Die Integrationsprogramme des Kantons Freiburg - KIP

Seit 2014 erfolgt die spezifische Integrationsförderung auf der Grundlage von kantonalen Integrationsprogrammen KIP, die für einen Zeitraum von vier Jahren mit dem Bund ausgehandelt werden. Nach einer positiven Erfahrung (2014-2017) setzt der Kanton Freiburg bis 2021 sein zweites KIP um.

Seit 2014 erfolgt die spezifische Integrationsförderung auf der Grundlage von kantonalen Integrationsprogrammen KIP, die für einen Zeitraum von vier Jahren mit dem Bund ausgehandelt werden. Die KIP verfügen über einen gemeinsamen Orientierungsrahmen, der aus drei Pfeilern besteht (Information und Beratung, Bildung und Arbeit, Verständigung und gesellschaftliche Integration). Nach einer positiven Zwischenbilanz beschloss der Bund, die Kantone mit der Ausarbeitung eines zweiten KIP für die Jahre 2018–2021 zu beauftragen.

Im Kanton Freiburg wird die Integrationspolitik von der Fachstelle für die Integration der MigrantInnen und für Rassismusprävention IMR und vom Kantonalen Sozialamt KSA gefördert und koordiniert. Der Staatsrat hat diese beiden Stellen damit beauftragt, das KIP 2 zu verfassen. Eine «Netzwerkgruppe» begleitet die Umsetzung des KIP und fördert den interinstitutionellen Austausch. Die KIP 1 und 2 (sowie die Synthese) stehen unten zum Download bereit. Zusatzinformationen zu den KIP schweizweit finden Sie unter: http://www.kip-pic.ch/de  

Mit der Umsetzung des KIP 1 beschritt der Kanton Freiburg im Bereich Integration neue Wege. Das vierjährige Pilotprojekt hat die Freiburger Integrationspolitik kohärenter, systematischer und sichtbarer gemacht. Die Umsetzung des KIP 1 wäre ohne aufsuchende Arbeit und ohne die zahlreichen Partnerschaften (Vereine, Migrantenorganisationen, Privatwirtschaft, staatliche Stellen, Gemeinden, Bund usw.) nicht möglich gewesen. Dabei konnten vielfältige Lehren gezogen und einige Herausforderungen erkannt werden, die ins KIP 2 einfliessen werden.

Qualitative Bilanz des KIP 1:

  • Dezentralisiertes Angebot, das alle Bezirke abdeckt;
  • Verbesserung der Niederschwelligkeit von Projekten für das entsprechende Zielpublikum;
  • Vernetzung der Integrationsakteurinnen und –akteure;
  • Beteiligung aller EinwohnerInnen an der Gestaltung des Zusammenlebens;
  • Individuelle Begleitung der Teilnehmenden von Integrationsangeboten unter Einbezug ihrer spezifischen Ressourcen und Bedürfnisse;
  • Zweisprachigkeit und wirtschaftlicher Nutzen der Integrationsmassnahmen;
  • Starke lokale Verankerung der kantonalen Integrationsförderung.

Quantitative Bilanz des KIP 1:

  • Finanzierung und Begleitung von über 100 Integrationsprojekten;
  • 38 Sprachkursprojekte für Migrantinnen und Migranten;
  • Sprachkursangebot für über 1000 Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich;
  • Über 800 Praktika in Unternehmen für vorläufig aufgenommene Personen und Flüchtlinge;
  • Zunahme der Anzahl Gemeinden, die am Projekt «Gemeinsam in der Gemeinde» teilnehmen und in denen nunmehr 50 % der Migrationsbevölkerung des Kantons Freiburg leben;
  • Ausbildung von 400 neuen Vernetzerinnen+ und Vernetzern+;
  • Durchführung von 27 Austausch- und Weiterbildungstagungen mit den beteiligten Partnern.

Bestandesaufnahme
Im Hinblick auf die Erarbeitung des ersten KIP hat die Fachhochschule Freiburg für Soziale Arbeit FHF-SA von 2011 bis 2012 im Auftrag der SJD und der GSD eine Bestandesaufnahme zur Integration im Kanton Freiburg durchgeführt.
Der Schlussbericht der Studie steht unten zum Download zur Verfügung (auf Französisch).

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