Die Garage de l’Autoroute J.-F. Lacilla SA erhält den Preis Migration und Arbeit 2019 für ihre Aktion zur Ausbildung spät zugewanderter Migrantinnen und Migranten

24. Mai 2019 -16h15

Heute Freitag hat die Kommission für die Integration der Migrantinnen und Migranten und für Rassismusprävention (KMR) der Garage de l’Autoroute J.-F. Lacilla SA in Matran den Preis Migration und Arbeit verliehen. Mit dem Preis wird das Unternehmen für sein Engagement bei der Ausbildung spät zugewanderter jugendlicher Migrantinnen und Migranten ausgezeichnet. Diese stehen vor der doppelten Herausforderung, eine Berufsausbildung zu absolvieren und gleichzeitig ihre noch lückenhaften Kenntnisse der Lokalsprache zu erweitern.

Prix Migration et Emploi 2019, Garage Lacilla
Garage Lacilla, à Matran, Prix Migration et Emploi 2019 © Tous droits réservés

Nachdem die letzten Auszeichnungen an Preisträger aus den Bezirken Greyerz, Sense und See gingen, erhält nun ein Arbeitgeber aus dem Saanebezirk den Preis Migration und Arbeit: die Garage de l’Autoroute J.-F. Lacilla SA, die seit 1997 in Matran beheimatet ist. Jean-François und Corinne Lacilla wurde der Preis heute Freitagmorgen vom Präsidenten der KMR, dem Oberamtmann des Greyerzbezirks Patrice Borcard, überreicht. Der Zeremonie wohnten Staatsrat Maurice Ropraz, Sicherheits- und Justizdirektor, der Oberamtmann des Saanebezirks Carl-Alex Ridoré und die Gemeindebehörden bei.

«Die Ausgabe 2019 zeigt einmal mehr, dass der Preis Migration und Arbeit nicht nur grossen Unternehmen vorbehalten ist, die für eine bessere Integration ihrer ausländischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter grosse Programme umsetzen. Er kann genauso gut ein kleines Unternehmen auszeichnen, das sich in seinem Massstab konkret und nachhaltig für die wirtschaftliche Integration von Migrantinnen und Migranten einsetzt» betonte Maurice Ropraz an der Preisverleihung.

Abgestufte Ausbildung
Diesmal überzeugte die KMR der Ansatz des Unternehmens, das speziell angepasste Ausbildungsmöglichkeiten für jugendliche Migrantinnen und Migranten anbietet, die aus weit entfernten Ländern spät in die Schweiz eingewandert sind und sich zum Teil im Asylverfahren befinden. Diese jungen Menschen stehen vor einer doppelten Herausforderung: Sie müssen im Schweizer Bildungssystem, das ihnen vollkommen unbekannt ist, eine Berufsausbildung absolvieren und gleichzeitig ihre noch lückenhaften Kenntnisse der Lokalsprache – des Französischen – erweitern. Das Unternehmen beweist damit seine echte Motivation, Jugendlichen, deren Ausgangslage für eine rasche Integration in den Arbeitsmarkt besonders ungünstig ist, eine Chance zu geben.

Konkret wird dabei ein Stufensystem angewandt: zunächst die Vorlehre, dann das eidgenössische Berufsattest (EBA) und schliesslich die Ausbildung für das eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ). Diese schrittweise Ausbildung dauert länger als der direkte Einstieg in den EFZ-Lehrgang, mit den entsprechenden Konsequenzen für den Arbeitgeber, aber die Erfolgschancen stehen bedeutend besser, wie die davon profitierenden jugendlichen Migranten beweisen.

Was die KMR ebenfalls schätzte war, dass die Garage Lacilla SA neben dem Anbieten dieser angepassten Ausbildung einen Beitrag zur Bekämpfung der Diskriminierung bei der Anstellung leistet, da 40 % ihrer 24 Angestellten ausländischer Nationalität sind. 

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