Substitutionsgestützte Behandlungen (SGB)

Die Kosten der Substitutionsbehandlung gemäss der Verordnung des EDI über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (Krankenpflege-Leistungsverordnung, KLV; Anhang 1 Kapitel 8) werden von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen.

Unter substitutionsgestützter Behandlung versteht man den ärztlich verordneten Ersatz eines illegal konsumierten Opioides (in den meisten Fällen Heroin) durch ein legales Medikament mit flankierenden therapeutischen Massnahmen.

Bewilligung und Vorgehen für Ärztinnen und Ärzte

Für substitutionsgestützte Behandlungen braucht es eine kantonale Bewilligung. Sie wird der behandelnden Ärztin/dem behandelnden Arzt auf deren/dessen Gesuch hin für eine Dauer von zwei Jahren vom Kantonsarztamt erteilt. Die Bedingungen und der Rahmen dieser Behandlungen werden in den kantonalen Richtlinien vom 6. Juni 2016 angepasst am 21.08.2018 definiert.

Bewilligungsanträge müssen über die Plattform gestellt werden https://www.substitution-online.ch.

Vorgehensweise bei einem neuen Patienten:

  1. Kontaktieren Sie unser Amt, damit wir Ihnen 1 Passwort und den Benutzername zusenden können.
  2. Beim ersten Login ändern Sie Ihr Passwort.
  3. Formular Eintritt erfassen und auf „zustellen“ klicken.

Unterstützung für behandelnde Ärztinnen und Ärzte

  • Da die Betreuung oftmals komplex und vielschichtig ist, können die Ärztinnen und Ärzte:
  1. das Freiburger Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen (FZA) um Hilfe bitten: T +41 26 305 90 00, F +41 26 305 90 19, cca@rfsm.ch
  2. eine Indikation und/oder Koordination und/oder Unterstützung in Sozialfragen verlangen: 026 305 30 70 (Bürozeiten).
  • Es findet jedes Jahr eine Weiterbildung für Ärztinnen/Ärzte und Apotheker/innen statt.
  • Unterlagen: Das Bundesamt für Gesundheit hat in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Suchtmedizin (SSAM) und der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzten der Schweiz (VKS) eine Broschüre mit den wichtigsten medizinischen Empfehlungen für Substitutionsbehandlungen mit Methadon oder Buprenorphin herausgegeben.
  • Gesetze und Weisungen SGB.

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