Zur Förderung der verschiedenen kulturellen Ausdrucksformen (Bühnenkunst, Musik, bildende Kunst, Literatur, Kino usw.) sowie von anderen kulturellen Veranstaltungen und Kooperationsprojekten vergab das Amt für Kultur Subventionen in Höhe von 4 300 000 Franken.
Wichtige Ereignisse
Erfahren Sie hier mehr über die wichtigen Ereignisse des Jahres 2024.
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- 90% (89%) der gewährten Beiträge waren für die Förderung des Kulturschaffens bestimmt und 10% (11%) gingen an kulturelle Veranstaltungen. Die kulturellen Ausdrucksformen wurden dabei wie folgt berücksichtigt :
Ausdrucksformen 2024 2023 Theater / Zirkus 46,5% 48,6 % Interdisziplinäre Projekte 6% 5,3 % Musik 32,7% 29,5 % Tanz / Performance 1,7% 1 % Bildende Kunst 6,1% 6,1 % Literatur / Publikationen 2% 4,3 % Film / Video 5% 5,2 % Besondere Ereignisse:
- Die Revision des Gesetzes über die kulturellen Angelegenheiten (KAG) stützte sich auf ein partizipatives Vorgehen, das die betroffenen öffentlichen Partner und kulturellen Kreise einbezog. Dies führte zu einem Vorentwurf des Gesetzes über die Förderung kultureller Aktivitäten (KAFG) mit seinem erläuternden Bericht, der vom 21. Juni bis 21. Oktober 2024 in die breite Vernehmlassung gegeben wurde. Parallel dazu wurde auch eine Revision des Gesetzes über die Kulturinstitutionen des Staates (KISG) in die Wege geleitet: Der Gesetzesvorentwurf und sein erläuternder Bericht wurden vom 2. Oktober 2024 bis 19. Januar 2025 in die Vernehmlassung gegeben. Die Arbeiten für die Revision dieser beiden Gesetze werden 2025 fortgesetzt.
- Die BKAD hat über ihr Amt für Kultur mehrere Förderungsinstrumente angepasst, um den Kultursektor bei der Bewältigung struktureller Schwächen zu unterstützen. Angestrebt wird dabei insbesondere eine gerechtere Bezahlung der Kulturschaffenden und eine bessere soziale Vorsorge. Darüber hinaus wurde das Förderinstrumentarium für die Unterstützung der darstellenden Künste und für die Verbreitung von Freiburger Produktionen im Kanton überarbeitet, um der Realität vor Ort besser gerecht zu werden. Diese Massnahmen stehen im Einklang mit der Westschweizer Strategie «Auf dem Weg zu einem Westschweizer Kulturraum» der Plenarversammlung Kultur der Conférence intercantonale de l’instruction publique de la Suisse romande et du Tessin (CIIP).
- Nach einer erfolgreichen Ausschreibung wurden neun gemeinschaftliche Projekte zwischen Kultur und Tourismus ausgezeichnet. Der Freiburger Tourismusverband, der zusammen mit der Loterie Romande Partner dieser Impulsmassnahme ist, wird die Projekte bei der Verbreitung und Kommunikation begleiten.
- Der Kulturpreis 2024 des Staates Freiburg wurde dem KUNOS Circus Theater (Clemens Lüthard und Benedicte Bütler) für ihr gesamtes Engagement im Zirkusschaffen und in der Zirkusausbildung im Kanton Freiburg verliehen.
- Die BKAD unterstützte Projekte von kantonaler Bedeutung wie den Verein BURO, der Begleit- und Beratungsleistungen für Kulturschaffende und -unternehmen anbietet, sowie den Verein In Situ, der einen Online-Kulturkalender und ein Kulturverzeichnis gestaltet hat.
- Im Schuljahr 2023/24 ermöglichte Kultur & Schule 43 802 Schülerinnen und Schülern den Besuch einer kulturellen Aktivität zu einem ermässigten Preis oder kostenlos (davon 15 433 während des Festivals im November).
- Die kantonale Kommission für das immaterielle Kulturerbe hat eine Überarbeitung der Liste der lebendigen Traditionen im Kanton Freiburg in die Wege geleitet. Diese umfasst ein Überarbeiten der Beschreibungen der lebendigen Traditionen, die Erstellung neuer Beschreibungsblätter und eine komplette Neugestaltung der Website. Der Kanton Freiburg hat die Kandidatur des Bundes unterstützt, mit der die Aufnahme des «Jodelns» in die UNESCO-Liste erreicht werden soll. Diese Kandidatur soll bis Ende 2025 geprüft werden. Der Kanton Freiburg beteiligt sich am Projekt «Plateforme des patois romands», das von der Fachkonferenz KBK initiiert und vom BAK finanziert wurde und zum Ziel hat, die Bevölkerung für das Patois zu sensibilisieren, die Patois der Westschweiz aufzuwerten und das Erlernen dieser lokalen Sprachen zu ermöglichen.
- Die Aus- und Umbauarbeiten der KUB haben einen Meilenstein erreicht. Der Rohbau ist fertiggestellt und die Innenarbeiten werden fortgesetzt. Auch die Bauarbeiten für das neue NHMF im ehemaligen Zeughaus gehen gut voran. Der Rohbau soll im Laufe des Jahres 2025 fertiggestellt werden. Der Grosse Rat hat das Dekret und die Botschaft über den Verpflichtungskredit für den Bau von des SIC in Givisiez in Höhe von 56 Millionen Franken angenommen. Im Februar 2025 wird das Volk darüber abstimmen.
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Die Kantons- und Universitätsbibliothek Freiburg (KUB) sammelt und stellt der Bevölkerung des Kantons und der Hochschulgemeinschaft dokumentarische Ressourcen auf allen Arten von Medien zur Verfügung. Die KUB ist zudem ein Treffpunkt und ein Kulturzentrum im Herzen der Stadt und des Kantons.
Im Jahr 2024 konnten auf der Baustelle der KUB die Rohbauarbeiten abgeschlossen und die Ausbauarbeiten begonnen werden. Das endgültige äussere Erscheinungsbild ist nun gut erkennbar. Dieses Jahr war auch ein Jahr der internen Reorganisation: Durch die Zusammenlegung und die Schaffung neuer Abteilungen kann in der neuen Bibliothek, deren Eröffnung für den Sommer 2026 geplant ist, ein optimaler Betrieb gewährleistet werden.
Es wurden mehrere Projekte realisiert: Die Archive von Radio Sarine/Saane wurden inventarisiert und auf Fri-Memoria online gestellt. Anlässlich des 50-jährige Bestehens der Gesetzesbestimmungen über die Freiburger Pflichtabgabe wurde das kantonale Kulturerbe gefeiert. Der neue Streaming-Dienst für Filme und Serien «filmfriend» wurde in das Angebot der KUB aufgenommen und ergänzt das elektronische Angebot von FReBOOKS, das bereits Zugang zu Zeitschriften, Zeitungen, Musik und E-Books ermöglicht.
Das ganze Jahr über fand zudem eine Reihe von öffentlichen Veranstaltungen der KUB statt, wie beispielsweise die Show «Voltaire, Rimbaud, Internet et moi» rund um die Literatur von Eric Constantin, die von über 250 Personen besucht wurde.
Zwei Zahlen illustrieren das Angebot der KUB: Der Bevölkerung wurden 25 618 neue Dokumente – Bücher, Zeitschriften, DVD, elektronische Ressourcen und weitere Dokumente – kostenlos zur Verfügung gestellt. Im Berichtsjahr wurden 90 767 physische Dokumente ausgeliehen.
Vergrössern Rette deine Werke ! 50 Jahre Pflichtabgabe in der KUB © Etat de Fribourg - Staat Freiburg -
Am Konservatorium Freiburg wird der Wohnbevölkerung des Kantons hochwertiger Unterricht auf Amateur- und Vorberufsniveau in den Bereichen Vokal- und Instrumentalmusik sowie Tanz und Theater angeboten. Jedes Jahr bereichert das Konservatorium das kulturelle Leben in Freiburg mit einer Vielzahl öffentlicher Veranstaltungen, von Konzerten über Theateraufführungen bis hin zu Bildungsveranstaltungen, und fördert dabei die Entdeckung von Kunst und die persönliche Entfaltung jeder und jedes Einzelnen.
Das Jahr 2024 war ein besonders ereignisreiches und herausforderndes Jahr. Mit 36 verliehenen Zertifikaten, darunter 26 Amateurzertifikaten und 8 Vorberufszertifikaten, hat das Konservatorium seine Schülerinnen und Schüler in ihrer künstlerischen und persönlichen Entwicklung begleitet.
Zu den Höhepunkten zählte die Organisation von mehr als 300 Publikumsanlässen, die die Rolle des Konservatoriums als Bindeglied zwischen Kunst und der Gemeinschaft verdeutlichen. Dazu gehörten Auditionen, Konzerte und Instrumentenvorführungen und Besuche in Schulen, mit denen der Zugang zu Musik und Kunst erweitert wurde.
Das Konservatorium baute auch seinen Studienzweig für Junge Talente Musik (JTM) aus und bestätigte damit seine Schlüsselrolle bei der Förderung aufstrebender Talente. Parallel dazu hat die Einführung neuer Kurse und Ensembles wie den Gemeinschaftsgesang das Bildungsangebot bereichert, den Horizont der Schülerinnen und Schüler erweitert und neue musikalische Perspektiven eröffnet.
Mit diesen Initiativen bekräftigt das Konservatorium in Freiburg seine Rolle als unverzichtbarer Akteur in der künstlerischen Ausbildung und im kulturellen Leben der Region.
Am Freiburger Konservatorium sind 4228 Schülerinnen und Schüler eingeschrieben, die sich auf Musik (4100), Tanz (83) und Theater (45) verteilen.
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Museum für Kunst und Geschichte
Das MAHF besteht aus drei Teilen: dem Ratzéhof (elegantes Stadtpalais aus der Renaissance), dem ehemaligen Schlachthof und dem Gebäude für Wechselausstellungen. Der Garten des MAHF bildet eine prächtige Kulisse für Grossskulpturen. Die im MAHF gesammelten Werke dokumentieren die Kulturgeschichte des Kantons. Mit der Dauerausstellung der Sammlung und den Wechselausstellungen bietet das Museum Schlüssel zum Verständnis der Vergangenheit und der Gegenwart und sensibilisiert das Publikum für das Schaffen der Freiburger Künstlerinnen und Künstler. Das ganze Jahr über finden zahlreiche öffentliche Veranstaltungen statt.
Jubiläum: Dieses Jahr stand ganz im Zeichen des 200-jährigen Bestehens des Museums für Kunst und Geschichte und des Naturhistorischen Museums. Die Feierlichkeiten begannen im Januar am Lichtfestival in Murten, wo eine monumentale Projektion mit Porträts des MAHF und Tieren des NHMF, die zu Popklängen sangen, einem breiten Publikum präsentiert wurde. Als zweiter Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten haben die beiden Museen zwei Ausstellungen gestaltet, deren Vernissagen am selben Tag, nämlich am 16. Mai, stattfanden. Für den dritten Teil boten die beiden Museen am Samstag, den 14. September, ein umfassendes Kulturvermittlungsprogramm (Vorträge, Workshops usw.) im Kollegium St. Michael, dem Geburtsort der beiden Institutionen, an. Die Mittelschülerinnen und Mittelschüler beteiligten sich aktiv an diesem Tag. Die Ausstellung «Corpus: Der hybride Körper» war ein weiterer Höhepunkt des Jahres 2024. Die französische Performance-Künstlerin ORLAN war zu Gast und hielt am 29. November einen Vortrag, der von einem grossen Publikum besucht wurde.
Ausstellungen im Jahr 2024: Corpus III: Der kommunizierende Körper; Stéphanie Baechler: Have Faith; Beat Fasel: Eine Spurenlese; 200 Jahre Museum: Das Museum, das nicht sterben wollte; Das Chorgestühl von Altenryf – Restaurierung eines mittelalterlichen Meisterwerks; Corpus IV: Der hybride Körper; Inventaire sentimental: Die Kleider von Paola, Stella und Adèle – Fotografien von Primula Bosshard.
Kunstvermittlung: Es wurden zwei neue Workshops ins Leben gerufen, einer zum Thema der Sonderausstellung «Das Museum, das nicht sterben wollte» im MAHF, der andere, «Der Hauch des Drachen» (dauerhaft angebotener Workshop), zur Dauerausstellung des MAHF. Im Jahr 2024 führte das Team der Kunstvermittlung 48 (2023: 95) Workshops mit 869 Teilnehmenden durch, davon 9 (18) mit 157 Teilnehmenden im MAHF und 39 (77) mit 732 Teilnehmenden im Espace. Während des Festivals Kultur & Schule wurden im November 28 (2023: 20) Workshops angeboten, davon 12 im MAHF (232 Schülerinnen und Schüler) und 16 im Espace (300 Schülerinnen und Schüler).
Schenkungen und Ankäufe: Die vollständige Liste für das Jahr 2024 findet sich auf: Schenkungen und Ankäufe 2024.
Statistik: Im Jahr 2024 zählte das MAHF 13 045 (2023: 16 440) Besucherinnen und Besucher, davon 1818 (2312) Schülerinnen und Schüler.
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Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle
Der Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle (JTNSP) ist ein magischer Ort, der sich als Hommage an die Kreativität eines legendären Künstlerpaars des 20. Jahrhunderts versteht. Neben den ständig gezeigten Werken präsentiert der Espace regelmässig auch Sonderausstellungen. Zu entdecken gibt es Künstlerinnen und Künstler aus der Schweiz und anderswo, deren Werke von einem fruchtbaren Dialog mit dem Werk von Jean Tinguely oder Niki de Saint Phalle zeugen.
Ausstellungen: Der Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle Raum hat wieder ein interessantes Programm zusammengestellt. Werke der beiden Kunstschaffenden werden regelmässig in die Ausstellungen aufgenommen, die im MAHF stattfinden. Dies war insbesondere bei der 200-Jahr-Ausstellung und bei Corpus IV der Fall. Die Werke von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle werden zudem häufig für Ausstellungen im Ausland angefragt.
Ausstellungsliste: Rico Weber: Eine Idee von Realität; Etienne Francey: Das Vibrieren der Tage.
Statistik: Im Jahr 2024 wurde der Espace von 18 558 (22 320) Personen besucht, darunter 1627 Schülerinnen und Schülern.
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Das Naturhistorische Museum Freiburg ist mehr als nur ein Gebäude mit Ausstellungsobjekten. Im Museum wird laufend inventarisiert, konserviert, recherchiert. Es werden Ausstellungen vorbereitet, Wissen wird vermittelt, Unterhaltung wird geboten und nicht zuletzt werden auch Fragen zu Flora und Fauna beantwortet.
Im Jahr 2024 hat das Naturhistorische Museum sein 200-Jahr-Jubiläum gefeiert, unter anderem mit dem Buch «100 + 100, 100 aussergewöhnliche Paare erzählen 200 Jahre Geschichte», einer gleichnamigen Sonderausstellung und einem reichhaltigen Veranstaltungsprogramm. Daneben hat es zwei weitere Sonderausstellungen und zahlreiche Aktivitäten organisiert. Hinter den Kulissen hat das Team den Bau des künftigen Museumsgebäudes an der Zeughausstrasse begleitet sowie ein inhaltliches Konzept für die Dauerausstellung des neuen Museums entwickelt und einen Szenografiewettbewerb durchgeführt. In der wissenschaftlichen Sammlung sind 2024 zwei Digitalisierungsprojekte zu Ende gegangen, die 2022 im Rahmen des nationalen Projekts SwissCollNet lanciert worden waren. Sie erlaubten es, 11 025 Herbarbelege und 34 742 Käfer aus der Sammlung des Museums zu digitalisieren und zu inventarisieren. Zudem wurde eine neue, einheitliche Datenbank für die gesamte Sammlung in Betrieb genommen. Das Kulturvermittlungsteam hat 2024 das Angebot für das ausserschulische junge Publikum erneuert.
Im Jahr 2024 zählte das Museum 60 026 (2023: 66 897) Besucherinnen und Besucher, davon 9596 (7074) Schülerinnen und Schüler.
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Als Kulturstätte von nationaler Bedeutung und Museum für Kunst und Geschichte präsentiert das Schloss Greyerz seine achthundertjährige Geschichte mit einer reichen Sammlung von Werken und Objekten. Als ehemalige Künstlerkolonie bietet es das ganze Jahr über ein reichhaltiges Programm an Kunstausstellungen und kulturellen Veranstaltungen an.
Im Jahr 2024 zeigte das Schloss vier Ausstellungen (drei zur zeitgenössischen Kunst, eine historische) und bot fünf kulturelle Veranstaltungen an, darunter eine Zusammenarbeit mit dem Musikfestival Les Georges. In den Sälen wurden unter anderem die historischen Graffiti weiter untersucht und restauriert, und auch am Gebäude selbst wurden weitere Arbeiten durchgeführt. Die Website des Schlosses wurde ebenfalls neugestaltet und erhielt eine neue Rubrik «Magazin».
Im Jahr 2024 haben fast 186 000 Personen die Tore des Schlosses Greyerz durchschritten, gegenüber 183 000 im Jahr 2023; diese Besucherzahl ist eines der besten Ergebnisse des Schlosses. Das Schloss Greyerz ist das am zweithäufigsten besuchte Schloss des Landes und eines der beliebtesten Schlösser der Schweizerinnen und Schweizer, die die Mehrheit der Besucherinnen und Besucher ausmachen (44%).
Vergrössern Ausstellung Sonia Kacem Schloss Greyerz © Etat de Fribourg - Staat Freiburg - Annik Wetter -
Das Vitrocentre Romont ist eine nationale Forschungsinfrastruktur, die 1988 gegründet wurde und in Form einer privatrechtlichen Stiftung konstituiert ist. Es widmet sich ganz der Glaskunst und hat den Auftrag, diese identitätsstiftende und von anderen Schweizer Institutionen wenig beachtete Kunst zu dokumentieren, zu erforschen und aufzuwerten. Seit 2018 bildet das Vitrocentre Romont zusammen mit dem Vitromusée Romont ein Kompetenzzentrum von nationaler und internationaler Bedeutung im Bereich der Glaskunst.
Im Jahr 2024 führte das Vitrocentre Romont im Rahmen von zwei Projekten des Corpus Vitrearum Schweiz, die sich mit historischen Glasmalereien in der Stadt Genf und im Kanton Basel-Stadt befassen, umfangreiche Erfassungsarbeiten durch. Gleichzeitig stand das Glasererbe des 20. Jahrhunderts in der Romandie und insbesondere im Kanton Freiburg im Mittelpunkt der Projekte über die Gruppe von Saint-Luc und den Künstler Yoki aus Romont. Eine verstärkte Publikationstätigkeit und Wissenschaftskommunikation ermöglichen die Verbreitung von Forschungsdaten und ‑ergebnissen in der akademischen Welt und in der Öffentlichkeit. Die Archive des Vitrocentre Romont sind nun online auf der Website vitroarchives.anton.ch verfügbar und können nach Vereinbarung in der Vitrothèque an der Rue du Château 99 in Romont konsultiert werden.
Die Open-Access-Publikationsplattform vitroserach.ch wurde durchschnittlich von 1767 Nutzerinnen und Nutzern pro Monat aufgerufen, was einem Anstieg von 10% gegenüber dem Jahr 2023 entspricht.
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Das Römische Museum Vallon ist ein archäologisches Museum, das über einer Fundstelle in der Freiburger Broye erbaut wurde. Es wurde an der Stelle eines grossen Landsitzes aus der Römerzeit errichtet, um zwei römische Mosaike zur Geltung zu bringen und zu präsentieren. Das grösste, das fast 100 m2 misst und Jagdspiele in einem Amphitheater nachbildet, schmückte den Boden eines Bankettsaals. Das kleinste, etwa 30 m2 grosse Mosaik ist als «Bacchus und Ariadne»-Mosaik bekannt, nach den beiden Personen, die auf dem zentralen Medaillon abgebildet sind. Es schmückte einen Arbeitsraum (Büro).
Am 1. März 2024 wurde die zweite Hälfte der Ausstellung «À vous de voir. Le Musée romain de Vallon s’expose» eröffnet. Das Konzept dieser Ausstellung (die aufgrund beschränkter Mittel in zwei Teile aufgeteilt wurde) zielt darauf ab, die Bedeutung und Vielfalt der Fundstätte Vallon/Sur Dompierre in ihrer Gesamtheit und aus verschiedenen Blickwinkeln anhand der Sammlung zu präsentieren. Eine Sammlung auszustellen bedeutet, «das Objekt» wieder in den Mittelpunkt zu rücken und es so zu präsentieren, dass es bekannt wird. Es zu zeigen, wie es ist, und seinen Kontext der Nutzung und Herkunft wiederherzustellen, bedeutet, es zu erklären. Das ist das, was als «Wissensvermittlung» bezeichnet wird und eine der Aufgaben von Museen ist.
Die Ausstellung, die im Untergeschoss 2023 mit der Präsentation der wichtigsten Objekte des Museums begonnen hat, wird im Obergeschoss durch die Präsentation von mehr als 100 Objekten ergänzt und vertieft. Diese wurden alle auf der Ausgrabungsstelle gefunden, sind alltäglich oder einzigartig und bestehen aus Fragmenten oder sind intakt. Sie illustrieren das tägliche Leben sowie die verschiedenen Aktivitäten und Gewohnheiten der damaligen Zeit.
Mit finanzieller Unterstützung des Vereins der Freundinnen und Freunde des Römischen Museums Vallon konnte das Römische Museum Vallon seinen verschiedenen Zielgruppen ein Veranstaltungsprogramm anbieten, unter anderem durch die Fortsetzung der Reihe der mythischen Geschichten aus der griechisch-römischen Antike.
Kennzahlen
Die Anzahl der physischen Dokumente, die im Laufe des Jahres vom Publikum der KUB ausgeliehen wurden.
Die Anzahl der Personen, die an dem partizipativen Prozess teilgenommen haben, der für die Revision des Gesetzes über die kulturellen Angelegenheiten (KAG) im Jahr 2023/24 eingerichtet wurde.
Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die am Konservatorium Freiburg eingeschrieben sind, aufgeteilt in Musik (4100), Tanz (83) und Theater (45).