Verleihung des Preises "Migration und Arbeit" an Gachet Ruffieux AG in Charmey

21. März 2011 -10h00

Die Präsidentin der Kommission für die Integration der Migrantinnen und Migranten und gegen Rassismus (KMR), Erika Schnyder, hat am Montag das Unternehmen Gachet Ruffieux AG in Charmey mit dem ersten Preis "Migration und Arbeit" ausgezeichnet. Dieses KMU, das im Bereich der Schreinerei tätig ist, nimmt auf vorbildhafte Weise seine soziale Verantwortung wahr, besonders gegenüber den Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund, die gezielte und nachhaltige Unterstützung und Förderung durch das Unternehmen erfahren. Der mit 5000 Franken dotierte Preis zeichnet Freiburger Arbeitgeber aus, die sich aktiv und innovativ für die Integration der Migrantinnen und Migranten und gegen Diskriminierung einsetzen.

Mehrere Gründe haben die KMR zu dieser Wahl bewogen: Mit seinen 20 Angestellten ist Gachet Ruffieux ein typisches KMU, das sich trotz begrenzter Ressourcen und starker Konkurrenz seit Jahren für die berufliche Eingliederung von sozial benachteiligten Migrantinnen und Migranten einsetzt. So stellt das Unternehmen seinen Angestellten mit Migrationshintergrund über längere Zeit einen erfahrenen Angestellten unterstützend zur Seite. " Wir haben schon immer auf Langfristigkeit gesetzt, und so war es für uns wichtig, in das zu investieren, was ein Unternehmen ausmacht, nämlich qualifiziertes Personal", erklärte Jérôme Gachet, der zusammen mit Didier Ruffieux das Unternehmen leitet. Für Erika Schnyder zeigt das Beispiel von Gachet Ruffieux, dass "die soziale Verantwortung von Unternehmen vor allem eine Willenssache ist". Jean-Pierre Siggen, Direktor des Freiburgischen Arbeitgeberverbandes, betont seinerseits die Reziprozität des Integrationsprozesses als gemeinsames Unterfangen der MigrantInnen und der Arbeitgebenden.

Mit dem Preis "Migration und Arbeit", der alle zwei Jahre verliehen wird, will die KMR Arbeitgeber belohnen, die sich auf originelle und aktive Weise für die berufliche Eingliederung von Migrantinnen und Migranten einsetzen. Die Preisübergabe findet am 21. März statt, dem internationalen Tag für die Beseitigung von Rassendiskriminierung. Die 2004 geschaffene KMR ist das beratende Organ des Staatsrates für die Integration und Rassismusprävention. Ausserdem hat sie zuhanden des Staatsrates Berichte über die weibliche Genitalverstümmelung sowie die Zwangsheirat erarbeitet, die als Grundlage für kantonale Sensibilisierungskampagnen gegen diese menschrechtswidrigen Praktiken dienen.

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