Zweitgutachten bestätigt die Notwendigkeit der Revision des Finanzierungsplans der PKSPF

6. Juni 2019 -10h35

Die Notwendigkeit, den Finanzierungsplan der PKSPF zu überprüfen, wird durch ein zweites Gutachten bestätigt

Reform des Vorsorgeplans
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1. Mandatsgrundlage
In Anbetracht der bedeutenden Finanzierungsproblematik im Zusammenhang mit der Revision des Vorsorgeplanes der PKSPF, deren Auswirkungen auf die versicherten Personen und den zu den vorgestellten Varianten geäusserten Zweifeln hat die FEDE ¹ eine Überprüfung der zugrundeliegenden Berechnungen verlangt. Ihr angeschlossen hat sich auch der VPOD ².
Anlässlich der Sitzung vom 20. Dezember 2018 hat der Vorstand eingewilligt, die vom Experten der PKSPF vorgelegten Resultate durch einen zweiten, mit der Ausarbeitung von Hochrechnungen bei teilkapitalisierten Einrichtungen des öffentlichen Rechts vertrauten Spezialisten überprüfen zu lassen.

2. Ziel des Mandates
Die Analyse wurde von Aon Schweiz AG durchgeführt. Ziel war es, mit derselben Datengrundlage die Tendenzen in der Entwicklung des Deckungsgrades zeitnah mit den Feststellungen des Experten der PKSPF vergleichen zu können.

3. Die Bilanz von Aon
In ihrer Analyse vom 26. Februar 2019 stellt Aon fest, dass die PKSPF mit einer Nettorendite von 2,8% und einem technischen Zinssatz von 2,25% nicht über genügend Marge für die notwendige Rekapitalisierung verfügt. Die Erträge müssten durchschnittlich bei 4,13% liegen, um am 31. Dezember 2051 den gesetzlich geforderten Deckungsgrad von 80% erreichen zu können. Der aktuelle Gesamtbeitrag von 25,9% ist für die Gewährleistung der Finanzierung des aktuellen Vorsorgeplans und der Rekapitalisierung auf 80% ebenfalls ungenügend.
Die Schätzungen bestätigen, dass die Kasse mit einem Deckungsgrad, der im Jahr 2051 unter 40% liegen würde, offensichtlich nicht in der Lage ist, die Zielgrösse von 80% zu erreichen. Die Analyse zeigt zudem eine regelmässig zunehmende Verschlechterung des Deckungsgrades im Vergleich zur aktuellen Situation. Folgerichtig sind Massnahmen für einen Finanzierungsplan zu ergreifen, der es der PKSPF erlaubt, im Jahr 2051 einen Deckungsgrad von 80% zu erreichen.

4. Schlussfolgerungen zu den Hochrechnungen von Aon
Aon «bestätigt auf der Basis der getroffenen Annahmen, dass der Vorstand der PKSPF und der Staat Freiburg angehalten sind Massnahmen zu ergreifen, damit der Aufsichtsbehörde ein Finanzierungsplan vorgelegt werden kann, der der PKSPF die Weiterführung des Systems der Teilkapitalisierung erlaubt».

21. März 2019

¹ Fede: Föderation der Personalverbände der Staatsangestellten des Kantons Freiburg
² VPOD: Verband des Personals öffentlicher Dienste

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