Anne Colliard, Generalstaatsanwältin, geht in den Ruhestand

7. Juli 2010 -09h45

In Anbetracht der Rechtslage, die die Abschaffung ihrer Stelle zur Folge hat, hat Frau Anne Colliard im Einvernehmen mit dem Staatsrat beschlossen, ihre Tätigkeit per 31. Dezember 2010 aufzugeben und vorzeitig in den Ruhestand zu treten.

Am 31. Mai 2010 hat der Grosse Rat das neue Justizgesetz verabschiedet. Dieses Gesetz sieht unter anderem vor, dass die Stelle des Generalstaatsanwalt in ihrer heutigen Form aufgehoben und eine neue Stelle mit einem anderen Profil geschaffen wird. Diese neue Stelle wird demnächst öffentlich ausgeschrieben. Damit gelten für Anne Colliard, die gegenwärtig die Funktion der Generalstaatsanwältin ausübt, die Bestimmungen des Gesetzes vom 17. November 2001 über das Staatspersonal (StPG) zur Abschaffung einer Stelle. In Anbetracht dieser Rechtslage, die die Abschaffung ihrer Stelle zur Folge hat, hat Frau Anne Colliard im Einvernehmen mit dem Staatsrat beschlossen, ihre Tätigkeit per 31. Dezember 2010 aufzugeben und gemäss den Bedingungen von Artikel 53 StPG vorzeitig in den Ruhestand zu treten. Der Staatsrat versichert Frau Colliard seiner hohen Anerkennung. Sie hat dem Staat Freiburg während dreissig Jahren, davon zwanzig als Generalstaatsanwältin, gedient. Der Staatsrat dankt Frau Colliard, die als erste Frau in der Schweiz die Stelle einer Generalstaatsanwältin angetreten hatte, für ihren engagierten und kompetenten Einsatz im Dienste der Justiz und des Staates.

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