Im Jahr 2024 wurden mehrere Projekte initiiert oder abgeschlossen. Das kantonale Rahmenkonzept für die Qualitätssicherung und -entwicklung auf der Sekundarstufe 2 dient als gemeinsamer Leitfaden, der auf bestehenden Qualitätsinstrumenten aufbaut, diese ergänzt und systematisiert. Es wird in Form von schulischen Qualitätskonzepten umgesetzt, die das Profil und die Besonderheiten der einzelnen Schulen widerspiegeln.
Das BYOD-Konzept wurde im Schuljahr 2022/23 in den ersten Klassen eingeführt. Mittlerweile wird es in allen Klassen ausser den Abschlussklassen eingesetzt.
Die Umsetzung des Projekts „Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität“ wird im Kanton Freiburg im Rahmen des Projekts Matu2027 fortgesetzt. Eine neue Stundentafel, neue kantonale Lehrpläne und ein revidiertes Reglement über die Gymnasialausbildung werden derzeit ausgearbeitet.
Mit Beginn des Schuljahres 2023/24 sind die neue Bundesverordnung und der neue Bildungsplan für die berufliche Grundbildung Kauffrau/Kaufmann EFZ in Kraft getreten.
Ein neues zweisprachiges Angebot bereichert die verfügbaren Bildungswege mit der Einführung der zweisprachigen gymnasialen Maturität mit Italienisch.
Im Rahmen der Erweiterung und Renovierung des Kollegiums Heilig-Kreuz wurden 2024 die letzten Umbauarbeiten in der „Villa Gallia“ abgeschlossen, die den Schülerinnen und Schülern neue Räume für bildnerisches Gestalten bietet.
Wichtige Ereignisse
-
Das kantonale Rahmenkonzept für die Qualitätssicherung und -entwicklung auf der Sekundarstufe 2 dient der Orientierung und dem gemeinsamen Verständnis. Es baut auf bestehenden Qualitätsinstrumenten auf, ergänzt und systematisiert diese, indem es die drei Ebenen Unterricht, Schule und Bildungssystem unterscheidet. Für diese Ebenen werden Ziele, Indikatoren und Instrumente definiert. Ein wichtiges Instrument der Personalbegleitung wird auch mit dem kantonalen Projekt ZEB (Führung mit Zielvereinbarung, Entwicklung und Personalbeurteilung) eingeführt. Das Rahmenkonzept wird in Form von schulischen Qualitätskonzepten umgesetzt, die das Profil und die Besonderheiten der einzelnen Schulen zeigen. Die Qualitätskonzepte werden seit dem Schuljahr 2023/24 umgesetzt. Die Qualitätsberichte der einzelnen Schulen werden jährlich mit dem S2 besprochen. Die Fachmittelschule Freiburg war die erste Schule der Sekundarstufe 2, die ein Peer-Review mit einer Fachmittelschule aus einem anderen Kanton (in diesem Fall Basel-Landschaft) durchgeführt hat.
-
Bei den Freiburger Mittelschulen wird die Einführung des BYOD-Konzepts (Schülerinnen und Schüler bringen den eigenen Computer mit in den Unterricht), das im Schuljahr 2022/23 in den ersten Klassen eingeführt wurde, fortgesetzt. Alle Klassen mit Ausnahme der Abschlussklassen nutzen es daher nun. Das Projekt wird weiterhin beobachtet und evaluiert. Die Förderung der Weiterbildung der Lehrpersonen hat bei den Schuldirektionen nach wie vor Priorität, damit digitale Unterrichtsformen das volle Potenzial entfalten können. In der Weiterbildung liegt der Schwerpunkt auf künstlicher Intelligenz. Diese hat insbesondere in Form von generativen «Chatbots» und Übersetzungsprogrammen Einzug in den Schulalltag gehalten. Um die Integration von KI in den Freiburger Mittelschulen zu unterstützen, hat das S2 Richtlinien herausgegeben. Eine ethische, sichere und effektive Nutzung dieser Technologien muss gewährleistet sein.
-
Gymnasiale Maturität
Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) und der Bundesrat haben mit dem Projekt «Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität» (WEGM) die Umsetzung notwendiger Neuerungen in der gymnasialen Ausbildung eingeleitet. Das neue Maturitätsanerkennungsreglement wurde am 22. Juni 2023 verabschiedet und der neue Rahmenlehrplan für die Gymnasien im Juni 2024. Die Umsetzung erfolgt im Kanton Freiburg im Rahmen des Projekts Matu2027. Folgende Entwicklungsziele werden hervorgehoben: Beibehaltung und Stärkung der qualitativ hochwertigen fachlichen Bildung, Stärkung der transversalen Kompetenzen und Themen sowie Stärkung der Zweisprachigkeit. Im Schuljahr 2024/25 wird ein breit angelegter partizipativer Prozess umgesetzt, um bis zur Einführung der Neuerungen für das Schuljahr 2027/28 die Grundlagen für eine neue Stundentafel, neue kantonale Lehrpläne und ein revidiertes Reglement über die Gymnasialausbildung zu erarbeiten.
Vollzeitliche Handelsmittelschule
Mit Beginn des Schuljahres 2023/24 sind die neue Bundesverordnung und der neue Bildungsplan für die berufliche Grundbildung Kauffrau/Kaufmann EFZ in Kraft getreten.
Das erste Schuljahr nach diesen neuen gesetzlichen Grundlagen ist gut verlaufen.
Das Fachwissen wird nun in Handlungskompetenzen unterrichtet. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, alltägliche Situationen im Berufsleben zu bewältigen.
Die allgemeine Struktur der Ausbildung an einer Vollzeit-Handelsmittelschule bleibt unverändert. Die Schülerinnen und Schüler absolvieren eine dreijährige Ausbildung an der Schule und machen anschliessend ein einjähriges Praktikum in einem Unternehmen. Dieser Bildungsgang ermöglicht es ihnen, ein EFZ und eine Berufsmaturität zu erwerben.
-
Insgesamt nutzen 1068 Schülerinnen und Schüler (einschliesslich der Freiburger Schülerinnen und Schüler des GYB) ein zweisprachiges Immersionsangebot. Im Jahr 2024 wurden 197 gymnasiale Maturitätsausweise (darunter 101 mit dem Vermerk zweisprachig «plus»), 6 Fachmittelschulausweise und 12 Fachmaturitätsausweise mit dem Vermerk «zweisprachig» ausgestellt.
Im Schuljahr 2024/25 haben am Gymnasium 32,14% der Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen einen zweisprachigen Bildungsweg gewählt. Insgesamt besuchen im laufenden Schuljahr 26,60% der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten eine zweisprachige Ausbildung.
Ausserdem besuchen 30 Schülerinnen und Schüler eine zweisprachige Ausbildung an der FMSF und 6 an der Handelsmittelschule des Kollegiums Gambach.
Die zweisprachige gymnasiale Maturität mit Italienisch wurde im Schuljahr 2023/24 an den Freiburger Mittelschulen eingeführt. Der erste Austausch mit dem Kanton Tessin findet im Schuljahr 2024/25 statt. Zwei Freiburger Schülerinnen oder Schüler absolvieren ihr drittes Jahr an einem Tessiner Gymnasium. Gleichzeitig besuchen drei Schülerinnen oder Schüler aus dem Kanton Tessin eine Freiburger Mittelschule.
-
Das erweiterte und renovierte Kollegium Heilig-Kreuz wurde am Samstag, 7. Oktober 2023, eingeweiht. 2024 fanden die letzten Umbauarbeiten in der «Villa Gallia» statt, und die Schülerinnen und Schüler profitieren nun von neuen Räumen für bildnerisches Gestalten im Dachgeschoss dieses Gebäudes. Diese wunderschön restaurierten Räume bieten einen einzigartigen und inspirierenden Rahmen, der Moderne und Bewahrung des Kulturerbes vereint. Die Schülerinnen und Schüler können nun ihre Kreativität in den eigens dafür konzipierten Räumen dieses markanten Gebäudes ausleben.


Kennzahlen
Die Schülerbestände an den kantonalen Schulen der Sekundarstufe 2 (Mittelschulen) präsentierten sich zu Beginn des Schuljahres 2022/23 wie folgt:
Anzahl Schülerinnen und Schüler
Schüler | Schülerinnen | Total | ||||
---|---|---|---|---|---|---|
2023/24 | 2024/25 | 2023/24 | 2024/25 | 2023/24 | 2024/25 | |
FR | 2083 | 2116 | 3212 | 3164 | 5295 | 5280 |
DE | 405 | 418 | 691 | 695 | 1096 | 1113 |
Total | 2488 (38.9%) | 2534 (39,6 %) | 3903 (61.1%) |
3859 (60,4 %) |
6391 (100%) |
6393 (100 %) |