Ein Sanierungsprojekt für ein Rathaus, das auf die Bedürfnisse eines modernen Parlamentsbetriebs ausgerichtet ist

10. September 2018 -09h23

Ein Rathaus, das bürgernah und gut zugänglich ist und zudem den heutigen Bedürfnissen des Grossen Rates entspricht: So lauten die Hauptanliegen des Projekts für die Sanierung und den Umbau des Rathauses, das vom Staatsrat validiert wurde. Die mit 19 Millionen Franken veranschlagten Arbeiten werden die aussergewöhnliche kulturhistorische Bedeutung des Gebäudes in Wert setzen und sich dank einer besseren Nutzung der Räume auch wirtschaftlich rechnen. Mit dem neuen multifunktionalen Raum können sich Politik sowie Bürgerinnen und Bürger näherkommen. Ausserdem wird das Sekretariat des Grossen Rates, das seine Räume derzeit an der Postgasse hat, im Rathaus untergebracht werden. Und zu guter Letzt wird der Zugang zum Gebäude für Menschen mit Behinderungen mit einem neuen Lift sichergestellt werden. Die Bauarbeiten sollen Anfang 2020 beginnen und 18 Monate dauern.

Sanierungsprojekt des Rathaus
Sanierungsprojekt des Rathaus © Tous droits réservés

Das Projekt für die Sanierung und den Umbau des Rathauses trägt einerseits der aussergewöhnlichen kulturhistorischen Bedeutung des Gebäudes und andererseits den heutigen Bedürfnissen Rechnung. Das Raumprogramm des Projekts unterscheidet zwischen zwei Bereichen. So ist zum einen ein öffentlicher Bereich mit einem offenen und multifunktionalen Raum, mit Sitzungszimmern, mit dem Grossratssaal und dem Kleinratssaal und zum anderen ein geschlossener Arbeitsbereich für das Sekretariat des Grossen Rates und für die Grossrätinnen und Grossräte vorgesehen.

Der multifunktionale Raum ist im Erdgeschoss angesiedelt und wird direkt ab dem Rathausplatz zugänglich sein. Dieser Raum wird für die Grossrätinnen und Grossräte als Wandelhalle dienen, wenn sie tagen, und öffentlich zugänglich sein; er wird zudem für verschiedene Anlässe (Empfänge, Konferenzen, Versammlungen, bedeutende politische Veranstaltungen usw.) genutzt werden können. Der multifunktionale Raum wird über eine Treppe und einen Lift direkt mit dem Grossratssaal im ersten Stock verbunden.

Im alten Wachhaus werden Räume für die Sitzungen der parlamentarischen Kommissionen eingerichtet. Die ehemaligen Büros des Kantonsgerichts werden vollständig umgebaut werden, sodass in diesem Bereich Konferenzräume für die verschiedenen Fraktionen, Arbeitszimmer, Garderoben und Stauräume zur Verfügung stehen werden. Die Zugänglichkeit für Personen mit Behinderungen wird mit einem neuen Lift gewährleistet.

Indem die bestehenden technischen Anlagen vollständig ersetzt werden, wird der Gesamtenergieverbrauch des Gebäudes gesenkt werden können. Die Böden der Untergeschosse und unter Dach werden thermisch isoliert. Die Fenster werden in Abhängigkeit von deren Eigenschaften und historischen Wert unverändert restauriert, unter Hinzufügung von Isolierglas geändert oder vollständig ersetzt. Mit diesen Eingriffen werden die Zielwerte der SIA-Norm 380/1 für Umbauarbeiten erreicht werden können.

Es ist vorgesehen, dass die Bauarbeiten Anfang 2020 beginnen und 18 Monate dauern. Während dieser Periode wird der Grosse Rat im Polizeigebäude in Granges-Paccot (MAD3) tagen.

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