Auen sind Übergangsbereiche zwischen Land und Wasser. Überschwemmungen und Trockenheit bewirken einen steten Wechsel zwischen Stabilität und Veränderung. Die einzigartige Dynamik zwischen Wasser und Land schafft immer neue, vielfältige Lebensräume. Die Erhaltung der Auengebiete ist unerlässlich, da 10% der einheimischen Tierarten von Auengebieten abhängig sind und 84% aller einheimischen Arten in diesem Ökosystem leben können.

Auengebiete - zwischen Land und Wasser
Auengebiete - zwischen Land und Wasser © Tous droits réservés - ANL
Inventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung

Im letzten Jahrhundert sind mehr als 70% der Auen der Schweiz verschwunden. Um diese Lebensräume zu erhalten, hat der Bund deshalb Auengebiete von nationaler Bedeutung inventarisiert. Das 1992 in Kraft getretene Bundesinventar soll die wertvollsten Auengebiete der Schweiz schützen und aufwerten. Derzeit gibt es 326 Objekte von nationaler Bedeutung, davon 21 Freiburger Objekte.

Schutz der Auengebiete

Gemäss Bundesverordnung müssen die Kantone: 

  • die Auengebiete schützen,
  • die für die Auen typische Flora und Faune erhalten und fördern,
  • die natürliche Dynamik der Auengebiete erhalten oder wiederherstellen,
  • eine den Schutzzielen angepasste Nutzung zulassen. 

Die Kantone sorgen dafür, dass die Pläne und Vorschriften zur Landnutzung mit der Verordnung übereinstimmen. Zudem muss die Nutzung, insbesondere die Forstwirtschaft und/oder der Waldbau, im Einklang mit den Schutzzielen stehen.

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