Die Freiburger Wirtschaft im Fokus

18. April 2018 -10h15

Die Volkswirtschaftsdirektion hat heute an einer Medienkonferenz mit mehreren ihrer Dienststellen die Freiburger Wirtschaft durchleuchtet. An der Konferenz wurden - insbesondere auch dank statistischer Beobachtungen - die gesamte Entwicklung der Wirtschaft und des Arbeitsmarkts im Kanton besprochen sowie die Chancen und Herausforderungen aufgezeichnet, die uns zurzeit beschäftigen. Die Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg (WIF) hat beispielsweise die abgeschlossenen und laufenden Grossbaustellen dargelegt und ist besonders auf die neuen Handlungsperspektiven zu sprechen gekommen, die die Revision des Wirtschaftsförderungsgesetzes und die Einführung des Gesetzes über die aktive Bodenpolitik bieten. Das Amt für den Arbeitsmarkt (AMA) seinerseits hat die getroffenen Massnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und der Schwarzarbeit Revue passieren lassen und die neuen Regeln angesprochen, die infolge der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative umgesetzt werden müssen.

Für dieses Jahr hat die Volkswirtschaftsdirektion beschlossen, die jährlichen Medienkonferenzen der WIF und des AMA zusammenzulegen. Dies bot die Gelegenheit - insbesondere auch dank statistischer Beobachtungen -, die gesamte Entwicklung der Wirtschaft und des Arbeitsmarkts im Kanton zu besprechen. Dabei haben sich die Besonderheiten unserer Wirtschaft herauskristallisiert, die in Verbindung mit der geografischen Lage unseres Kantons zwischen zwei Metropolitanregionen, seinem landwirtschaftlichen Erbe und dem rasanten Bevölkerungswachstum stehen, das mehrere Jahrzehnte angehalten hat.

Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg
Die WIF hat die abgeschlossenen und laufenden Grossbaustellen dargelegt und ist besonders auf die neuen Handlungsperspektiven zu sprechen gekommen, die die Revision des Wirtschaftsförderungsgesetzes und die Einführung des Gesetzes über die aktive Bodenpolitik bieten.

Im Jahr 2017 konnte die WIF somit ihre Strategie in Bezug auf die neuen Instrumente zur Unterstützung von Unternehmen verfeinern. Diese Instrumente und insbesondere die Einführung einer kantonalen Bürgschaft in Ergänzung der Bürgschaftsgenossenschaft Westschweiz wurden im Rahmen der Vernehmlassung zur Revision des Wirtschaftsförderungsgesetzes (WFG) im Jahr 2017 allgemein begrüsst.

Der Grosse Rat wird noch vor dem Sommer den definitiven Gesetzesentwurf behandeln.

Mengenmässig hat die WIF im Berichtsjahr etwas mehr Projekte begleitet und auch die geplanten Investitionen sind besonders in der zweiten Jahreshälfte angestiegen.

Die Erweiterungsprojekte von Industrieunternehmen wie Maxwell Technologies SA in Rossens, Johnson Electric AG in Murten, Comet in Flamatt und Liebherr in Bulle beweisen, dass der Kanton Freiburg immer noch ein attraktiver Standort für die Entwicklung von Industrievorhaben mit hoher Wertschöpfung ist.

Amt für den Arbeitsmarkt
Das AMA hat die getroffenen Massnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und der Schwarzarbeit Revue passieren lassen und auch die neuen Regeln angesprochen, die infolge der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative umgesetzt werden müssen.

In Bezug auf die Arbeitslosigkeit kann das Jahr 2017 als stabil bezeichnet werden. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag im Kanton bei 2,8 % (3,2 % im Landesdurchschnitt). Die Freiburger RAV haben den Stellensuchenden etwa 10 000 Massnahmen gewährt (Kurse, Praktika, Beschäftigungsprogramme usw.). Die Dauer der Arbeitslosigkeit blieb für die meisten von ihnen relativ kurz: Knapp drei Viertel der Personen meldeten sich "bereits" nach einem bis sechs Monaten wieder von der Arbeitslosenversicherung ab. Der Fortbestand einer gewissen Langzeitarbeitslosigkeit bleibt dennoch eine Sorge.

Schwarzarbeit kostet den Kanton schätzungsweise eine Milliarde Franken pro Jahr. Seit mehreren Jahren nehmen die Verstösse in diesem Bereich zu und zwar insbesondere im Baugewerbe. Im Berichtsjahr wurden 500 Kontrollen in allen Wirtschaftszweigen durchgeführt. 39 % der kontrollierten Unternehmen wurden wegen Verdachts auf Schwarzarbeit angezeigt. Das AMA sitzt der Arbeitsgruppe vor, die der Staatsrat Ende 2016 errichtet hat, um einen Aktionsplan zur stärkeren Bekämpfung dieses Übels auszuarbeiten.

Aussichten und Herausforderungen
Staatsrat und Volkswirtschaftsdirektor Olivier Curty hat zum Schluss die Leitlinien der Wirtschaftsstrategie unseres Kantons dargelegt: Der Kanton will die Entwicklung der bestehenden Unternehmen fördern - besonders im Baugewerbe und der Nahrungsmittelindustrie, den beiden Pfeilern der kantonalen Wirtschaft -, aber auch den Kanton in Nischenmärkten mit hoher Wertschöpfung positionieren. Zu diesem Zweck wird insbesondere über die Kompetenzzentren und Innovationsparks eine offensive Innovationspolitik geführt.

Er hat auch auf die Bedeutung der bevorstehenden Veränderungen infolge der digitalen Revolution hingewiesen, die in vollem Gang ist, und auch die Notwendigkeit erwähnt, Lösungen auf die Herausforderungen zu finden, die sich früher oder später insbesondere im Bereich der beruflichen Weiterbildung stellen werden.

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