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Organisation der Freiburger Strafanstalt

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Die Freiburger Strafanstalt (FRSA) verteilt sich auf zwei Standorte: die Zentralgefängnis in Freiburg und der Standort Bellechasse in Galmiz und Mont-Vully.

In der Altstadt von Freiburg befindet sich das Zentralgefängnis (ZG), eröffnet 1893. Es verfügt über 60 Plätze zum Vollzug der Untersuchungshaft, 15 Plätze zum Vollzug von Kurzstrafen, 4 Zellenplätze für Ausschaffungshaft, vier Sicherheitszellen sowie eine Wartezelle. Im angegliederten Haus „Les Falaises“ können seit 2010 auch 20 Personen im Arbeitsexternat betreut werden. In diesem Regime gibt es auch Platz für vier Frauen, alle anderen Vollzüge weiblicher Häftlinge müssen ausserkantonal vollzogen werden.

Der Standort Bellechasse mit insgesamt 77 Gebäuden befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinden Galmiz und Mont-Vully (Sugiez). Die erste Einheit der Anstalten wurde 1898 gegründet und diente als „Strafkolonie“. Heute werden am Standort Bellechasse Freiheitsstrafen und Massnahmen gestützt auf das Schweizerische Strafgesetzbuch vollzogen.

Die FRSA gehören dem Strafvollzugskonkordat der lateinischen Schweiz an und beherbergen hauptsächlich Personen, die von den Einweisungsbehörden der Westschweizer Kantone und des Tessins überstellt werden. Die Hälfte der Gefangenen befindet sich im geschlossenen Vollzug, die andere Hälfte im offenen Vollzug. Gefangene mit einem gravierenden Anlassdelikt oder einer langen Strafdauer müssen sich in einem progressiven System bewähren. Neben der Gewährleistung einer grösstmöglichen Sicherheit bildet die Vorbereitung auf ein deliktfreies Leben den zweiten Schwerpunkt der Arbeit.

Mit einer Aufnahmekapazität von 203 Plätzen am Standort Bellechasse und 100 Plätzen am Standort Zentralgefängnis bildet die FRSA eine mittelgrosse Anstalt. Der Landwirtschaftsbetrieb mit einer Fläche von mehr als 700 ha bildet ein zentrales Element der Anstalten.

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