Geschlechtergerechtes Formulieren

Geschlechter- oder gendergerechtes Formulieren ‒ sowohl was den Satzbau als auch was die Darstellung anbelangt ‒ erlaubt ein gleichmässiges Vorkommen von Frauen und Männern in einem Text. Der Staatsrat empfiehlt, dass alle Texte aus der Verwaltung in einer Sprache abgefasst werden, die den Grundsatz der Gleichstellung der Geschlechter respektiert.

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Die Sprache ist das Spiegelbild eines Augenblicks und einer Gesellschaft. Mit einer geschlechtergerechten Sprache können wir für Gleichbehandlung auf der Welt sorgen. Die Sprache entwickelt sich mit den Ereignissen, der Technologie, der Mode und den Machtverhältnissen. Sie beeinflusst auch unsere Denkweise. 

Wissenschaftliche Untersuchungen, insbesondere die von Prof. Pascal Gygax der Universität Freiburg, zeigen, wie die Worte unsere Wahrnehmung der Welt beeinflussen. Die geschlechtergerechte Sprache ist besonders wichtig, um Perspektiven bei der Berufswahl zu eröffnen, aber auch für politische und hierarchische Funktionen. Wer im Französischen das Wort «Chef-fe» hört, weiss sofort, dass damit auch Frauen gemeint sein können. 

Das Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann und für Familienfragen (GFB) fördert die Anwendung der kantonalen Empfehlungen in Sachen geschlechtergerechtes Formulieren, welche die Staatskanzlei und das Amt für Gesetzgebung erarbeitet haben und die am 31. März 1998 vom Staatsrat verabschiedet wurden. 

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