Tot aufgefundener Goldschakal, nach Verkehrsunfall

20. Dezember 2019 -10h00

Anfang Dezember wurde ein Goldschakal Opfer eines Verkehrsunfalls. Diese mittelgrosse Art aus der Familie der Hundeartigen besiedelt die Schweiz langsam von Osten her. Die erste Beobachtung in der Schweiz und im Kanton Freiburg erfolgte im November 2011.

Tot aufgefundener Goldschakal, nach Verkehrsunfall
Tot aufgefundener Goldschakal, nach Verkehrsunfall © Tous droits réservés

Am 2. Dezember 2019 wurde ein toter Goldschakal am Rand der Kantonalstrasse zwischen Galmiz und Sugiez gefunden. Der Wildhüter brachte ihn ins Tierspital in Bern, wo die Autopisieergebnisse den Tod durch Verkehrsunfall bestätigten.  
Der Goldschakal (Canis aureus) gehört zur Familie der Hundeartigen, deren Verbreitung sich von Südostasien über den Mittleren Osten bis nach Europa erstreckt. Er sieht aus wie ein mittelgrosser Hund mit einem dicken Fell und ist völlig harmlos. Er ist ein Allesfresser und sein Nahrungsspektrum gleicht jenem des Fuchses. Der Goldschakal lebt in der Regel paarweise oder in kleinen Rudeln und hat ein hoch entwickeltes Sozialleben. Zu seinen natürlichen Feinden gehört der Wolf.  

Seit der ersten Beobachtung im Jahr 2011 wurden im Kanton Freiburg keine weiteren Beobachtungen gemacht. Anderswo in der Schweiz gab es aber seither mehrere Nachweise. Die Besiedlung durch den Goldschakal ist im Gange und es ist wahrscheinlich, dass auch im Kanton Freiburg weitere Individuen auftauchen werden. Mehrere Faktoren begünstigen diese natürliche Ausbreitung, wie z.B. die Klimaveränderung, die Abnahme natürlicher Feinde und die grosse Fortbewegungsfähigkeit des Tieres. Da der Schakal natürlich in die Schweiz eingewandert ist, gilt er gesetzlich als einheimische Tierart und steht unter Schutz, genau wie der Bär, der Wolf und der Luchs.  

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