1. Welche zwei Vorurteile werden zu Beginn des Films vermittelt?
- Schwarze haben Geschlechtskrankheiten (also sexuell übertragbare Krankheiten).
- Schwarze haben uneheliche Kinder (was in der amerikanischen Gesellschaft dieser Zeit nicht erlaubt war).
2. Wozu dienen die beiden Vorurteile Ihrer Meinung nach?
Diese beiden Vorurteile schaden dem Ruf von schwarzen Personen, indem behauptet wird, ihre sexuellen Gewohnheiten seien nicht mit der weissen «Moral» vereinbar. Dieses Bild wird geschaffen, um schwarze Personen abzuwerten und bei der weissen Bevölkerung ein Gefühl von Abscheu auszulösen.
3. Welche Funktion hat der Mann, der die beiden Vorurteile vermittelt
Er ist der politische Verantwortliche einer US-amerikanischen Stadt: der Bürgermeister (diese Funktion entspricht in der Schweiz dem Gemeindeammann).
4. Welches Ziel verfolgten die Weissen mit der weiteren Abwertung von Schwarzen nach 1865 (Abschaffung der Sklaverei in den USA)?
Die behauptete Minderwertigkeit der Schwarzen diente den Weissen als Rechtfertigung dafür, dass sie ihre Arbeit sehr schlecht bezahlten. Die billigen Arbeitskräfte erlaubten unter anderem den Plantagenbesitzern, sich weiter zu bereichern.
Der Status der Schwarzen als minderwertige Personen erschien einem Grossteil der Bevölkerung «normal». Ausserdem wollten die Weissen ihre zahlreichen Privilegien nicht verlieren, denn sie ermöglichten ihnen bessere Lebensbedingungen (Bildung, Gesundheit, Wohnraum, Sicherheit, Bürgerrechte, Zugang zu Kultur usw.).
5. Weshalb ist eine Völkerschau rassistisch
Eine Völkerschau hierarchisiert: Sie misst schwarzen Menschen weniger Wert bei als weissen.
Eine Völkerschau reduziert: Die gezeigten Menschen werden auf eine Etikette reduziert: Sie sind schwarz.
Eine Völkerschau verstärkt den Stereotyp des «Wilden».
7. Weshalb sind diese beiden Ereignisse aus der jüdischen und jenischen Geschichte Beispiele für Diskriminierung?
Die Schweiz hierarchisierte, indem sie jüdischen Menschen weniger Wert beimass als Nicht-Juden. Sie reduzierte die jüdischen Menschen auf ein einziges Identitätsmerkmal: ihre Religion. Sie diskriminierte die jüdischen Menschen, indem sie sich weigerte, sie in ihr Territorium einreisen zu lassen. Schliesslich wusste sie, dass für diese Menschen die Gefahr bestand, von den Nazis getötet zu werden, wenn sie nach Deutschland zurückkehrten. Dadurch, dass die Schweiz es versäumt hat, sie zu schützen, verstrickte sie sich in die Verbrechen der Nazis.
Ebenso mass die Schweiz den Jenischen weniger Wert bei. Sie reduzierte sie unter anderem auf die Etikette «Fahrende». Sie trennte sie von ihren Kindern, zwang sie, sesshaft zu werden (einen festen Wohnort zu haben) und sterilisierte sie. All dies mit dem Ziel, die jenische Kultur verschwinden zu lassen.