Dokumentation über das Freiburger Kulturerbe

Das Kulturgütergesetz verpflichtet den Staat, die Kenntnis und Wertschätzung der Kulturgüter zu fördern, insbesondere durch die «Erstellung und Nachführung einer Dokumentation zum kulturellen Erbe des Kantons Freiburg». Neben den Datenbanken der beweglichen und unbeweglichen Kulturgüter, hat das Amt für Kulturgüter eine kleine Dokumentationsabteilung gebildet, die Verzeichnisse, eine Fotothek, eine Arbeitsbibliothek, Untersuchungs- und Restaurierungsdossiers, Pläne und allgemeine Informationen über das Kulturerbe umfasst. Augenblicklich erstellt es eine Datenbank über Architekten, Künstler und Handwerker, denen die freiburgischen Kulturgüter zu verdanken sind, sowie eine Datenbank der alten Pläne, die im Amt niedergelegt oder erfasst wurden. Der Zugang zu dieser Dokumentation ist auf Forscher, Eigentümer, Architekten, Restauratoren, Handwerker und Personen beschränkt, die sich für die Bewahrung und Förderung der Kulturgüter einsetzen.

Menschenmenge im Stadion St. Leonhard, bei einem Fussballspiel 1949
Menschenmenge im Stadion St. Leonhard, bei einem Fussballspiel 1949 © Alle Rechte vorbehalten - SBC, Fonds recensement, Jacques Thévoz
Die Verzeichnisse

Der Fonds für Verzeichnisse umfasst:

  • die gesamte Dokumentation, die für die Abfassung der «Kunstdenkmäler des Kantons Freiburg» zusammengestellt wurde, insbesondere die Abschriften von Archivdokumenten
  • die Ordner der Verzeichnisse der unbeweglichen und beweglichen Kulturgüter
  • die gesamte Dokumentation des Verzeichnisses des ländlichen Kulturerbes: Aufnahmen, Fotos, Kartotheken
  • die Ordner des Verzeichnisses der Herrenhäuser und Landsitze
  • die Ordner der verschiedenen thematischen Verzeichnisse
  • die Ordner des Verzeichnisses zeitgenössischer Architektur
  • die Ordner der Liste der Gärten und historischen Anlagen des Kantons

Die Benutzung der Verzeichnisse einzelner beweglicher und unbeweglicher Kulturgüter, die sensible Daten enthalten, sind aus Sicherheits- und Datenschutzgründen eingeschränkt. Die übrigen Verzeichnisse können vor Ort eingesehen werden. Die erfassten Gebäude und das Inventar der unbeweglichen Kulturgüter ist über das Geoportal des Kantons Freiburg unter dem Thema „Denkmalpflege“ unter der Adresse https://map.geo.fr.ch öffentlich zugänglich.

Die Fotothek

Die Fotothek umfasst:

  • eine Sammlung von fast 20'000 alten und neuen Fotografien, geordnet nach Gemeinden und Gebäuden, aus allen Epochen. Sie stellt eine wertvolle Arbeitsunterlage zur Beurteilung der Geschichte der Siedlungen und Kulturgüter dar.
  • eine Reihe von fast 10'000 Dias
  • sämtliche Negative, die im Zusammenhang mit der Inventarisierung angefertigt wurden, von den ersten für die «Kunstdenkmäler des Kantons Freiburg» geschaffenen Photogtaphien über jene des Verzeichnisses der Bauernhäuser bis zu jenen der Verzeichnisse der beweglichen und unbeweglichen Kulturgüter. Dieser Fonds umfasst nahezu eine Million Aufnahmen, davon die Hälfte in digitalem Format. Die ältesten Bilder, 17‘069 Negative, wurden gescannt und sind unter folgenden Adresse einsehbar: www.fr.bcuf etc.

Die Benutzung dieses Fonds ist aus Konservierungsgründen eingeschränkt.

Die Bibliothek

Die Bibliothek umfasst:

  • eine Abteilung mit Publikationen über die Freiburger Kulturgüter im Allgemeinen, die so vollständig wie möglich sein will.
  • eine allgemeine Abteilung mit Handbüchern, die für die Erfassungsarbeiten nützlich sind
  • die wichtigsten Reihenwerke zur Schweizer Kunstgeschichte

Die Bibliothek ist dem Verbund der Freiburger Bibliotheken angeschlossen. Der gesamte Bestand von etwas über 15 000 Einheiten ist katalogisiert und erscheint Online-Katalog des Verbunds RERO greifbar (Links auf der rechten).

Es ist eine reine Präsenzbibliothek, d.h. die Bücher sind vor Ort zu den Öffnungszeiten des Amtes für Kulturgüter einsehbar. Bitte melden Sie vorher bei sbc@fr.ch oder der Telefonnummer 026 305 12 87 an.

Die Untersuchungsdossiers

Die Untersuchungsdossiers umfassen:

  • die historischen Forschungen, die anlässlich von Gebäuderestaurierungen oder Umbauten unternommen werden
  • die Berichte der Restauratoren
  • die dendrochronologischen und wissenschaftlichen Untersuchungsberichte
  • die Abschlussberichte von Restaurierungen

In erster Linie für Forscher, Eigentümer und Fachleute bestimmt, kann dieser seit 1970 zusammengetragene Fonds vor Ort eingesehen werden. Um den Zugang zu diesen technischen Daten zu gewährleisten, ist der Fonds nicht in das Archiv des Kulturgüteramts integriert, dessen Benutzung den durch das Gesetz vom 10. September 2015 über die Archivierung und das Staatsarchiv vorgesehenen Einschränkungen untersteht.

Die Friburgensia

Dieser Fonds umfasst:

  • Notizen, Abschriften und Archivkopien, die nach Gemeinden und Gebäuden geordnet sind
  • alte und neue Presseausschnitte, die einen Bezug zum Kulturerbe haben
  • allgemeine Unterlagen über die Freiburger Kulturgüter

Abgesehen von der systematischen Auswertung der Freiburger Printmedien, wird dieser Fonds durch die tägliche Arbeit der Mitarbeitenden gespiesen. Da er auch sensible Daten enthält, ist er öffentlich nicht zugänglich; seine Benutzung ist ausschliesslich in Gegenwart eines Abteilungsverantwortlichen erlaubt.

Die Pläne

Die Planbestände beschränken sich auf die Aufnahmen, die im Hinblick auf eine Veröffentlichung, insbesondere im Rahmen der «Kunstdenkmäler der Schweiz» und der Blätter über Gebäude der Stadt Freiburg angefertigt werden. Der Fonds beinhaltet auch eine kleine Reihe Aufnahmen, die mit Restaurationsarbeiten verbunden sind. Das Amt hat nicht zur Aufgabe, Planbestände zu archivieren, erfasst aber bei Bestandsaufnahmen entdeckte alte Pläne.

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