Denis Golliard erhält den Sportpreis des Staates Freiburg 2012 für sein Engagement für den FVBSS und für das Institut für Sport der Universität Freiburg

2. November 2012 -13h30

Der Staatsrat verleiht den Sportpreis des Staates Freiburg 2012 an Denis Golliard aus Mézières für sein Engagement für den Freiburger Verband für Bewegungs- und Sporterziehung in der Schule FVBSS und das Institut für Sport der Universität Freiburg. Nach Jean-Daniel Gachoud wird Denis Golliard somit zum 10. Preisträger dieser mit 5000 Franken dotierten Auszeichnung gekürt. Die beiden Förderpreise der kantonalen Sportkommission gehen an Madeline Coquoz aus Pont-la-Ville (Wasserspringen) und an David Brodard aus La Roche (Skitourenrennen).

Prix sportif de l'Etat 2012 - Sportpreis des Staates 2012 Denis Golliard
Prix sportif de l'Etat 2012 - Sportpreis des Staates 2012 Denis Golliard © Tous droits réservés

Denis Golliard, geboren am 1. Februar 1952, erwarb 1974 das Primarlehrdiplom und 1978 an der Universität Lausanne das Eidgenössische Turn- und Sportlehrerdiplom I. Anschliessend vervollständigte er seine Studien an der Universität Basel mit dem Eidgenössischen Turn- und Sportlehrerdiplom II (1981) und an der Universität Franche-Comté in Besançon mit einem Magister in Sportwissenschaften (maîtrise en sciences et techniques des activités physiques et sportives), den er im Jahr 1998 erlangte.

Ab 1974 unterrichtete er fast zehn Jahre lang als Sportlehrer an der Orientierungsschule des Glanebezirks in Romont. Im Jahr 1983 trat er in das Institut für Turn + Sporterziehung der Universität Freiburg ein, wo er im Laufe der Jahre in verschiedenen Funktionen tätig war: Sportlehrer, Didaktiklehrer für den Turn- und Sportunterricht, dann Verantwortlicher für die Bachelor- und Masterstudiengänge in Bewegungs- und Sportwissenschaften. 2003 erhielt das Institut für Sport der Universität Freiburg vom Rektorat den Auftrag, den Ausbau der Sportstudien an der Universität Freiburg zu prüfen und ein neues Konzept hierzu auszuarbeiten. In diesem Zusammenhang übte Denis Golliard verschiedene Aufgaben und Funktionen aus. So übernahm er die Leitung mehrerer Arbeitsgruppen und war für die Lancierung und Durchführung mehrerer Spezialprogramme zuständig.

Neben seiner Berufskarriere engagierte sich Denis Golliard auch als Aktivmitglied und Trainer in mehreren Sportklubs und -vereinen, darunter Swiss Snow Sports, Ski Club Romont, Schwimm-Club Romont, Volleyball Club Sportmann und VBC Bulle. Zudem bildete er die Jugend+Sport-Experten an der Hochschule für Sport Magglingen im Bereich Ski aus. 2012 wurde er zum Ehrenmitglied des Freiburger Verbands für Bewegungs- und Sporterziehung in der Schule (FVBSS) ernannt, einem Verein, in dem er während 23 Jahren aktiv tätig war. Heute geniesst Denis Golliard seinen wohlverdienten Ruhestand, wird sich aber sicherlich weiterhin für den Sport im Kanton Freiburg einsetzen.

Die heute 13-jährige Madeline Coquoz begann mit 6 Jahren beim Freiburger Turnverein FSG Freiburgia mit dem Kunstturnen. Zwei Jahre später wurde sie in die Regionalkader aufgenommen. 2009 begann sie mit dem Wasserspringen und übte so ein Jahr lang beide Sportarten gleichzeitig aus. Schliesslich beschloss sie im Jahr 2010, sich ganz dem Wasserspringen zu widmen. Madeline trainiert an fünf bis sechs Tagen pro Woche, drei davon in Lausanne oder Neuenburg, um Sprünge vom 3m-Brett zu üben. Seit 2010 hat sie acht Schweizermeistertitel in der Kategorie Junioren gewonnen, dank denen sie auch ins Junioren-Nationalkader aufsteigen konnte. Im Jahr 2012 gelang ihr mit einem 3. Rang am Springen vom 1m-Brett an der Elite Schweizermeisterschaft erstmals der Sprung aufs Podest; an einem internationalen Wettkampf in Graz gewann sie zudem eine weitere hervorragende Bronzemedaille. Doch Madeline will noch weiterkommen: ihr kurzfristiges Ziel ist die Teilnahme an der Junioren Europameisterschaft 2013 in Polen.

David Brodard (19 Jahre) begann das Skitourenfahren im Alter von 13 Jahren. Die Berge kannte der Junge aus La Roche bereits bestens vom Wandern und Klettern. Mit 17 entdeckte er die Skitourenrennen, bei denen er von Beginn an ausgezeichnete Resultate erzielte. Im Winter 2011/12 startete er mit dem Nachwuchskader von Swiss Team erstmals an internationalen Rennen: So nahm er an zwei Junioren-Weltmeisterschaften (9. Rang in Andorra und 9. in Italien) und einer Qualifikation für die Europameisterschaft in Pelvoux in Frankreich teil. Seine Resultate sind vielsprechend: 7. im Sprint, 8. im Einzelrennen und 12. im Vertikalrennen. Zum Saisonende platzierte er sich unter den Junioren im Gesamt-Weltcup auf dem 6. Rang und wurde somit bester Schweizer in dieser Kategorie. Er gewann zudem die B-Strecke der Trophée des Gastlosen und erreichte am bekannten Skitourenrennen Pierra Menta (zweitägige Junior-Strecke) den 9. Rang. Im vierten Lehrjahr als Metallbauer trainiert er vier- bis sechsmal in der Woche. 2013 möchte er an der Weltmeisterschaft starten.

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