Kantonales Programm "Ich ernähre mich gesund und bewege mich ausreichend": neu auch für Jugendliche bis 20 Jahre und Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren

17. Januar 2018 -10h30

Für die dritte Programmphase des kantonalen Programms "Ich ernähre mich gesund und bewege mich ausreichend" werden 43 Massnahmen zur Förderung von ausgewogener Ernährung und regelmässiger körperlicher Aktivität bei Jugendlichen bis 20 Jahre sowie Seniorinnen und Senioren entwickelt oder umgesetzt. 

Ich ernähre mich gesund und bewege mich ausreichend
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Das von Gesundheitsförderung Schweiz unterstützte kantonale Programm "Ich ernähre mich gesund und bewege mich ausreichend" will eine ausgewogenere Ernährung und eine regelmässigere Bewegung fördern. Es unterstützt oder stärkt bereits bestehende Projekte wie z. B. Fourchette verte, Pedibus oder Familienbegleitung und fördert neue Ideen. In der ersten Phase (2010?2013) waren Kinder von 0 bis 6 Jahren sowie die verschiedenen Multiplikatoren, mit denen sie tagtäglich zu tun haben, Zielpublikum des Programms, in der zweiten Phase (2014?2017) Kinder von 0 bis 12 Jahren und das betroffene Netzwerk.

Die dritte Phase (2018?2021) wird 22 Massnahmen in den Bereichen Ernährung und Bewegung zugunsten von Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis 20 Jahren sowie zu Hause lebende Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren (74 000 zusätzliche Personen) unterstützen oder entwickeln. Andere Massnahmen richten sich an die Angehörigen und die Fachpersonen, die tagtäglich mit den Zielgruppen zu tun haben, oder an die Gemeinden.

Das Programm "Ich ernähre mich gesund und bewege mich ausreichend" 2018?2021 wird insgesamt 43 Massnahmen umfassen; dazu gehören der Aufbau von generationsübergreifenden Pedibus-Linien, Kurse und Workshops zum Thema Ernährung für Kinder und Seniorinnen/Senioren, betreute Mahlzeiten für Seniorinnen/Senioren, Workshops für Jugendliche zur Förderung eines positiven Körperbilds u. Ä.

Sturzprävention für Seniorinnen und Senioren
Die neue Zielgruppe ? nämlich zu Hause lebende Seniorinnen und Senioren (über 46 600 Personen) und das dazugehörige Netzwerk ? wird für die Bedeutung von ausgewogener Ernährung und ausreichender Bewegung sowie für die Sturzprävention sensibilisiert.
Hervorzuheben ist das Projekt Qualidomum von Pro Senectute, das eine Reihe von Massnahmen zur Schaffung von sicherem Wohnraum anbietet. Dieses Projekt steht in Verbindung zum Konzept Senior+, welches insbesondere den Verbleib zu Hause von älteren Personen unterstützt.

Schulungen für Fachpersonen
Seit seiner Umsetzung ermöglichte das Programm "Ich ernähre mich gesund und bewege mich ausreichend" die Stärkung und den Ausbau von bestehenden Projekten sowie die Durchführung von Schulungen. So bietet der Verein Familienbegleitung heute Elterncafés zum Thema Ernährung an, die Zahl der Pedibus-Linien ist deutlich angestiegen (von 12 auf 73 seit 2010) und es wurden über 40 Schulungen auf die Beine gestellt, um den Bedürfnissen verschiedenster Fachpersonen zu entsprechen (Fachpersonen aus familienergänzenden Betreuungseinrichtungen, Elternberatung, Apothekerinnen/Apotheker, Kinderärztinnen/Kinderärzte, erstbehandelnde Ärztinnen/Ärzte, Lehrpersonen).

Ausserdem haben alle Mütter- und Väterberaterinnen des Kantons Freiburg, die 2010 und 2016 aktiv waren, eine Schulung im Rahmen des kantonalen Programms absolviert.
 

Das Gesamtbudget für das kantonale Programm "Ich ernähre mich gesund und bewege mich ausreichend" 2018?2021 (4 Jahre) beträgt 2 780 000 Franken; Gesundheitsförderung Schweiz unterstützt auch diese Phase.
> Kinder und Jugendliche: 458 000 Franken/Jahr, davon 204 000 Franken finanziert durch Gesundheitsförderung Schweiz.
> Seniorinnen/Senioren: 237 000 Franken/Jahr, davon 101 000 Franken finanziert durch Gesundheitsförderung Schweiz.

Das Programm beteiligt sich auch an der Umsetzung der kantonalen Strategie für Gesundheitsförderung und Prävention ? Perspektiven 2030 und ergänzt die Massnahmen der Kinder- und Jugendstrategie sowie des Konzeptes Senior+.

 

Ein paar Zahlen
Im Vergleich zu 2010 ist 2014 im Bereich Bewegung ein Anstieg bei den 11- bis 13-jährigen Jungen (Abnahme bei den 15-Jährigen) und den 11- bis 15-jährigen Mädchen im Kanton Freiburg erkennbar (Quelle: HBSC Schweiz).

13 % der 11- bis 15-jährigen Schülerinnen und Schüler des Kantons Freiburg sind von Übergewicht betroffen (leichtes oder starkes Übergewicht). Das sind 17 % der Jungen und 9 % der Mädchen von 11 bis 15 Jahren. Im Rahmen der HBSC-Studie wird der Gewichtsstatus basierend auf den eigenen Angaben der Jugendlichen zu ihrer Grösse und ihrem Gewicht berechnet; das kann dazu führen, dass der BMI (Body Mass Index) unterschätzt wird. Es handelt sich hier also um eine Schätzung, die mit Vorsicht interpretiert werden muss (Quelle: HBSC Schweiz).

60,4 % der Personen ab 65 Jahren im Kanton Freiburg bewegen sich ausreichend (CH: 67,3 %). Der Anteil inaktiver Personen nimmt mit steigendem Alter tendenziell zu und erreicht 17,7 % bei den Personen ab 65 Jahren (Quelle: Schweizerische Gesundheitsbefragung 2012).

Stürze: 23,9 % der Freiburger Bevölkerung ab 65 Jahren sind in den letzten 12 Monaten vor der Befragung mindestens einmal gestürzt (CH: 25,2 %, Quelle: Schweizerische Gesundheitsbefragung 2012).

 

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