Schätzen Sie Ihren Alkoholkonsum richtig ein?

13. Dezember 2019 -09h53

Das Netzwerk der Freiburger Einrichtungen für Suchtkranke (NFES) startet eine Informationskampagne, die sich an Menschen mit einem regelmässigen Alkoholkonsum richtet. Dank eines Selbsttests auf der Website aperocheck.ch können Personen beurteilen, ob ihr Alkoholkonsum problematisch ist – hinsichtlich ihrer Gesundheit oder dem Risiko einer Abhängigkeit. Bei Bedarf verweist die Plattform anschliessend auf geeignete Behandlungs- und Beratungsdienste im Kanton Freiburg. Eine Beratungs-Hotline ist ebenfalls eingerichtet. Diese Kampagne wird von der Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD), der Loterie Romande (LORO) und dem Amt für Strassenverkehr und Schifffahrt (OCN) unterstützt.

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Ein Glas unter Freunden am Montag, ein Aperitif mit Kollegen am Donnerstag, ein «süffiges» Abendessen am Freitag und ein Fest am Samstag... Die Entwicklung weg von einem regulären hin zu einem problematischen Alkoholkonsum kann schnell erfolgen. Laut Sucht Schweiz haben mehr als 20% der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren einen risikoreichen Alkoholkonsum.

Mit seinem Slogan «Métro, boulot, apéro… Est-ce que je bois trop?» richtet sich das NFES – ein Zusammenschluss der Stiftung Le Tremplin, der Stiftung Le Torry und der Verein Le Radeau – an Menschen, die sich Gedanken zu ihrem Alkoholkonsum machen, sowie an deren Umfeld. Das Netzwerk ermutigt, die mit dem Konsum verbundenen Risiken mittels eines interaktiven Instruments auf der Website www.aperocheck.ch einzuschätzen. Diese Informationskampagne wird im Rahmen des Programms Alcochoix durchgeführt. Alcochoix wird von der Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD), der Loterie Romande (LORO) und dem Amt für Strassenverkehr und Schifffahrt (OCN) unterstützt.

Der Selbsttest wurde von der Stiftung Berner Gesundheit entwickelt. Es handelt sich um einen anonymen «Chat» mit einem virtuellen Gesprächspartner. In der Unterhaltung erkundigt sich dieser nach den Trinkgewohnheiten des Webseiten-Besuchers und gibt personalisierte Empfehlungen ab. Dieser «Chatbot» ermöglicht es, Personen zu sensibilisieren, bevor eine Sucht entsteht und sie auf die im Kanton Freiburg verfügbaren Behandlungs- und Beratungsangebote aufmerksam zu machen. Das erklärte Ziel ist die Reduzierung des Risikos einer Abhängigkeit.

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