« L’important dans la vie, c’est d’avoir des racines et des ailes. Il faut savoir d’où l’on vient, de quelle culture on est issu, pour prendre son envol et devenir soi-même ».
Patrick de Carolis
Wichtige Ereignisse
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Schuljahresbeginn 2024 in den Klassen 1H‒2H umgesetzt. Das Weiterbildungsprogramm für Lehrpersonen wird fortgesetzt und 700 Lehrpersonen der 3H bis 6H haben ihre Weiterbildung begonnen. Die zweite Gruppe von Ausbildnerinnen und Ausbildnern für EdNum schliesst derzeit ihren CAS ab und bereitet sich auf die Aufnahme der Tätigkeit im Herbst 2025 vor. Parallel dazu wird das Netzwerk der Ansprechpersonen M&I durch eine gemeinsam mit der Fachstelle Fritic durchgeführte Koordinationsarbeit gestärkt. Es wird darüber nachgedacht wie die Ziele des Modullehrplans in die einzelnen Fächer und fächerübergreifend integriert werden können. Das Ziel bleibt eine schrittweise Umsetzung des EdNum PER von der 1H bis zur 11H bis zum Schuljahresbeginn 2027.
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Austauschaktivitäten
Sprachaustausche werden während der gesamten obligatorischen Schulzeit gefördert und können verschiedene Formen annehmen. Ein besonderer Schwerpunkt im dritten Zyklus liegt auf einem obligatorischen Austausch in der 10H. Es stehen finanzielle Möglichkeiten und pädagogische Ressourcen zur Verfügung, um diesen Austausch zu fördern und zu erleichtern.
Immersionsunterricht
Die Lehrpersonen können Aktivitäten oder Unterrichtssequenzen in der Partnersprache durchführen. Diese Sequenzen zielen auf fachspezifisches Lernen unter Verwendung der Partnersprache ab und sind für die Schülerinnen und Schüler verpflichtend. Wird ein Fach das ganze Jahr über während 20% bis 50% der Unterrichtszeit in der Partnersprache unterrichtet, spricht man von zweisprachigem Unterricht oder von einer zweisprachigen Klasse im Sinne von Artikel 26 SchR. Eine zweisprachige Klasse kann sich wie folgt zusammensetzen: aus zweisprachigen Schülerinnen und Schülern, die aus den beiden Sprachgemeinschaften stammen und in einem zweisprachigen Umfeld aufgewachsen sind; aus einsprachigen Schülerinnen und Schülern, die je zur Hälfte aus den beiden Sprachgemeinschaften stammen; aus mehrheitlich oder ausschliesslich einsprachigen Schülerinnen und Schülern. In Zusammenarbeit mit der Stadt Freiburg hat die BKAD zu Beginn des Schuljahres 2021/22 zwei zweisprachige Klassen 1H/2H an der französisch- und deutschsprachigen Primarschule Vignettaz eröffnet. Das Projekt wurde im Schuljahr 2023/24 weitergeführt. Für den Zeitraum 2021 bis 2023 wurde ein Evaluationsbericht mit positiven Ergebnissen erstellt. Seit dem Schuljahr 2024/25 werden zwei zweisprachige Klassen geführt.
Es werden finanzielle und pädagogische Ressourcen bereitgestellt, um diesen Immersionsunterricht zu erleichtern und zu fördern. Für den Immersionsunterricht in den Klassen 1H bis 11H stehen den Lehrpersonen auf Friportal zahlreiche Informationen und Anregungen zur Verfügung, darunter Hinweise zur Förderung des Sprachenlernens, gemeinsame Materialien und eine Liste von Projekten zur Förderung des Praxisaustausches. Das Immersionsangebot für Schülerinnen und Schüler der obligatorischen Schule wurde im Schuljahr 2023/24 weitergeführt, auch an den Primarschulen. 13 Orientierungs- und 23 Primarschulen sind daran beteiligt. Die Institutionen für die Ausbildung von Lehrpersonen vermitteln eine Didaktik des Immersionsunterrichts für alle Unterrichtsstufen und die Pädagogische Hochschule Freiburg bietet eine Weiterbildung im Bereich Immersion für Lehrpersonen beider Sprachregionen an.
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Kultur & Schule ist ein Angebot, das den Schülerinnen und Schülern der obligatorischen Schule im Kanton Freiburg den Zugang zur Kultur erleichtern und sie für die Kultur sensibilisieren möchte. Im Schuljahr 2023/24 nahmen rund 28 369 Schülerinnen und Schüler an einer Aktivität im Rahmen des Jahresprogramms teil und 15 433 Schülerinnen und Schüler nutzten während des gesamten Monats November ein Angebot des Festivals Kultur & Schule. Die Lehrpersonen konnten aus fast 300 verschiedenen Aktivitäten (Deutsch, Französisch oder zweisprachig) auswählen und dabei von ermässigten oder freien Eintritten profitieren. Die Klassen durften zudem ohne Mehrkosten mit dem öffentlichen Verkehr zu den gewünschten Veranstaltungsorten fahren.
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In den Jahren 2021 bis 2024 lief ein umfangreiches Projekt zu einem wichtigen Thema. Ausgearbeitet wurde es mit der Idee, in Freiburg das 50-jährige Jubiläum des Frauenstimmrechts in der Schweiz zu feiern. In Zusammenarbeit mit Museen aus verschiedenen Regionen des Kantons Freiburg wurden fünf Ausstellungen organisiert. Über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg haben sich alle Orientierungsschulen des Kantons Freiburg (15 OS) mit grosser Motivation an der Organisation der Ausstellungen «Die Freiburgerinnen treten aus dem Schatten» beteiligt.
Begeisterte Schülerinnen und Schüler, engagierte Lehrpersonen, gastfreundliche Museumsverantwortliche und eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen allen Akteurinnen und Akteuren der Freiburger Schule führten zu einem bemerkenswerten Ergebnis, das von zahlreichen Besucherinnen und Besuchern sehr geschätzt wurde.
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Um die Schullaufbahn besser mit einer sportlichen oder künstlerischen Karriere vereinbaren zu können, werden den Nachwuchstalenten Anpassungen angeboten. So können Nachwuchstalente im Sport oder in künstlerischen Bereichen dank des Förderprogramms Sport-Kunst-Ausbildung (SKA) von Anpassungen des Stundenplans sowie zusätzlich von besonderen Unterstützungsmassnahmen profitieren. Für das Schuljahr 2024/25 gingen 643 (640) Gesuche ein, davon wurden 555 (504) gutgeheissen: 323 (312) für den Status SKA, 195 (156) als Nachwuchshoffnungen und 37 (36) für ausserkantonale Angebote. Von diesen Gesuchen entfallen 58 (52) auf Künstlerinnen und Künstler in den Bereichen Tanz und Musik, während die restlichen den Bereich Sport betreffen. Dabei stammen 3 (8) Sporttalente aus anderen Kantonen. Auf der Sekundarstufe 1 (OS) erhalten 221 (196) Schülerinnen und Schüler Fördermassnahmen, bei den Mittelschulen sind es 263 (220) und in der Berufsbildung 64 (47).
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Die zuständige Koordinatorin der Austausche von Schülerinnen und Schülern hat sich an den von Schul- und Berufsberatungsdiensten organisierten Anlässen im Kanton Freiburg und in der Schweiz beteiligt, um Informationen über die verschiedenen Austauschprogramme zu vermitteln und für diese zu werben.
Partnersprachliches Schuljahr (ZPS)
Im Schuljahr 2023/24 wurden 163 Schülerinnen und Schüler für das 12. partnersprachige Schuljahr vermittelt (in der Schweiz). Etwa zehn Schülerinnen und Schüler haben dieses Programm im Laufe des Schuljahres abgebrochen. Das Verhältnis von Deutschsprachigen (53) und Französischsprachigen (110) blieb weiterhin stabil. Dieses Programm wird in drei Varianten angeboten: 73 Schülerinnen und Schüler wählten die Variante 1 (tägliche Heimkehr), wohingegen 8 sich für die Variante 2 (gegenseitiger Austausch) entschieden und 82 Schülerinnen und Schüler in einer Gastfamilie unterkamen (Variante 3). Nach wie vor fehlt es an Gastfamilien für die Unterbringung der Schülerinnen und Schüler.
Austausch von Schüler/innen und Klassen (SAKA)
Zu Beginn des Schuljahres 2023/24 wurde die kantonale Plattform für Partnerschaften zugunsten der Website https://www.matchnmove.ch/de/ aufgegeben. Dieses Suchinstrument wird von Movetia, der nationalen Agentur für Austausch und Mobilität, verwaltet. Es ist anzumerken, dass die meisten Partnerschaften von Jahr zu Jahr zwischen den Austauschpartnern fortgeführt werden.
Die Koordinationsstelle verzeichnete im Schuljahr 2023/24 für den Kanton Freiburg gesamthaft 4584 Schülerinnen und Schüler aller Schulstufen, die an den bei ihr gemeldeten Austauschformen (Austausch von Schüler/innen und Klassen) teilgenommen haben. Allerdings laufen viele Klassenaustausche nicht über die Koordinationsstelle, da es sich um virtuelle Aktivitäten handelt oder weil sie keine Förderbeiträge benötigen.
Ferien-Einzel-Austausch (FEA-EIV-SIV)
Dieses Programm wird vollumfänglich von Movetia verwaltet. Die Anmeldungen erfolgen über die Plattform www.matchnmove.ch. Es handelt sich um einen ein- oder zweiwöchigen Austausch, bei dem die Jugendlichen die Zeit gemeinsam nacheinander in beiden Familien verbringen. Schweizweit wurden 124 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für einen Ferienaustausch im Jahr 2023/24 vermittelt (30 auf der Primarstufe, 68 auf der Sekundarstufe 1 und 26 auf der Sekundarstufe 2).
Movetia
Die nationale Agentur für Austausch und Mobilität Movetia (https://www.matchnmove.ch/de/) bietet verschiedene Austauschprogramme und auch finanzielle Hilfe an. Zusätzlich zu den Austauschangeboten für Klassen von der Primarschule bis zur Sekundarstufe 2 sowie Ferien-Austauschen für Jugendliche im Alter von 11 bis 18 Jahren hat Movetia auch ein individuelles nationales Austauschprogramm entwickelt. Zudem betreibt Movetia die Plattform match&move, die als Vermittlungsstelle zwischen den verschiedenen Austauschpartnern fungiert.
Die kantonalen Austauschverantwortlichen (KAV) stehen in engem Kontakt mit Movetia, insbesondere zur Verteilung von Dokumentationsmaterialien über Sprachaustausche und Mobilität auf nationaler und internationaler Ebene. Die Schweiz hat im Rahmen des EU-Bildungsprogramms Erasmus+ den Status eines Partnerlandes. Die schweizerischen Bildungsinstitutionen können sich daher weiterhin an Kooperations- und Mobilitätsaktivitäten mit den Mitgliedsländern dieses Programms beteiligen.
Hauptstadtregion Schweiz (HSR–CH)
Die in den vergangenen Jahren erfolgten Klassenaustausche «Sprachbad – Immersion» in der Hauptstadtregion Schweiz werden weitergeführt. Die logistische Unterstützung übernimmt weiterhin das Forum der Zweisprachigkeit in Biel, die Finanzierung erfolgt durch den Kanton und durch Movetia. Mit dem Projekt ergänzt und stärkt die Hauptstadtregion Schweiz Aktivitäten, die bereits auf kantonaler oder kommunaler Ebene stattfinden und fördert gezielt den gemeinde- und kantonsübergreifenden Austausch unter den Kantonen Bern, Wallis, Freiburg, Solothurn und Neuenburg.
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Bildung für Nachhaltige Entwicklung wird im Kanton Freiburg von immer mehr Bildungsakteurinnen und Bildungsakteuren nicht mehr punktuell, sondern systemisch in den Alltag integriert. Zahlreiche Schuldirektionen, die Lehrausbildungsinstitutionen sowie kantonale Ämter und Fachstellen waren im Kalenderjahr 2024 sehr aktiv und haben wichtige Beiträge zum Aufbau der geforderten BNE-Kompetenzen bei den Kindern und Jugendlichen geleistet.
Alle obligatorischen Schulen wurden im Mai 2024 eingeladen, an der ersten kantonalen Klimawoche teilzunehmen. Eine kantonale Arbeitsgruppe stellte Materialien und Ideen zur Verfügung, die von rund 10 000 Schülerinnen und Schüler auch dank des Engagements ihrer Lehrpersonen und Schuldirektionen genutzt und in die Tat umgesetzt wurden. Ausserschulische Lernorte, spielerische Lernformen und konkrete Aktionen im Zusammenhang mit einem Klima im Gleichgewicht wurden während der Woche vom 13. Bis 17. Mai realisiert.
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Als gesetzlicher Bestand gemäss Schulgesetzgebung gilt die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler, die für die Klasseneröffnungen und -schliessungen nach Artikel 44 Abs. 3 und 48 Abs. 5 des SchR berücksichtigt wird.
Französischsprachiger Kantonsteil
HarmoS-Schuljahr 2024/25 Effektiver Bestand 2024/25 Gesetz-licher Bestand 2023/24 Gesetz-licher Bestand
2023/24 Gesetz-licher Bestand
1H 2838
2906
2847
2921
2H 2906
3018
2893
3019
Total 1H-2H 5754
5924
5740
5940
3H 2947
3097
2828
2946
4H 2864
2992
2946
3096
5H 2940
3132
2824
2950
6H 2858
3012
2824
3034
7H 2874
3102
2752
2964
8H 2790
3006
2739
2937
Förderklassen 28
28
44
44
Total 3H-8H 17'301
18'369
16'957
17'965
9H 2808
2986
2891
3051
10H 2950
3116
3034
3200
11H 3268
3434
3033
3169
Förderklassen 118
118
125
125
Total 9H-11H 9144
9654
9083
9545
Gesamttotal 32'199
33'947
31'780
33'450
Kennzahlen
Anzahl Schülerinnern und Schüler - gesetzlicher Bestand - Französischsprachiger Kantonsteil, im Schuljahr 2024/25