Pensionierung von Reinold Raemy, Präsident des Bezirksgerichts Sense

16. Juli 2019 -09h03

Der Präsident des Bezirksgerichts Sense, Reinold Raemy, tritt per 31. Dezember 2019 in den Ruhestand. Der Justizrat bedankt sich bei ihm für seinen bemerkenswerten Einsatz im Dienst der Freiburger Gerichtsbarkeit, welche während 30 Jahren von seinen ausserordentlichen persönlichen und beruflichen Qualitäten profitieren durfte.

Tribunal d'arrondissement de la Sarine / Bezirksgericht Sense
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Reinold Raemy wurde 1954 in Freiburg geboren. Nach der obligatorischen Schulzeit in Plaffeien und Erlangen der Maturität am Kollegium St. Michael Freiburg trat er an der Universität Freiburg das Jurastudium an, das er 1979 mit dem Lizentiat abschloss.

Anschliessend dissertierte er und arbeitete gleichzeitig als Assistent von Professor Bernhard Schnyder am Lehrstuhl für Privatrecht an der Alma Mater Freiburg. Mit dem Doktortitel in der Tasche arbeitete er ab 1982 eineinhalb Jahre als Gerichtsschreiber am Gericht des Sensebezirks und absolvierte danach sein Anwaltspraktikum in einer Freiburger Kanzlei, wo er nach Erlangen des Patents 1986 bis 1988 auch als Anwalt tätig war.

In dieser Zeit wurde er zum Präsidenten des Bezirksgerichts Sense gewählt, wo er ab 1989 amtete. Zudem arbeitete er als Präsident des Mietgerichts für den Sense- und Seebezirk sowie ab 1989 als Vizepräsident (bzw. Stellvertreter) am Bezirksgericht See und ab 2009 auch am Bezirksgericht Greyerz. Seit 2011 ist er u. a. Stellvertreter des Präsidenten des Zwangsmassnahmengerichts und des Arbeitsgerichts Sense.

Während seiner gesamten Karriere übte Reinold Raemy sowohl auf kantonaler, wie auch auf interkantonaler und nationaler Ebene zahlreiche berufsspezifische und ausserberufliche Nebentätigkeiten aus: So war er gut zwanzig Jahre Mitglied des Arbeitsausschusses der Konferenz für Kindes- und Erwachsenenschutz, Mitglied und anschliessend Präsident der kantonalen Aufsichtsbehörde über das Grundbuch, Vizepräsident der Aufsichtskommission im Bereich der fürsorgerischen Freiheitsentziehung sowie – unter anderem – Präsident der Rekurskommission der Universität Freiburg.

Von 2007 bis 2012 war Raemy ausserdem Mitglied des Justizrates, zu dessen Schaffung er als Mitglied des Freiburger Verfassungsrats von 2000–2004 beigetragen hatte. In dieser Zeit gehörte er der Sachbereichskommission «Gerichtsbehörden und Mediation» an.

Im Rahmen seines unablässigen gemeinnützigen Engagements wirkte er auch im Bereich der Institutionen für Behinderte, im Bereich des Heimatschutzes oder auch im Stiftungsrat des Regionalen Blutspendedienstes (Blutspende SRK Freiburg).

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