Nachhaltigkeit: besser und weniger konsumieren

Und was macht der Staat Freiburg ganz konkret für mehr Nachhaltigkeit?

«Wer zahlt, befiehlt», sagt der Volksmund. Mit ihrem grossen Einkaufsvolumen verfügen die Gemeinwesen entsprechend über einen gewichtigen Einfluss auf die Qualität der Produkte und Dienstleistungen, die sie einkaufen. 2016 hat der Staatsrat eine Richtlinie erlassen, mit welcher der Kauf von umweltschonenden und sparsamen Fahrzeugen für den Staat gefördert wird. 2017 ist das Landwirtschaftsgesetz geändert worden, um im Angebot der öffentlichen Gemeinschaftsgastronomie nachhaltige Produkte aus der Region zu bevorzugen. Auch im Bereich des Büromaterials wurden Massnahmen für mehr Nachhaltigkeit getroffen. So kommt in der Kantonsverwaltung ausschliesslich Recyclingpapier mit Label (chlorfrei, keine optischen Aufheller und frei von krebserregenden Stoffen) zum Einsatz. Die Bundesordner stammen aus einheimischer Produktion und bestehen aus weitestgehend rezyklierbaren Werkstoffen. Weil immer mehr ökologische und/oder sozialverträgliche Produkte angeboten werden, sollte der Trend zu immer nachhaltigerem Büromaterial weitergehen.

Dies ist gemeint mit «besser konsumieren». Im Bereich «weniger konsumieren» kann das neue Programm für die Einführung von Multifunktionsdruckern erwähnt werden. Damit soll die Zahl der Geräte etwa halbiert werden. Zudem müssen sich die Staatsangestellten, nachdem sie den Druck in Auftrag gegeben haben, beim Drucker mit einem Badge identifizieren, bevor das Dokument tatsächlich ausgedruckt wird. Dies geht mit zahlreichen Vorteilen einher: weniger Geräte, geringerer Stromverbrauch, sparsamerer Papierverbrauch und gesündere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Im Bereich des Stromverbrauchs für EDV-Geräte wurde ein Plan zur Energieeinsparung verfeinert und dessen Geltungsbereich ausgeweitet. Er deckt die Dienststellen der Kantonsverwaltung, das HFR sowie die Mittelschulen ab. Im Rahmen dieses Plans wird der Energieverbrauch zudem gesenkt, indem die Geräte, die zum Arbeitsplatz gehören, gemäss vordefinierten Zeiten oder wenn die Geräte über eine gewisse Zeit nicht benutzt werden, automatisch in den Stand-by-Modus versetzt werden. Und im Serverraum wurden im Frühjahr 2017 die bisherigen Geräte durch Geräte der neuen Generation ersetzt. Diese verbrauchen deutlich weniger Energie.

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