Europäische Tage des Denkmals

Die Europäischen Tage des Denkmals, die 1991 vom Europarat mit Unterstützung der Europäischen Union lanciert wurden, bieten allen Interessierten die Möglichkeit, an einem Septemberwochenende unter Führung von Fachleuten Kulturgüter und Gebäude kennen zu lernen, die ansonsten nicht öffentlich zugänglich sind.
Die Tage werden in der Schweiz seit 1995 durchgeführt und von der Nationalen Informationsstelle für Kulturgüter-Erhaltung NIKE koordiniert. Seit 2001 haben die Kulturgüterämter der Westschweizer Kantone ihre Kräfte vereint, um diese Veranstaltung, die jedes Jahr einem anderen Thema gewidmet ist, gemeinsam durchzuführen und zu fördern.

Cibachrome, une prouesse technique
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ETD 2019 - Programm

Europäische Tage des Denkmals 2019 – Programm

Die 26. Europäischen Tage des Denkmals finden in der Schweiz vom 14.-15. September 2019 statt und sind dem Thema „Farben – Couleurs – Colori – Colurs“ gewidmet.

Sie finden das vollständige Schweizer Programm unter folgender Adresse: www.nike-kulturerbe.ch/de/hereinspaziertch-denkmaltage/ und sämtliche Programmpunkte des Kantons Freiburg hier unten oder auf facebook https://www.facebook.com/SBCFribourg/ oder https://www.fr.ch/de/kga/kultur-und-tourismus/kulturerbe/europaeische-tage-des-denkmals-2019-programm

ETD 2019 - Thematischer Schwerpunkt

„Farben – Couleurs – Colori – Colurs“

Die Europäischen Tage des Denkmals haben das Ziel, unsere Wahrnehmung für den Erhalt und Reichtum unseres kulturellen Erbes zu schärfen. In dieser Funktion laden sie vom 14. bis 15. September 2019 unter dem Motto „Farben – Couleurs – Colori – Colurs“ dazu ein, das baukulturelle Erbe der Schweiz in all seinen Farbschattierungen neu zu entdecken und dabei auch die gestalterischen Nuancen des öffentlichen Raumes kennen zu lernen.

Farben sind allgegenwärtig und üben einen grossen Einfluss auf unsere Wahrnehmung aus. Sie gefallen oder stören, beruhigen oder stimulieren, veredeln oder irritieren. Gerade in der Architektur heben oder senken Farben die Wertigkeit eines Gebäudes.

Bis ins 19. Jahrhundert hinein bestimmten natürliche Pigmente die Farbpalette. Mit der Entwicklung chemischer Farbzusammensetzungen änderte sich jedoch die Situation nachhaltig. Das Angebot an unterschiedlichen sowie sehr kräftigen Farben wuchs.

Dabei blieb eine Bindung zwischen den Farben und ihrer lokalen Verortung stets bestehen. Zeitliche und soziale Aspekte spielen hierfür eine ebenso wichtige Rolle, wie kulturelle und religiöse Zugehörigkeiten, aber auch Traditionen und Gewohnheit. Häufig begegnet man sogar einem lokalen Farbkanon, der einer Region starken Wiedererkennungswert verleiht.

Dabei ist auffällig, dass Fassaden in der Regel wesentlich zurückhaltender gestaltet sind als Innenräume und dies, obwohl dem Äusseren unsere erste Aufmerksamkeit zukommt. Im Inneren erwarten uns oft wahre Schatzkästchen und nicht selten koloristischer Wagemut: Vertäfelung, Tapeten, Schablonen- und Wandmalerei, Stuck, Marmor und Granit, um nur die bekanntesten unter den zahllosen, erstrangigen Materialien zu nennen.

Die Europäischen Tages des Denkmals 2019 werden dieser Fülle Rechnung tragen und ein entsprechend reichhaltiges Angebot an fachlich geführten Rundgängen, Ateliers, Workshops, Baustellenbegehungen, Ausgrabungsbesichtigungen und Museumsverantaltungen zur Verfügung stellen. Dadurch erscheint das diesjährige Programm so schillernd wie das Kulturerbe selbst, reich an Ereignissen, voller Entdeckungen und intensiv in seinen Begegnungen. Wie nun aber eine jede Farbe ihren eigenen Reflex zurückwirft, so dürfen wir in diesem Jahr auch ein besonders buntes Publikums-Echo erwarten, das in beredten Kommentaren, geteilten Erinnerungen und innovativen Anregungen sicherlich lange nachklingen wird.

JEP - 2019 Programme en pdf

ETD - Rückschau

Die Veranstaltung fand 1984 zum ersten Mal in Frankreich unter dem Titel «Journées Portes ouvertes, Monuments historiques» statt und wurde 1986 von den Beneluxländern übernommen. Seit 1991 wird der Denkmaltag vom Europarat unterstützt. Seit etwa zehn Jahren besuchen fast 20 Millionen Personen jeweils im September rund 32'000 Bauwerke in 47 Ländern. Im Kanton Freiburg nehmen jährlich etwa 2000 Interessierte an diesem Anlass teil.

Jahr Schweizer Thema
2018 Ohne Grenzen
2017 Macht und Pracht 
2016 Oasen
2015 Austausch – Einfluss
2014 Zu Tisch
2013 Feuer Licht Energie
2012 Stein und Beton
2011 Im Untergrund
2010 Am Lebensweg
2009 Am Wasser
2008 Ein Tag zum Geniessen
2007 Das Holz
2006 Gartenräume – Gartenträume
2005 Vorher : nachher – pflegen, umnutzen, weiterbauen im historischen kontext
2004 Nächster Halt: Denkmaltag – Verkehrswege, Verkehrsbauten und Verkehrsmittel
2003 Schätze aus Glas
2002 Mit Hammer, Laser und Skalpell – Handwerk und Hightech am Denkmal
2001 Wohnen im Baudenkmal
2000 Ein Denkmal steht nie allein. Häuser, Strassen und Plätze im Dialog
1999 Volle Kraft voraus! Verkehr und Energie vom Mittelalter bis heute
1998 Bürger, Bürgerinnen und ihr Staat: Bauten des Bundes, der Kantone und ihrer Repräsentanten
1997 Wie Geistliche leben: Bischofsresidenzen, Klosteranlagen, Pfarrhäuser, Synagogen und Kollegien
1996 Häuser und Gärten in der Stadt und auf dem Lande
1995 Schlösser, Burgen und historische Landsitze

 

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