Die Planung des Sektors Chamblioux–Bertigny interessiert über die Kantons- und Landesgrenzen hinaus: Aus dem internationalen Bewerberfeld wurden sieben Schweizer und europäische Arbeitsgemeinschaften für die Teilnahme am Studienauftrag ausgewählt

6. September 2019 -08h21

Am Wettbewerb «Masterplan Chamblioux–Bertigny, Studienauftrag» nehmen sieben Arbeitsgemeinschaften von Weltrang teil. Die Ausschreibung stiess weit über die Kantonsgrenzen hinaus auf Interesse: 16 Teams aus Belgien, Frankreich, Spanien, Italien und der Schweiz reichten ein Bewerbungsdossier ein. Von diesen wählte das Beurteilungsgremium sieben für die Teilnahme am Wettbewerb aus, dessen Resultate im kommenden Februar vorliegen sollen.

Projekt Chamblioux-Bertigny
Projekt Chamblioux-Bertigny © Tous droits réservés

Konkret werden folgende Arbeitsgemeinschaften aus Europa und der Schweiz am Wettbewerb «Masterplan Chamblioux–Bertigny, Studienauftrag» teilnehmen:

  1. 51N4E (51N4E, VITEC, RWB, In Situ), Brüssel
  2. APAAR (Apaar, Trafitec, Michel Bonvin, Hintermann & Weber, Geos), Genf
  3. AWP (AWP, Lola, Zefco, Systematica, Tehknê, Immopoly, Le Studio Dièse), Paris
  4. HERZOG & DE MEURON (Herzog & De Meuron, Vogt Landschaftsarchitekten, Basler Hoffmann), Basel
  5. L’AUC (L’AUC, Baukuh, GEA Partners, Catherine Mosbach, CITEC, Franck Boutté, Implenia, RWB, Blezat), Paris
  6. RAUM 404 (Raum404, Lorenz Eugster, Mrs Partners, Biol Conseils, Losinger Marazzi, SD Ingénierie, Topos), Zürich
  7. URBANITE(S) (Isabel Girault, R&A, Philippe Concervey, CERA, Iconsulting, Focus-e), Genf

Die Ausschreibung fand über den Kanton Freiburg hinaus Beachtung. So bewarben sich 16 Arbeitsgemeinschaften – eine aus Belgien, vier aus Frankreich, eine aus Spanien, eine aus Italien und neun aus der Schweiz – für die Teilnahme am Studienauftrag.

Von den Wettbewerbsteilnehmern wird eine Vision für den neuen urbanen Pol erwartet, der sich im Herzen der Agglomeration Freiburg über 73 ha und mehrere Gemeindegebiete erstrecken wird. Dabei sollen Verdichtung, Lebensqualität und Umweltethik in Einklang gebracht werden. Die Teams müssen Lösungen vorschlagen, die es erlauben, längerfristig 20–25 000 Personen, die hier leben und arbeiten werden, aufzunehmen. Sie müssen ein besonderes Augenmerk auf die Herausforderungen richten, die das Projekt für die Mobilität innerhalb des Studienperimeters und in der gesamten Agglomeration Freiburg stellt. Angesichts der für die Schweiz aussergewöhnlichen Grösse des vom Projekt betroffenen Gebiets werden die Teams darüber hinaus viele andere Themen behandeln müssen wie etwa die Energie, den Bedarf an öffentlichen Infrastrukturen, das Nebeneinander von Wohnen und Arbeit, die Vielfalt des Wohnungsangebots oder den Willen, in Sachen nachhaltige Entwicklung vorbildlich zu sein.

Für die Beurteilung der Bewerber wurde die Zweckmässigkeit der Dossiers im Verhältnis zum Pflichtenheft benotet. Das Verständnis für die Herausforderungen, die Qualität der Organisation der Arbeitsgemeinschaft und deren Referenzen waren weitere Auswahlkriterien.

Die Resultate des Wettbewerbs «Masterplan Chamblioux–Bertigny, Studienauftrag» werden für Februar 2020 erwartet.

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