahre eine Fotografin oder einen Fotografen mit einer Fotoreportage. Das Thema oder der Gegenstand der Reportage muss einen Bezug zum Kanton Freiburg haben (Ort, Ereignis, Persönlichkeit usw.) und bei der Einreichung des Projekts noch unveröffentlicht sein. Die Preisträgerin oder der Preisträger erhält für die Realisierung des Projekts 20 000 Franken. Diese Initiative dient der Förderung des fotografischen Schaffens und zugleich dem schrittweisen Aufbau einer zeitgenössischen Fotosammlung zum Kanton. Die Fotografin oder der Fotograf wird über einen Wettbewerb ausgewählt.

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