Das Hepatitis-C-Virus wird über das Blut übertragen; dies insbesondere beim Gebrauch von infizierten Injektionsspritzen. Auch sexuelle Übertragung ist möglich, jedoch eher selten. In ganz seltenen Fällen wird das Virus bei einem medizinischen Eingriff, einer Tätowierung oder einem Piercing mit unsterilen Instrumenten oder einer Verletzung mit diesen übertragen. Eine Infektion bei einer Bluttransfusion mit infiziertem Blut ist in unserem Land hingegen ausgeschlossen.

Dem Hepatitis-C-Virus kommt eine besondere Stellung zu, weil es die häufigste Ursache für eine chronische Hepatitis ist (anhaltende Leberentzündung). Die Behandlungsmöglichkeiten sind sehr beschränkt.. Meistens geht die Hepatitis C Infektion unbemerkt vorüber und bei einigen Personen hat sie auch keinerlei schwerwiegende Konsequenzen. Die infizierten Personen tragen aber ein erhöhtes Risiko eine Schädigung der Leber zu erleiden, die sich über die Jahre zu einer Leberzirrhose oder in seltenen Fällen sogar Leberkrebs entwickeln kann. Das Zusammenkommen gewisser Faktoren wie Alkoholkonsum oder eine zusätzliche Infektion mit dem HIV- oder Hepatitis-B-Virus kann den negativen Verlauf fördern. Ein höheres Risiko tragen ferner Männer und Personen, die zum Zeitpunkt der Infektion älter sind als 40 Jahre.

Es gibt keine Impfung gegen Hepatitis-C. Die einzigen Präventionsmöglichkeiten sind die Verwendung von Präservativen, und für drogenabhängige Personen, keine gebrauchten Injektionsspritzen zu verwenden.

Die Impfung gegen Hepatitis A und B wird jedoch empfohlen und die Kosten von der Grundversicherung auch übernommen, wenn die Person schon unter einer chronischen Leberkrankheit leidet. Dazu kann eine Kostengutsprache beim Vertrauensarzt der entsprechenden Krankenkasse eingereicht werden.

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