Vom Anlagen- und Apparatebauer bis zum Zahntechniker - 2‘640 Abschlüsse in 140 verschiedenen Berufen

14. Juli 2017 -09h00

In über 140 verschiedenen Berufen sind in den vergangenen Wochen fast dreitausend Lernende zu den Qualifikationsverfahren, also den Lehrabschluss - resp. Berufsmaturitätsprüfungen angetreten. 2'640 können nun am Freitag, 14. Juli ihren Ausweis als Gegenleistung für ihre Anstrengungen in Empfang nehmen.

48 Kandidatinnen und Kandidaten, welche durch besondere Leistungen oder auf aussergewöhnliche Weise auf sich aufmerksam machten, wurden mit einem Spezialpreis belohnt. Ferner wurden 140 Lernende geehrt, welche die beste Gesamtnote ihres jeweiligen Berufs erzielt haben.

Nachdem sich die Ausbildungen in den 2-jährigen Grundbildungen in den vergangen Jahren positiv entwickelt haben, verzeichnen wir dieses Jahr einen leichten Rückgang von 165 auf 151 Abschlüsse. Die Erfolgsquote war mit 93,8 % hingegen besser als letztes Jahr (2016 : 92,7 %).

Auch in den 3- und 4-jährigen Berufen wurde erstmals seit vielen Jahren ein leichter Rückgang an Lehrabgängern verzeichnet dies obwohl in vielen Berufen die Bestände praktisch unverändert geblieben sind. Der Hauptgrund für den Rückgang findet sich im Beruf der Zimmerleute, bei welchem die Lehrdauer von 3 auf 4 Jahre erhöht wurde und somit dieses Jahr keine ordentlichen Examen stattgefunden haben. Rückgängig sind ebenfalls die Abschlüsse im Bauhaupt- und Baunebengewerbe, aber auch im Verkaufssektor. Positives gibt es hingegen unter anderem aus den Berufen Informatiker und Logistiker zu berichten, bei welchen die Abschlüsse um 13 resp. 27 gegenüber dem Vorjahr zugenommen haben.

1969 Personen werden ihr eidgenössisches Fähigkeitszeugnis in Empfang nehmen können, was einer Erfolgsquote von 90,9 % (2016: 90,4%) entspricht. Äusserst positiv ist ebenfalls das Resultat aller 2-3 und 4-jährigen Lehren. Mit einer Bestehensquote von 91,1% (2016 : 90,5%) darf sich der Kanton Freiburg einmal mehr über ein hervorragendes Gesamtresultat freuen.

Die Umsetzung der Zulassungs- und Promotionsbestimmungen führte zu einer Reduktion der Maturitätskandidatinnen und -kandidaten. (532 gegenüber 594 im vergangenen Jahr). Dieser Rückgang hatte den positiven Effekt, dass die Erfolgsquote mit 97,6% (2016 : 94,1 %) aussergewöhnlich hoch ausfiel.

Mit 385 erfolgreichen Abschlüssen erfreuen sich die technische und kaufmännische Ausrichtung weiterhin grosser Beliebtheit und stellen, so wie in den vergangenen Jahren, ungefähr drei Viertel aller Maturandinnen und Maturanden dar.

Wie in den vergangenen Jahren wurden die 4 Feiern rege besucht, fanden sich doch an die 8000 Personen ein. Zahlreiche Vertreter der Regierung und der Wirtschaft nahmen daran teil, um den geleisteten Einsatz der erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen, aber auch das Engagement der Ausbildner in den Betrieben, der Berufsfachschulen, der überbetrieblichen Kurse, der Experten sowie der Eltern zu würdigen.

Zum Schluss ermunterte Staatsrat Olivier Curty, Vorsteher der Volkswirtschaftsdirektion, die Lehrabgänger, ihre Verantwortung als junge Erwachsene wahrzunehmen. Die Welt wird sich verändern, nichts wird mehr sein wie es war, nichts dem Zufall überlassen. Einige werden im erlernten Beruf arbeiten, viele werden sich jedoch verändern. So wie er selber, der seine Karriere mit einer kaufmännischen Lehre begonnen hat.

Er hat, wie auch Christoph Nydegger, Dienstchef des Amtes für Berufsbildung, die Wichtigkeit eines eidgenössischen Ausweises hervorgehoben, die enorme Bedeutung einer soliden Grundbildung und dem Einstellen auf ein lebenslanges Lernen.

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