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Umgang mit Naturgefahren - Schutzbauten

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Eine der Hauptaufgaben des Amt für Wald und Natur liegt im Bereich der präventiven Massnahmen gegen folgende Naturgefahren: Lawinen, Rutschungen, Stein- Blockschlag und Felssturz.
Die Schutzmassnahmen (z.B: Schutzbauten / Schutzwald) gehören zu den verfügbaren Mittels um die Zielen des integralen Risikomanagement zu erreichen.

Umgang mit Naturgefahren - Schützen wo nötig
Umgang mit Naturgefahren - Schützen wo nötig © Alle Rechte vorbehalten
Umgang mit Naturgefahren - Schützen wo nötig

Schützen wo nötig

Das Erstellen von Schutzbauten ist Bestandteil der Prävention im Sinne des integralen Risikomanagements. Diese Massnahmen haben meist zum Zweck, die Entstehung einer Gefahr zu verhindern oder den Ablauf eines Prozesses zu beeinflussen. Wo Bauten und andere wichtige Schutzgüter bestehen, können solche Massnahmen zum Flächenschutz angebracht sein. Das betrifft sowohl eigentliche Schutzbauten als auch den Schutzwald, welcher einen extensiven, natürlichen Schutz bietet.

Die Antwort auf die Frage, ob und wo aufwändige Schutzbauten zu erstellen sind, orientiert sich in erster Linie an der angestrebten Sicherheit und an einer Nutzen-Kosten-Analyse. Die Erstellung von Schutzbauten gehört im Prinzip zu den Verbundaufgaben (Gemeinde, Kanton, Bund).

Lawinenverbau, Region Jaun
Lawinenverbau, Region Jaun © Alle Rechte vorbehalten
Lawinenverbau, Region Jaun

Arten von Schutzbauten

Je nach Prozessart und dem gewünschten Effekt auf die Gefahr (Intervention in Anrissgebieten, in Transit- oder Ablagerungsbereichen) und je nach der angestrebten Sicherheit, gibt es verschiedene Arten von Schutzbauten und Schutzmassnahmen. Nachstehend einige Beispiele:

  • Steinschlag: Damm, Schutznetze, Verankerungen, Abdeckungen mit Netzen.
  • Rutschung: Holzkästen, Drainagen, Wasserableitungen, ingenieurbiologische Massnahmen.
  • Lawinen: permanente Verbauungen (nachstehendes Bild), Holzrechen, Schneenetze.

Nur wenn solche Schutzbauten als zuverlässig gelten, können allenfalls Gefahrengrundlagen angepasst werden. Dafür müssen hohe Anforderungen an die Bemessung, die Funktionstauglichkeit und die Dauerhaftigkeit erfüllt sein. Oft können Schutzbauten die Risiken stark reduzieren, die Gefahren aber nicht vollständig aus dem Weg räumen (ein Steinschlagschutznetz wirkt gegen häufige kleinere Blockschläge, wird aber von einem seltenen, grossen Ereignis zerstört).

Kontakt

Hr. Willy Eyer
Sektorchef

T +41 26 305 23 23
F +41 26 305 23 36
Email

 

Hr. Benoît Mazotti
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

T +41 26 305 23 41
F +41 26 305 23 36
Email

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