Ernährung und Bewegung von Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren

Regelmässige altersgerechte und dem Gesundheitszustand angepasste Bewegung sowie ausgewogene und bedarfsgerechte Ernährung sind Schlüsselfaktoren bei der Verbesserung und Erhaltung der Selbstständigkeit und Lebensqualität von Seniorinnen und Senioren.

Concours Fourchette Gourmande
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Seit 2018 umfasst das Aktionsfeld des kantonalen Programms «Ich ernähre mich gesund und bewege mich ausreichend» auch zuhause lebende Personen ab 65 Jahren. Die Massnahmen zugunsten dieses Zielpublikums bezwecken in erster Linie die Verbesserung und Erhaltung der Selbstständigkeit und Lebensqualität. Dieses Ziel knüpft an eines der Ziele der kantonalen Gesamtpolitik zugunsten älterer Menschen «Senior+» an: die Autonomie der Seniorinnen und Senioren.

Körperliche Betätigung, die dem Alter und dem Gesundheitszustand der Person entspricht, stellt einen wesentlichen gesundheitsschützenden Faktor dar. Dank ihren positiven Auswirkungen auf die Muskulatur, das Gleichgewicht, die Kraft, Ausdauer, Muskelmasse sowie auf die kognitive Leistungsfähigkeit und den Schlaf trägt körperliche Betätigung zur Erhaltung der Unabhängigkeit im Alltag bei.

Die Empfehlungen für Seniorinnen und Senioren sind mindestens 2,5 Stunden Bewegung mit mittlerer Intensität pro Woche (in Form von Alltagsaktivitäten oder Sport) oder 1,25 Stunden Sport oder Bewegung mit hoher Intensität. Auch Kombinationen von Bewegung mit verschiedenen Intensitäten sind möglich. Die Bevölkerung ab 65 Jahren stellt jedoch eine sehr heterogene Bevölkerungsgruppe dar, mit sehr grossen Unterschieden was die Gesundheit anbelangt. Deshalb müssen die Empfehlungen dem jeweiligen Gesundheitszustand der Person angepasst werden, immer ausgehend von der Tatsache, dass Bewegung äusserst gesundheitswirksam ist.

Die Förderung von ausgewogener Ernährung bei den Seniorinnen und Senioren ist ein gesundheitsschützender Faktor. Mit zunehmendem Alter nimmt die Muskelmasse ab und die Ernährungsbedürfnisse verändern sich. Die wichtigsten Empfehlungen für die Ernährung von Seniorinnen und Senioren sind, die Energiezufuhr dem Bedarf anzupassen, genügend zu trinken, abwechslungsreich und regelmässig zu essen und genügende Proteine aufzunehmen. Mangelernährung, die mit dem Alter vermehr auftritt, zu erkennen und zu behandeln, gehört ebenfalls zu den Empfehlungen.

Wie vorgehend erwähnt, stellt die Bevölkerung ab 65 Jahren eine sehr heterogene Bevölkerungsgruppe dar, mit sehr grossen Unterschieden was die Gesundheit anbelangt. Die vom kantonalen Programm unterstützten Massnahmen zielen deshalb auf Seniorinnen und Senioren – auch die geschwächten – in verschiedenen Lebensphasen ab.

Gemäss Rahmenbedingungen von Gesundheitsförderung Schweiz greifen die Massnahmen des kantonalen Programms auf vier Ebenen: direkte Interventionen bei den Seniorinnen und Senioren sowie in deren Umfeld (Fachpersonen und Angehörige), strukturelle Massnahmen für das Lebensumfeld, Vernetzung der Akteurinnen und Akteure, die mit Seniorinnen und Senioren arbeiten, und Information der Öffentlichkeit.

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