Ein Freiburger Architekturbüro gewinnt den ersten Architekturwettbewerb, in welchem der Einsatz von Holz ein Beurteilungskriterium war

16. Dezember 2011 -08h45

Im Architekturwettbewerb für das künftige Verwaltungsgebäude der Kantonspolizei verlangte der Kanton Freiburg zum ersten Mal für ein öffentliches Gebäude die Verwendung von Holz. Den ersten Preis erhielt das Projekt "Gangue" des Büros Deillon Delley Architectes SA. Damit fördert der Kanton die Verwendung von Holz bei öffentlichen Gebäuden und setzt so eines seiner Ziele für eine nachhaltige Entwicklung um.

Das Reglement zum Architekturwettbewerb schrieb vor, dass das künftige Gebäude der Kantonspolizei in Granges-Paccot ein Tragwerk aus Holz besitzen müsse. Die Materialwahl für die Fassaden hingegen war den Wettbewerbsteilnehmerinnen und  teilnehmern freigestellt. Von den 24 Projekten, die von Büros aus der ganzen Schweiz und sogar aus dem Ausland eingereicht wurden, zeichnete die Jury das Projekt des Büros Deillon Delley Architectes SA mit dem ersten Preis aus. Die Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion (RUBD) zieht eine positive Bilanz nach dieser Premiere: Das Kriterium der Holzverwendung hinderte die Architekturbüros nicht daran, zahlreich am Wettbewerb teilzunehmen.
Mit der Verwendung von Holz, einem erneuerbaren Rohstoff, der eine positive Bilanz bei der grauen Energie aufweist und ein natürlicher CO2-Speicher ist, setzt der Kanton eine der 21 Massnahmen der kantonalen Strategie Nachhaltige Entwicklung um. Der Kanton verbessert so seine Ökobilanz und fördert gleichzeitig das Fachwissen im Bereich der Holznutzung.
Das neue Verwaltungsgebäude der Kantonspolizei wird auf einem Grundstück des Staats gebaut, das sich am Chemin de la Madeleine in Granges-Paccot befindet. Es wird vier, bislang auf verschiedene Standorte verteilte Einheiten der Kantonspolizei aufnehmen: Kommandodienste, Stabsdienste, Personalbereich und Ausbildungszentrum sowie Kommando der Gendarmerie.
 

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