Der Staat Freiburg und Groupe E arbeiten bei der Tiefengeothermie zusammen

28. Juni 2019 -10h23

Der Staat Freiburg und Groupe E gründen gemeinsam die Géothermie profonde Fribourg gpfr SA. Aufgabe des in Freiburg ansässigen Unternehmens ist die Weiterentwicklung der sogenannten Tiefengeothermie ab 3000 Metern für die lokale Wärme- und Stromerzeugung. Die Geothermie zeigt ein erhebliches Entwicklungspotenzial im Bereich der erneuerbare Energien und dürfte einen spürbaren Beitrag zu den Zielen der kantonalen und nationalen Energiepolitik leisten.

La géothermie profonde a de l'avenir dans le canton de Fribourg
La géothermie profonde a de l'avenir dans le canton de Fribourg © Tous droits réservés

Geschäftsgrundlage der gestern gegründeten gpfr SA ist die Prospektion und später die Produktion sauberer und nachhaltiger lokaler Energie mittels Geothermie. Diese Technik nutzt die in den tieferen Erdschichten vorhandene Wärme zum Heizen von Wohnräumen und für die Stromproduktion. Das neue Unternehmen soll einen Beitrag zur kantonalen und nationalen Energiestrategie sowie zur Energiewende in der Schweiz leisten.

Das Gemeinschaftsunternehmen verfügt über ein Aktienkapital von einer Million Franken und wird zu 70% von Groupe E gehalten. Als deren Vertreter werden Jean-Michel Bonvin, Mitglied der Generaldirektion von Groupe E und Direktor von Groupe E Greenwatt, sowie Pierre Papaux, stellvertretender Direktor von Groupe E Celsius, in den Verwaltungsrat entsendet. Der Staat Freiburg hält 30% der Anteile und wird durch Serge Boschung als Leiter der kantonalen Fachstelle für Energie vertreten.

Geothermie mit Unterstützung des Bundes

Die Untersuchungen zum geothermischen Potenzial im Kanton Freiburg begannen 2005, im Bereich Tiefengeothermie 2011. Da der Bund die Weiterentwicklung der mitteltiefen und der tiefen Geothermie unterstützt, ist mit Subventionen von 60% zu rechnen, und zwar sowohl für die vorbereitende Phase der geophysikalischen Prospektion (Untersuchung der physikalischen Eigenschaften des Bodens) als auch für die Sondier- und Förderbohrungen.

Für gpfr SA steht vorerst die Durchführung der Prospektionsphase einschliesslich der Überwachung der natürlichen Erdbeben auf dem Programm.

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