Der Staatsrat entscheidet sich für eine Parzelle in Givisiez für die Errichtung des interinstitutionellen kantonalen Lagers für Kulturgüter (SIC)

17. September 2019 -15h04

Das künftige Gebäude für das interinstitutionelle kantonale Lager für Kulturgüter (SIC) soll in Givisiez gebaut werden, auf einer Parzelle von rund 6000 m2 in der Arbeitszone. Die unbebaute Parzelle ist bereits im Eigentum des Staats Freiburg und ermöglicht die Verwirklichung eines in allen Belangen bedarfsgerechten Gebäudes. Der Architekturwettbewerb für Projektierung / Ausführung, bei dem die für den Standort Domdidier definierten Kriterien zur Anwendung gelangen werden, beginnt am 20. September. Der Staatsrat wird im Frühjahr 2020 über das definitive Projekt entscheiden. Das neue SIC wird, sofern keine Einsprachen gegen die Baubewilligung eingereicht werden, 2023 den Benutzern übergeben werden können.

Interinstitutionel kantonal Lager für Kulturgüter
Interinstitutionel kantonal Lager für Kulturgüter © Tous droits réservés

Nach dem Entscheid des Staatsrats von September 2018, auf die Verwirklichung des SIC in Domdidier zu verzichten, um die Expansionspläne eines wichtigen Arbeitgebers im Kanton nicht zu gefährden, wurden mehrere alternative Standorte analysiert. Der Staatsrat entschied sich dann gestützt auf diese Analyse für eine Parzelle in Givisiez.

Die betroffene Parzelle von insgesamt 6016 m2 befindet sich in der Arbeitszone, neben dem Gebäude des Amts für Informatik und Telekommunikation (ITA). Die Wohn- und Arbeitszonen in der Nachbarschaft sprechen für lärmarme Tätigkeiten. Die Gasleitung in der Nähe war Gegenstand einer Risikoanalyse; diese ergab, dass das Risiko für das Projekt gering ist.

Die Tatsache, dass die betroffene Parzelle in Givisiez bereits im Eigentum des Staats ist, ist ein grosser Vorteil. Die Parzelle erlaubt die Verwirklichung eines Gebäudes, das den Lagerbedürfnissen und -vorgaben der kulturellen Ämter und Institutionen entspricht, den aktuellen Raumbedarf zu decken vermag und Reserven für die Zukunft bietet.

Das Projekt für Givisiez übernimmt die Kriterien, die für das Projekt in Domdidier definiert worden waren. Es wird nicht nur den Bedarf der Kantons- und Universitätsbibliothek (KUB) für die nächsten 30 Jahre, sondern auch den Bedarf für 25 Jahre von acht anderen Institutionen decken: Staatsarchiv (StAF), Naturhistorisches Museum (MHNF), Amt für Archäologie (AAFR), Amt für Kulturgüter (KGA), Museum für Kunst und Geschichte (MAHF), Musée Romain de Vallon, Vitromusée/Vitrocentre Romont sowie Schloss Greyerz. Andere Dienststellen, die sich mit Kulturgüter befassen, und nichtstaatliche Freiburger Museen sind ebenfalls daran interessiert, sich hier einzumieten. Dank einer gemeinsamen, professionellen, effizienten und wirtschaftlichen Verwaltung kann das Projekt in Givisez die dringenden wie auch die künftigen Bedürfnisse decken. Es geht einher mit einem deutlichen Qualitätsgewinn in den Bereichen Lagerung, Verwaltung, Logistik und Transport und ermöglicht eine Rationalisierung der vom Staat getätigten Bauinvestitionen. Die Lage der Parzelle in Givisiez ermöglicht einen schnellen Zugang zu den Institutionen und zum nationalen Verkehrsnetz. Auf diesem Grundstück, das sich neben dem Gebäude des ITA befindet, ist (in den kommenden 25 Jahren) auch ein Ausbau des SIC möglich.

Für das Projekt in Givisiez braucht es einen neuen Architekturwettbewerb für Projektierung / Ausführung. Dieser wird am 20. September 2019 lanciert. Voraussichtlich im September oder Oktober 2020 wird dem Grossen Rat ein Kreditbegehren unterbreitet werden. Das neue SIC sollte, sofern der vorgesehene Zeitplan eingehalten wird und keine Einsprachen gegen die Baubewilligung eingereicht werden, im Jahr 2023 bereitstehen. Auf diese Weise werden die Räumlichkeiten von Tetra Pak in Romont, in denen demnächst die Sammlungen der KUB zwischengelagert werden sollen, vor Ablauf der 5-jährigen Frist freigegeben werden können.

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