1. Erklären Sie, was der Ausdruck «Schweizer/innen, die als Angehörige einer Minderheit wahrgenommen werden» Ihrer Meinung nach bedeutet. Geben Sie ein paar Beispiele.
«Schweizer/innen, die als Angehörige einer Minderheit wahrgenommen werden», sind Menschen, die die Schweizer Staatsbürgerschaft haben oder seit Langem in der Schweiz leben. Auch wenn sie sich selbst als Schweizer/innen betrachten, werden sie von der dominanten Gruppe bzw. von der Mehrheitsgesellschaft als «fremd» angesehen. Dies liegt daran, dass sie andere körperliche Merkmale, einen fremd klingenden Namen oder ein anderes sichtbares Merkmal (zum Beispiel einen Akzent beim Sprechen) haben, das sie als «anders» kennzeichnet. Zu den Schweizer Minderheiten gehören unter anderem Afrikaner/innen, Asiatinnen/Asiaten, Albaner/innen, Portugiesinnen/Portugiesen und Tamilinnen/Tamilen.
2. Wie viel mehr Bewerbungen (also Lebensläufe und Motivationsschreiben) müssen «Schweizer/innen, die als Angehörige einer Minderheit wahrgenommen werden», schreiben, um zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden?
Sie müssen 30 % mehr Bewerbungen verschicken. Das bedeutet, dass eine weisse Person mit einem als «schweizerisch» geltenden Namen 10 Bewerbungen verschickt, während eine Person, die einer Minderheit angehört, 13 Bewerbungen verschickt, bevor sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird.
6. Was bedeutet «Black lives matter»?
Das Leben von Schwarzen zählt.
7. Die Demonstrationen wurden als Reaktion auf ein gewaltsames Ereignis organisiert. Welches?
Die Proteste waren eine Reaktion auf den Tod des schwarzen Amerikaners George Floyd bei einer Polizeikontrolle in Minneapolis. Jedes Jahr sterben in den USA rund 240 Schwarze an den Folgen von Polizeigewalt, wobei die Wahrscheinlichkeit, dass Schwarze bei einer Verhaftung sterben, dreimal so hoch ist wie bei Weissen. Wie in anderen Ländern sind die «Black lives matter»-Demonstrationen in der Schweiz breiter gefasst und prangern alle Formen von Diskriminierung an, die Angehörige von Minderheiten erfahren.