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Sexuell übertragbare Infektionen (Informationen für Erwachsene)

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Es handelt sich um Infektionen (mit Viren, Bakterien), die sich durch sexuellen Kontakt übertragen.

HIV (human immunodeficiency virus) und AIDS
Die bekannteste Infektion ist diejenige mit dem HI-Virus (Virus, der AIDS verursacht), für die es zurzeit weder Heilung noch Schutzimpfung gibt.

Bei einer Infektion (HIV-positiv) kann eine medizinische Behandlung die Ausbreitung der Infektion verhindern (man ist HIV-positiv, bekommt aber kein AIDS); diese Medikation ist täglich und für den Rest des Lebens einzunehmen.

Der HIV überträgt sich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr (vaginale, anale oder orale Penetration) und über das Blut. Es besteht keine Ansteckungsgefahr im Alltag. Küssen, auch mit Zunge, ist ungefährlich genauso wie (intime) Zärtlichkeiten austauschen.

Nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr kann nur mittels HIV-Test festgestellt werden, ob eine Infektion mit dem HI-Virus vorliegt oder nicht. Dieser Test kann in der Freiburger Fachstelle für sexuelle Gesundheit durchgeführt werden; jedoch erst 3 Monate nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr.

Postexpositionsprophylaxe (PEP)
Nach einer potenziellen Exposition mit HIV (ungeschützter Geschlechtsverkehr mit einer Risikoperson, Nadelstich usw.) kann durch die Einnahme bestimmter Medikamente verhindert werden, dass der Virus eine Infektion verursacht (Postexpositionsprophylaxe). Diese Behandlung muss innerhalb von 72 Stunden nach der Exposition erfolgen. Bei einer wahrscheinlichen Exposition mit dem Virus wird empfohlen, schnellstmöglich die Freiburger Fachstelle für sexuelle Gesundheit oder die Vertrauensärztin/den Vertrauensarzt aufzusuchen.

Präexpositionsprophylaxe (PrEP)
Personen mit sehr hoher Ansteckungsgefahr können während des Zeitraums des erhöhten Expositionsrisikos ein antiretrovirales Medikament zur Senkung des Infektionsrisikos einnehmen (Präexpositionsprophylaxe). Die Freiburger Fachstelle für sexuelle Gesundheit steht Personen zur Verfügung, die sich betroffen fühlen.

Weitere STI
Es gibt unter der Bevölkerung weitere STI, die weniger bekannt sind als HIV/AIDS aber gleich hoch ansteckend oder gar ansteckender: Chlamydien, Gonorrhö, Genitalherpes, Syphillis, Hepatitis, Humanes Papillomavirus (HPV) u. a. Einige sind behandel- und heilbar, andere nicht. Bleiben die Infektionen unentdeckt und unbehandelt, können sie schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben.

Die Freiburger Fachstelle für sexuelle Gesundheit bietet Ihnen kostenlose, persönliche und vertrauliche Beratungsgespräche an, um über die Risiken und Testmöglichkeiten zu sprechen.

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