Wildtiere brauchen Ruhephasen um bei guter Gesundheit zu bleiben. Wichtig ist daher, dass sie in ihrem natürlichen Lebensraum Zonen finden, die ungestört sind. Dies ist besonders wichtig im Winter, wenn die Bedingungen schwierig sind und die Tiere Energie sparen müssen.

Wildruhezone
Amt für Wald, Wild und Fischerei © Alle Rechte vorbehalten

Freizeitaktivitäten und Wildtiere

Freizeitaktivitäten und Sport in freier Natur liegen im Trend. Mehr und mehr Leute praktizieren das Wandern, Mountainbiking, oder auch Ski- oder Schneeschuhwanderungen. All diese Aktivitäten finden im Lebensraum von Wildtieren wie dem Hirsch, der Gämse, dem Steinbock oder dem Birkhuhn statt. Diese haben ganz besonders im Winter ihre Ruhe nötig, da sie wegen der Kälte und des Nahrungsmangels Energie sparen müssen. Das Vorbeiziehen von Schneeschuhwanderern zum Beispiel kann Tiere stören, die dann für die Flucht viel Energie verbrauchen. Den Energieverlust müssten sie mit mehr Nahrung kompensieren, doch da diese nur spärlich vorhanden ist, laufen sie Gefahr, nicht genügend zu finden. In gewissen Fällen kann dies drastische Folgen haben. Auch der Wald kann indirekt unter diesen Störungen leiden. Wildlebende Huftiere, die oft gestört werden, haben nämlich die Tendenz, junge Bäume abzunagen, was den natürlichen Verjüngungsprozess beeinträchtigt.

Ein Werkzeug fürs Management

Wildruhezonen sind auf für Wildtiere sehr wichtige Orte (wie zum Beispiel Winterquartiere oder Ruhezonen) begrenzt, und ermöglichen es, die von Freizeitaktivitäten verursachten Störungen einzudämmen. Die Einschränkungen gelten nur während der für die Fauna empfindlichsten Zeiträumen.

Die Wildruhezone La Berra ist die erste ihrer Art im Kanton Freiburg und existiert seit 2013. Es gibt andere Wildruhezonen andernorts in der Schweiz, vor allem in der Deutschschweiz. Die Internetseite www.wildruhezonen.ch beinhaltet zahlreiche Informationen zum Thema, sowie eine Landeskarte der Wildruhezonen.

Wildruhezone La Berra

Die Wildruhezone befindet sich beidseits der Krete Cousimbert-Berra-Auta-Chia und erstreckt sich in Richtung Plasselbschlund. Sie dient dem Zweck, im Winter und Frühling, also dann, wenn Wildtiere besonders ihre Ruhe brauchen, Störungen zu kanalisieren. Die Zone ist das ganze Jahr über zugänglich, jedoch muss man vom 1. Dezember bis zum 30. Juni auf den offiziellen Wegen bleiben. Da sich die Winter- und Schönwetter-Freizeitaktivitäten nicht auf denselben Wegen abspielen, gibt es zwei verschiedene offizielle Routennetze.

La Berra
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