Der Kanton Freiburg führt sein Engagement im Bereich der Tabakprävention weiter und zieht eine positive Bilanz zu den seit 2009 umgesetzten Massnahmen. Im Hinblick auf die Anpassung seiner Strategie und die Ergänzung der Massnahmen präsentiert er sein Kantonales Tabakpräventionsprogramm (KPT) für den Zeitraum 2018‒2021.

Ohne Tabak, frei atmen.
Ohne Tabak, frei atmen. © 2018 Etat de Fribourg – Staat Freiburg

Verbesserung der Kenntnisse zu tabakbedingten Gesundheitsschädigungen in der Bevölkerung, Senkung des Anteils Rauchender, insbesondere bei den Jugendlichen, Entwicklung von Synergien für einen bereichsübergreifenden Präventionsansatz ‒ so lauten die Ziele des neuen Kantonalen Tabakpräventionsprogramms 2018‒2021 (KPT). 

Mit diesem neuen Programm macht der Kanton Freiburg seinen Willen deutlich, die begonnene Arbeit im Bereich der Tabakprävention fortzuführen. Seit 2009 hat die Fachstelle Tabakprävention ‒ CIPRET Freiburg im Auftrag der Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) zwei kantonale Programme zur Tabakprävention umgesetzt. 

Positive Bilanz

Die Bilanz des Kantons Freiburg zu den umgesetzten Massnahmen fällt positiv aus. Die kantonalen Programme haben zur Entwicklung einer systematischen, ausgewogenen, kohärenten und nachhaltigen Tabakprävention beigetragen. 2012 gaben 6,2 % der Freiburger Bevölkerung an, während mindestens einer Stunde pro Woche dem Passivrauchen ausgesetzt zu sein (Suchtmonitoring Schweiz 2012). 2007 hatte dieser Anteil noch 20,8 % betragen. Dies entspricht einem Rückgang um 70 %, was insbesondere auf das Rauchverbot in den öffentlichen Räumen zurückzuführen ist.

Neben dem Schutz vor Passivrauch werden auch der Prävention und der Verhinderung des Einstiegs bei den jungen Freiburgerinnen und Freiburgern Priorität eingeräumt. 2017 konnten 6882 Jugendliche die verschiedenen Angeboten des KPT nutzen, darunter Sensibilisierungsworkshops, Besuche der Ausstellung «Rauchfrei leben» oder Teilnahme am Wettbewerb «Experiment Nichtrauchen» und am Spiel «Splash Pub», das für die Problematik Tabakwerbung sensibilisiert. Auch auf den Rauchstopp konnte das KPT Einfluss nehmen: 2017 wurden in diesem Bereich 120 Personen unterstützt. 

Die Massnahmen, die im Rahmen des KPT 2018‒2021 angeboten werden, wie z. B. Unterstützungsangebote für Personen, die mit dem Rauchen aufhören möchten, Unterrichtsmaterial zum Thema Tabak oder Weiterbildungen für Fachpersonen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, knüpfen an das vorangegangene Programm an. Das Gesamtbudget für die Umsetzung des KPT beträgt 1 412 000 Franken und wird durch den Kanton Freiburg, den Tabakpräventionsfonds (TPF), die Loterie Romande und die Gesundheitsligen des Kantons Freiburg finanziert. Die neuen Rahmenbedingungen des nationalen Tabakpräventionsfonds, in Kraft seit Januar 2017, wirken sich jedoch auf das Freiburger Programm aus; seine Ressourcen sind um über 20 % gesunken. Dieser Rückgang führte dazu, dass die Präventionsmassnahmen und das Leistungsangebot für die Freiburger Bevölkerung erneut überdacht werden mussten.

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