Nicolas Couchepin erhält ein Stipendium zur Förderung literarischen Schaffens

9. August 2013 -09h45

Der Schriftsteller Nicolas Couchepin erhält das vom Amt für Kultur vergebene Stipendium zur Förderung literarischen Schaffens - Ausgabe 2013/14. Dieses mit 15 000 Franken dotierte Stipendium wird es ihm ermöglichen, sich mehrere Monate lang ausschliesslich der Arbeit an seinem nächsten Roman zu widmen.

Nicolas Couchepin
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Nicolas Couchepin, Jahrgang 1960, stammt ursprünglich aus dem Wallis und wohnt heute in Cormérod. Er hat bereits vier Romane veröffentlicht (im Jahr 1996 Grefferic - Hermann-Ganz-Preis - und im 2000 Le Sel - "Prix des auditeurs de la RTS" - im Verlag Zoé, 2008 La Théorie du papillon im Verlag Infolio und 2013 Les Mensch im Verlag Seuil). Daneben hat er auch mehrere Theaterstücke verfasst und einen Essay Des mots cloués dans la gorge mit Aussagen von jugendlichen Straftätern geschrieben, der 2002 im Verlag L'Hèbe erschienen ist. Dieses Projekt ist in Zusammenarbeit mit der Fotografin Magali Koenig entstanden.
Die Jury begutachtete insgesamt 16 literarische Schaffensprojekte (davon 10 in französischer und 6 in deutscher Sprache). Sie entschied sich einstimmig für das Projekt von Nicolas Couchepin, wobei die schriftstellerische Qualität seiner früheren Romane und die Möglichkeiten, die das präsentierte Projekt bietet, den Ausschlag gaben. Es geht darin um ein Gebäude und um die Geschichten zwischen den Menschen und dem Haus.
Der nächste Roman von Nicolas Couchepin mit dem provisorischen Titel La Maison pleine de vent soll im Verlag Seuil in Paris erscheinen. Er handelt vom Leben der Mieter eines Sozialbaus, wobei das Gebäude selber im Roman die Hauptrolle spielt, da die Leitungen seines alten Heizsystems die Gespräche, Wortgefechte und Tragödien seiner Bewohnerinnen und Bewohner von einer Wohnung zur anderen leitet.
Freiburger Schriftstellerinnen und Schriftsteller oder solche, die es werden wollen, sollen sich eine Zeitlang ausschliesslich dem Schreiben widmen können. Um so einen Anreiz für das literarische Schaffen zu schaffen, gewährt die Direktion für Erziehung, Kultur und Sport (EKSD) über ihr Amt für Kultur alle zwei Jahre ein "Stipendium zur Förderung literarischen Schaffens" an ein literarisches Projekt - Roman, Märchen, Novelle, Lyrikband, Theaterstück, Opernlibretto, Filmdrehbuch - in französischer oder deutscher Sprache. Das Thema kann frei gewählt werden. 2011 hatte Mélanie Richoz dieses Sitpendium erhalten; ihr Roman Mue ist kürzlich im Verlag Slatkine erschienen.

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