Die portugiesische Botschaft betreibt ab diesen Donnerstag in Bulle einen konsularischen Bereitschaftsdienst für die portugiesische Gemeinschaft im Kanton Freiburg

15. Oktober 2012 -15h00

Schweizer Premiere im Kanton Freiburg: Die portugiesische Botschaft eröffnet am Donnerstag in Bulle eine konsularische Bereitschaftsstelle, die zweimal monatlich geöffnet hat. Damit soll den Bedürfnissen der grossen portugiesischen Gemeinschaft im Kanton entgegengekommen werden. Die Einrichtung geht auf eine Initiative der portugiesischen Vereine im Kanton zurück und wurde mit der Unterstützung der Fachstelle für die Integration der Migrantinnen und Migranten umgesetzt.

Die portugiesischen Staatsangehörigen im Kanton Freiburg werden zukünftig nicht mehr nach Bern reisen müssen, um konsularische Angelegenheiten wie zum Beispiel die Erneuerung von Ausweisen sowie andere Formalitäten und Bestätigungen zu regeln. Das Projekt wurde seit Langem von den portugiesischen Vereinen des Kantons Freiburg verfolgt und die portugiesische Botschaft in Bern hat nun eingewilligt, in Bulle einen konsularischen Bereitschaftsdienst einzurichten.

Die Eröffnung einer solchen Stelle ist schweizweit eine Premiere. Die Wahl ist aufgrund der strategischen Lage auf Bulle gefallen: Einerseits ist die portugiesische Gemeinschaft im Greyerzbezirk besonders zahlreich vertreten, andererseits liegt Bulle in vernünftiger Entfernung zu den Bezirken Glane, Vivisbach und Saane, der Stadt Freiburg und dem Pays d'Enhaut. Für die Mehrzahl der portugiesischen Staatsangehörigen im französischsprachigen Kantonsteil liegt die Konsulatsstelle zudem nicht nur näher als Bern, sondern bietet auch in sprachlicher Hinsicht erleichterten Zugang, stellt doch die in Bern übliche deutsche Amtssprache häufig ein weiteres Hemmnis dar.

Die Bereitschaftsstelle wird durch das Personal des Konsulats betreut, zum ersten Mal an diesem Donnerstag, 18. Oktober 2012, von 10 Uhr bis 11 Uhr 30 und von 14 Uhr 30 bis 16 Uhr im Rathaus von Bulle. Die Stelle ist danach jeweils zweimal monatlich betreut, bis Ende des Jahres 2012 am 15. und 29. November sowie am 13. und 27. Dezember. Je nach Anklang des Angebots besteht auch die Möglichkeit, dass die Stelle zukünftig häufiger öffnen wird.

Die Fachstelle für die Integration der Migrantinnen und Migranten und für Rassismusprävention hat die Umsetzung dieses Projekts unterstützt, indem sie den Initiatoren bei der Suche nach einer angemessenen Räumlichkeit beigestanden und die Kontakte zur Gemeinde Bulle erleichtert hat. Diese hat sich bereit erklärt, kostenlos ein Büro der Gemeindeverwaltung zur Verfügung zu stellen; ein Schritt, der von der Fachstelle für die Integration begrüsst wird und der den Einsatz der Gemeinde Bulle im Bereich der Integration der Migrantinnen und Migranten ein weiteres Mal unterstreicht.

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