Nach der Teilrevision des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung vom 21. Dezember 2007 (KVG) hat der Kanton Freiburg seine Spitalplanung den neuen Planungskriterien angepasst. Die Planung orientiert sich nicht mehr nach der Kapazität der Einrichtungen, sondern nach den erbrachten Leistungen.

Planification hospitalière - Spitalplanung
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Ein erster Schritt beruhte auf der Erstellung einer Bedarfsanalyse für Spitalleistungen der Freiburger Bevölkerung bis 2020. Der Bericht zu dieser Analyse ist unter „Download“ abrufbar.

Während der zweiten Etappe des Planungsprozesses, der mit dem Ausschreibungsverfahren am 13. Juni 2014 gestartet wurde, konnten alle Spitaleinrichtungen, öffentlich und privat, innerkantonal oder ausserkantonal, ihre Angebote für die Leistungen, mit denen sie den Bedarf der Freiburger Bevölkerung abdecken möchten, bis 31. August 2014 einreichen. Um mehr Transparenz zu schaffen, wurden die Anforderungen, welche die Einrichtungen erfüllen müssen, um in die Freiburger Spitalliste aufgenommen zu werden, in leistungsgruppenspezifischen Angebotsdateien aufgeführt, die für alle Anbieter identisch sind.

Bei der Angebotsanalyse wurde untersucht, ob die Einrichtungen den verschiedenen Anforderungen, namentlich der Wirtschaftlichkeit und der Qualität, gerecht werden und ihre Kapazitäten dem Bedarf der Bevölkerung an stationären Leistungen entsprechen können. Die Ergebnisse dieser Analysen werden im Spitalplanungsbericht 2015 vorgestellt (unter Download abrufbar).

Die dritte Etappe hat darin bestanden, die Spitalliste zu erstellen, welche die Leistungsaufträge der Spitaleinrichtungen festlegt. Am Ende dieser Etappe hat der Staatsrat den Planungsbericht und die Verordnung über die Liste der Spitäler und Geburtshäuser am 31. März 2015 genehmigt. Die neue Spitalliste ist am 1. April 2015 in Kraft getreten.

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