14. November 2019 -08h37

Jugendliche in der Schweiz wählen ihre berufliche Laufbahn nach wie vor im Glauben aus, es gäbe Berufe für Männer und Berufe für Frauen. Dies vor allem deshalb, weil sich die Jugendlichen in der Schweiz schneller für einen Beruf entscheiden müssen als in anderen europäischen Ländern, und weil die Jugend eine Zeit ist, in der sich Geschlechterstereotypen tendenziell verstärken. Diese Situation ist in Hinblick auf die Talentknappheit weder für die Wirtschaft, noch für die Gleichstellung von Frauen und Männern gewinnbringend.

Zukunftstag 2019
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Am Nationalen Zukunftstag können Mädchen und Knaben unbekannte Arbeitsfelder erkunden und werden ermutigt, sich bei ihrer Berufswahl und Zukunftsgestaltung an ihren tatsächlichen Wünschen und Talenten zu orientieren und nicht an stereotypen Rollenvorstellungen der Gesellschaft. Er bietet Eltern die Möglichkeit, ihren Kindern das Erwerbsleben zu zeigen, und regt damit in der Familie Gespräche über eine offene Berufswahl an. Unternehmen, Institutionen und Schulen können Mädchen und Jungen an untypische Berufe und Arbeitsbereiche heranführen und in eine geschlechtersensible Nachwuchsförderung investieren. Eine Win-win-Situation!

Langsam aber stetig wächst die Zahl der jungen Frauen und Männer, die sich für «untypische» Berufe entscheiden. So ist der Frauenanteil an den Fachhochschulen in Technik und IT von 4% im Jahr 2000 auf 12% im Jahr 2018 angestiegen. Bei den jungen Männern, die sich für eine Ausbildung im Sozialwesen entschieden haben, ist der Anteil von 2% (2000) auf 15% (2017) gestiegen. 

Eine erfreuliche Entwicklung für die Arbeitswelt und ganz im Sinn des Nationalen Zukunftstags, der sich seit 19 Jahren für ein ausgewogenes Berufs- und Rollenverständnis engagiert


Projektpartner 2019 : Pädagogische Hochschule Freiburg, Hochschule für Technik und Architek¬tur, Lehrwerkstätte, Gewerbliche und Industrielle Berufsfachschule, Landwirtschaftliches Institut des Kantons Freiburg, Berufsfachschule Soziales-Gesundheit, Hochschule für Gesundheit, Fachhochschule Freiburg für Soziale Arbeit, Freiburgische Baumeisterverband, Hochschule für Soziale Arbeit Freiburg, Liip SA, Curaviva, des Weiteren die Freiburger Kinder-Krippen «Reformierte Krippe»,  «Les Petits Poucets» Freiburg, das «Zauberschlössli» Tafers, dann «Les Canetons» Estavayer-le-Lac. 

Der Zukunftstag ist ein Projekt der Gleichstellungsfachstellen und -kommissionen der Kantone AG, AR, BE, BL, BS, FR, GE, GL, GR, LU, NE, SG, SZ, TI, UR, VS, ZG und ZH sowie der Stadt Bern, der Stadt Zürich und des Fürstentums Liechtenstein. Er wird vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI finanziell unterstützt.