Gutachten: 30 Empfehlungen, um die von der Deponie La Pila verursachten Verschmutzungen besser zu verstehen

10. Dezember 2012 -09h30

Im Rahmen der ersten Etappe der Begutachtung, mit der ein im Bereich der Erdwissenschaften spezialisiertes öffentliches französisches Institut beauftragt worden war, wurden 30 Empfehlungen für ein besseres Verständnis der von der Deponie La Pila verursachten Verschmutzungen formuliert. Parallel dazu wurden die vorbereitenden Massnahmen für die Sanierung der ehemaligen Deponie fortgesetzt und deren teilweise Sicherung in Angriff genommen. Aus dem Gutachten geht hervor, dass damit die richtigen Massnahmen getroffen wurden.

1. Gutachten

Die Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion beauftragte das Bureau de recherches géologiques et minières BRGM - ein im Bereich der Erdwissenschaften spezialisiertes öffentliches französisches Institut, das bei Fragen zu den Oberflächengewässern mit dem Institut national de recherche en sciences et technologies pour l'environnement et l'agriculture IRSTEA zusammenarbeitet -, mit der Erstellung eines Gutachtens. Ziel des Auftrags ist, die Verschmutzungen, die die ehemalige Deponie verursacht, und die Auswirkungen auf die Saane zu verstehen, um letztlich die kurz-, mittel- und langfristigen Folgen der Deponiesanierung für die Saane und namentlich für die Fische beurteilen zu können.
Das Ergebnis der ersten Begutachtungsetappe wurde den Behörden überreicht und der Begleitkommission für die Sanierung der Deponie La Pila vorgestellt.

Auswirkungen der Sanierung der Deponie La Pila auf die Saane
Laut Gutachten waren die getätigten Untersuchungen sowie die hydrogeologischen und geostatischen Modellierungen für den Standort der ehemaligen Deponie adäquat, doch müssen sie angesichts der gestellten Frage verfeinert werden.
Die verfügbaren Daten zur Saane (Wasser, Sedimente, Gamariden, Fische) erlauben keine präzise Bestimmung der PCB-Verteilung im Fluss und deren Übergang in die Nahrungskette. Weil es ein komplexes Phänomen ist, stösst man auch an anderen belasteten Standorten auf dieses Problem.
Das Gutachten hält fest, dass der PCB-Gehalt in den Sedimenten der Saane nur mit einer Sanierung der Deponie signifikant gesenkt werden kann. Allerdings kann unmöglich vorausgesagt werden, ob die Sanierung der Deponie eine rasche Senkung des PCB-Gehalts in den Sedimenten zur Folge haben wird.
Das Gutachten hält ausserdem fest, dass die gegenwärtig laufenden vorbereitenden Massnahmen angemessen sind.

Empfehlungen
Im Gutachten werden 30 Empfehlungen für ein besseres Verständnis der Verschmutzungen abgegeben. Dadurch sollte es möglich sein, die Ziele und Sanierungsvarianten einer fundierteren Beurteilung zu unterziehen. Diese Vertiefungen betreffen hauptsächlich die Bewertung der austretenden PCB-Ströme, die Prüfung der Wirksamkeit bestimmter Sanierungsmethoden sowie ein genaueres Charakterisieren des  Einzugsgebiets der Saane, der Sedimente und der Fische.

Die nächsten Schritte
Der Staat wird im ersten Halbjahr 2013 einen Aktionsplan für die weiteren Etappen sowie die noch erforderlichen Zusatzuntersuchungen festlegen. Dieser Aktionsplan wird dem Auftrag, den der Grosse Rat am 8. Februar 2012 erheblich erklärt hat, Rechnung tragen.

2. Vorbereitende Massnahmen

Die Vorbereitung der Sanierung der Deponie La Pila geht weiter. Die Arbeiten für die Errichtung der Spundwand zwischen der Deponie und der Saane haben am 10. Dezember 2012 begonnen. Die Anlage zur Behandlung des in der Deponie gefassten Wassers ist in Betrieb und das eingeleitete Wasser hält die Vorgaben ein. Die Kosten für die vorbereitenden Massnahmen werden mit 6 Millionen Franken veranschlagt.

Das Gutachten (nur auf Französisch) kann unter folgender Adresse heruntergeladen werden: http://www.fr.ch/pila/de/pub/dokumentation/berichte.htm

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