Vergabe der Künstlerateliers des Kantons für das Jahr 2015

29. September 2014 -10h00

Die Direktion für Erziehung, Kultur und Sport (EKSD) hat die beiden Kunstschaffenden bestimmt, die im Jahr 2015 in den Künstlerateliers, die der Kanton Freiburg in Berlin und Paris betreibt, wohnen und arbeiten werden. Karin Kurzmeyer wird sich im 1. Halbjahr 2015 in Berlin aufhalten und Denis Beuret von März bis Ende August 2015 in Paris.

Daniel Beuret
Daniel Beuret © Tous droits réservés - J-C Fernandez

Nach der Ausschreibung der beiden Künstlerresidenzen wählte die Expertenjury des Amts für Kultur die bildende Künstlerin Karin Kurzmeyer und den Musiker Denis Beuret aus den Bewerberinnen und Bewerbern aus. In beiden Fällen hat das Kunstprojekt, das sie jeweils während ihres Auslandaufenthalts realisieren möchten, die Jury überzeugt.

Ein Katalog von Gegenständen

Karin Kurzmeyer will ihren Aufenthalt im Atelier "im Wedding" in Berlin nutzen, um einen Kunstkatalog von Gegenständen zu erstellen. Nach einer Phase des Nachforschens und Sammelns wird sie die Kriterien bestimmen, die die Gegenstände erfüllen müssen, um in den Katalog aufgenommen zu werden. Danach wird sie entscheiden, wie der Katalog in seiner endgültigen Form aussehen soll. Dieses Projekt will eine kritischen Blick auf den Wert, den Nutzen sowie die Bedeutung von Gegenständen werfen. Die Stadt Berlin ist mit ihrem Museum der Dinge ein idealer Standort für die Durchführung eines solchen Projekts.

Die 1987 geborene Freiburgerin Karin Kurzmeyer erwarb 2012 an der Zürcher Hochschule der Künste zunächst einen Bachelor in Bildender Kunst und 2014 einen Master in Fine Arts. Seit 2010 hat sie ihre Arbeiten in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen im Kanton Freiburg, in der Schweiz wie auch im Ausland präsentiert.

Posaune und Walgesang

Denis Beuret, ein Freiburger Musiker, der sich durch seine Suche nach neuen Klangmöglichkeiten und seine Spieltechniken der Bassposaune einen Namen gemacht hat, will während seines Aufenthalts im Pariser Atelier "Jean Tinguely" gemeinsam mit einem Künstler und einen Forscher aus Paris ein Konzertprogramm mit dem Titel "Wales'Tales" auf die Beine stellen. Seine Kompositionen für Posaune und Walgesang sollen mit einer Videomontage untermalt werden. Für die Entwicklung eines interaktiven Systems, das den Musiknoten und dem Spiel des Posaunisten im Konzert folgt, wird der Musiker die Infrastruktur und das Fachwissen des Forschungsinstituts für Akustik/Musik IRCAM (Institut de recherche et coordination acoustique/musique) am Centre Pompidou nutzen. Sein Projekt wird ab Herbst 2015 an Konzerten in Paris, Freiburg und an anderen Orten der Schweiz präsentiert.

Denis Beuret, ursprünglich aus dem Jura, Jahrgang 1965, lebt und arbeitet seit 1997 im Kanton Freiburg. 1998 erwarb er in Delémont sein Berufsdiplom als Posaunist. Daneben besuchte er Kurse in Dirigieren und Orchestrieren in Lausanne und eine grosse Zahl von Masterclass-Kursen mit renommierten Musikern. Bis heute hat er in der Schweiz und im Ausland über 140 Kompositionen und mehr als 500 Konzerte realisiert.

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