Am 1. September 2019 ist der Kanton Freiburg dem Vertrag zwischen dem Bund und den Kantonen betreffend die Abgeltung und Modalitäten des Austauschs von Geobasisdaten des Bundesrechts unter Behörden beigetreten.
Daraus ergeben sich einige Änderungen im Bezug auf die Nutzung und Verbreitung der Geobasisdaten nach Bundesrecht für Projekte des Bundes, der Kantone und der Gemeinden.

Echange entre autorités / Austausch unter Behörden
Echange entre autorités / Austausch unter Behörden © Tous droits réservés - Etat de Fribourg / Staat Freiburg

Der Vertrag und einige wichtige Fragen und Antworten zum Vertrag, sind auf der Website der swisstopo publiziert (https://www.swisstopo.admin.ch/de/wissen-fakten/geoinformation/austausch-unter-behoerden.html).

Wichtige Fragen zum Geodatenaustausch unter Behörden, welche den Kanton Freiburg betreffend, werden hier beantwortet.

 

Welche Geodaten sind betroffen?

Geobasisdaten des Bundesrechts, d.h. die im Anhang 1 der Verordnung über Geoinformation (GeoIV, https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20071088/index.html) aufgeführten Geodaten mit ihren Metadaten, Datenmodellen und Darstellungsmodellen.

 

Wer darf die Daten verwenden?

Das Nutzungsrecht wird den Bundes- und Kantonsorganen sowie den Gemeinden, gleichgestellten Gebietskörperschaften (z.B. Gemeindeverbänden) und Regionalstrukturen, den öffentlich-rechtlichen Anstalten des Bundes und der Kantone sowie bestimmten natürlichen und juristischen Personen des Privatrechts (z.B. Geometerbüros) eingeräumt.
Die Daten dürfen nur zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben im Rahmen eines gesetzlich übertragenen Mandats verwendet werden. Eine kommerzielle Nutzung, auch durch anerkannte Behörden, ist ausgeschlossen!

 

Veröffentlichung und Gebühren

Geodaten der Zugangsberechtigungsstufe A (öffentlich zugänglich) können veröffentlicht werden, auch auf den Online-Karten der Empfängerbehörden; dies gilt nicht für Geodaten der Zugangsberechtigungsstufen B (beschränkt öffentlich zugänglich) und C (nicht öffentlich zugänglich).

Die Quelle und der zeitliche Status sind bei jeder Publikation in geeigneter Weise anzugeben, z.B. bei einer swisstopo-Geodaten in folgender Form: "Quelle: Bundesamt für Landestopografie, 2020").

Der Austausch von Geodaten ist völlig kostenlos (Verbreitung, Nutzung, Veröffentlichung, Geodienste). Die Kosten des Vertrags werden von Bund und Kantonen getragen.
 

Wie erhält man Daten im Rahmen des Vertrags?

Es gibt mehrere Situationen:

  • Kantonale Geobasisdaten: Diese müssen bei den zuständigen kantonalen Ämte bestellt werden. Die Kontaktinformationen finden Sie auf den in geocat.ch publizierten Metadaten (https://www.geocat.ch, siehe "Kontakt für die Ressource").
  • Geobasisdaten des Bundes, ausgenommen kostenpflichtige Geodaten von swisstopo: Sie können im Kartenviewer des Geoportals des Bundes (https://map.geo.admin.ch) heruntergeladen oder bei den zuständigen Bundesämten  bestellt werden.
  • Gebührenpflichtige Geodaten von swisstopo: Sie müssen beim GIS-Kompetenzzentrum des Kantons Freiburg (scg@fr.ch) bestellt werden, mit dem Vermerk "Austausch unter Behörden" im Titel der Meldung).

Eine Bestellung muss mindestens die folgenden Informationen enthalten:

  • Erforderliche Geodaten
  • Gewünschter Umfang
  • Vorgesehene Nutzung
  • Kontaktperson, Kontaktdaten
  • Lieferadresse (E-Mail)

 

Die Geodienste des Bundes; wie kann man sie im Rahmen des Vertrags nutzen?

swisstopo bietet zwei WMS an:

Interessierte Benutzerinnen und Benutzer des WMS swisstopo bestellen zuerst die kostenlose Variante. Um es uneingeschränkt nutzen zu können, sollten sich die Gemeinden direkt an swisstopo wenden (geodata@swisstopo.ch), während sich die anderen Nutzer an das GIS-Kompetenzzentrum des Kantons Freiburg (scg@fr.ch) wenden (NB: mit dem Vermerk "Austausch unter Behörden" im Titel der Meldung). Der Antrag muss mindestens die folgenden Informationen enthalten:

  • Vorgesehene Nutzung
  • Ende des Projekts (Datum, bis zu welchem die uneingeschränkte Nutzung des WMS von swisstopo möglich ist)
  • Kontaktperson, Kontaktdaten
  • E-Mail-Adresse und Informationen, die swisstopo für den Zugang zu den kostenlosen Geodiensten zur Verfügung gestellt werden

Wenn die Prüfung des Antrages zu einem positiven Entscheid führt, bittet das GIS-Kompetenzzentrum swisstopo, die Volumenbegrenzung des WMS aufzuheben.

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